Volker Derschmidt und Walter Deutsch, Wien 1998.

Vorliegender Band ist die Monographie einer speziellen Tanzform, die in Oberösterreich ihre Ausprägung erhielt, in allen Landschaften anzutreffen ist und mit der mundartlichen Bezeichnung „Landler“ benannt wird. Von den ältesten Nachrichten bis zu den jüngsten Aufzeichnungen entsteht das Bild eines Tanzes, der in der dörflichen Gemeinschaft Oberösterreichs einen zentralen kulturellen Stellenwert einnimmt und mit einer außergewöhnlichen Geigenkultur verbunden ist. Mehr als tausend Melodien weisen auf die besondere musikalische Gestalt sowie die formale Ausprägung des Landlers hin; die unterschiedliche choreographische Ausführung in den einzelnen Regionen wird durch exakte Beschreibungen des Bewegungsablaufs und entsprechende Bildbelege nachvollziehbar. In einem besonderen Maße wird beim Landler das Zusammenwirken seiner künstlerischen Erscheinung deutlich: Musik, Bewegung und Gesang fügen sich beziehungsvoll zu einer Einheit, deren Charakteristik als Manifestation der musischen Grundhaltung in einem Dorf beziehungsweise in einer Landschaft begriffen und bewertet wird, wie dies etwa der Innviertler-, Mühlviertler- oder Traunviertler-Landler zeigen.

€ 78,30.-
derzeit vergriffen

Erika Sieder und Walter Deutsch. Wien 2014

Band 22 der Enzyklopädie CORPUS MUSICAE POPULARIS AUSTRIACAE „WeXel oder Die Musik einer Landschaft” dokumentiert in Teilband 1 „Das Geistliche Lied” im Wechselgebiet. Im Mittelpunkt stehen 192 “Leichhüatlieder”, welche zwei Nächte lang im Hause des Verstorbenen vor dem aufgebahrten Toten gesungen wurden. Die Sammlung beleuchtet – vor dem (sozial)historischen und geographischen Hintergrund des Grenzgebietes „Herzogthum Steyermark” und „Österreich” – diesen bäuerlichen Brauch von der Monarchie bis heute. Drei CDs, das Melodienregister, J. L. Mayers geistlicher Kommentar sowie ein Wörterbuch des lokalen Dialekts ergänzen die Dokumentation. Mit der verpflichtenden Nutzung der ab 1965 errichteten Aufbahrungshallen sind die Lieder verklungen. Weitere Informationen unter www.wexel.at

€ 78,-
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Max Rosenzopf und Walter Deutsch. Wien 2015

An 24 ausgewählten Musikanten und deren Tanzkapellen werden innerhalb eines Zeitraums von 120 Jahren die dörflichen Musizierformen dokumentiert, welche die musikalische Sonderstellung der Weststeiermark innerhalb des volkstümlichen Musiklebens in der Steiermark begründen. Getragen von musikalisch begabten Bauern, Handwerkern und Bergknappen entstand in diesem Lebensraum eine spezifische musikantische Spielkultur, welche für die Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart das volksmusikalische Bild der Steiermark repräsentiert.

€ 78,-
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Walter Deutsch und  Ernst Weber, Wien 2010.

Die WEANA TANZ (Wiener Tänze) sind instrumentale Vortragsstücke, deren Charakteristik sich aus der alpinen Ländlermelodik entwickelte. Von den Wiener „Tanzgeigern“ wurden sie zu einer eigenständigen urbanen Musikgattung geformt. Die WEANA TANZ stellen einen bedeutenden Abschnitt in der Geschichte der Musik in Wien dar. Handschriften und Drucke des 19. und frühen 20.Jahrhunderts dokumentieren ihr geschichtliches Werden, die stilistischen Ausprägungen in Melodie und Form sowie ihre musikalische Funktion für Darbietung und Gesellschaft. Ausgewählte Tonaufnahmen aus den ersten Produktionen von Schallplatten zwischen 1900 und 1930 sind eine klingende Ergänzung. Eigene Kapitel sind besonders bemerkenswerten Komponisten und Interpreten gewidmet. Ihr Leben und Werk widerspiegeln die zeitgebundene Situation des Musiklebens in Wien. Den Zugang zum außergewöhnlich vielfältigen Inhalt dieses Bandes erschließen detaillierte Register. Dieser Monographie der WEANA TANZ als Teil 1 des 20. Bandes der Enzyklopädie CORPUS MUSICAE POPULARIS AUSTRIACAE folgt mit Teil 2 eine Sammlung von 130 „Wiener Tänzen“, nachspielbar in unterschiedlichen Besetzungen.

€ 114,-
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Thomas Hochradner, Wien 2008.

Das „Salzburger Volksliedwerk“ feiert 2008 sein 100-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass wird im 19. Band der Reihe Corpus Musicae Popularis Austriacae unter dem Titel „Lieder und Schnaderhüpfl um 1900“ nun das Sammelgut Salzburgs der Jahre 1908 bis 1938 dokumentiert. Die meist scherzhaft formulierten und strophenreichen Erzähllieder sind eine spezifische Eigenheit im salzburgischen Volksgesang. Die vielen Melodien zum Schnaderhüpfl-Singen belegen im Bereich der kleinen Form die Erfindungsgabe des einzelnen Sängers. Die besonders intensive Sammelarbeit in den Liedlandschaften Salzburgs wurde im Wesentlichen von den Sammlern und Forschern Otto Dengg, Otto Eberhard und Curt Rotter getragen. Eigene Kapitel sind ihrem Leben und Lebenswerk gewidmet. Im vorliegenden Band wir nicht nur die Volksliedsammlung in Salzburg dargestellt, sondern auch die wechselhafte Geschichte und kulturpolitische Rolle dokumentiert.

 € 78,-
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Klaus Petermayr, Wien 2006.

Der vierte oberösterreichische Band der Reihe „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ dokumentiert die älteste und wichtigste Volksmusiksammlung des Landes. Sie wurde 1819 vom Sekretär der „Gesellschaft der Musikfreunde in Wien“, Joseph Sonnleithner, angeregt und in ähnlicher Art in allen damaligen Kronländern durchgeführt. Im vorliegenden Band werden die Musikalien aus dem Hausruckviertel vollständig wiedergegeben und mit entsprechenden Kommentaren ergänzt. Eingeleitet von Studien zum regionalen Musikleben um 1800 spiegeln sie das geistliche und weltliche Liedgut sowie die Tanzformen des Landvolks und des Bürgertums dieser Zeit wieder.
Gestützt auf Forschungen und Publikationen aus bald zweihundert Jahren wurde das Material des Hausruckviertels gemäß seiner Singularität dargestellt. Die Beschreibung der vorgelegten Musikalien musste nicht nur den vokalen und instrumentalen Formen aus den dörflichen Musiktraditionen gerecht werden, sondern auch den Werken aus der bürgerlichen und kirchlichen Musikwelt, die in der Hausrucksammlung mit einem hohen Anteil vertreten ist. Zugleich bestätigt dieses Material aus dem Jahr 1819 das Kontinuum mancher Lied- und Tanzformen über den Wechsel der Zeiten und Generationen hinweg.

€ 67,-
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Heinz Ritter, Wien 2005

Basierend auf der umfangreichen volkskundlich-musikalischen Sammlung des Lutzmannsburger Lehrers Heinz Ritter wird mit diesem zweiteiligen Band das wechselvolle Bild von beharrenden und sich wandelnden Formen in Gesellschaft und Musik dargestellt.
Ehemals ein Teil des ungarisches Königreiches, später zugehörig dem neuen österreichischen Bundesland „Burgenland“, dann Teil des „Reichsgaues Niederdonau“ und schließlich wiederum zum Burgenland gehörend – dieser heute kaum mehr vorstellbare Wechsel politischer Strukturen und die damit verbundenen wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb von hundert Jahren haben in der Dorfkultur von Lutzmannsburg und Strebersdorf – und damit auch in der Musik – ihre Spuren hinterlassen.
Die Sammlung Heinz Ritter dokumentiert die „Gebrauchsmusik“, die hier das Musikleben prägte wie auch die musikalische „Urbansierung“ des Dorfes.
Dieses Werk kann als repräsentativ für die Gesamtheit des dörflichen Musizierens in ähnlich strukturierten Gemeinden Österreichs angesehen werden.

€  93,- pro Band
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Anton Hofer, Wien 2004.

Der 16. Band der Volksmusik in Österreich umfasst die Sprüche, Spiele und Lieder der Kinder, die in Niederösterreich vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gesammelt wurden. Die Fülle des vorliegenden Materials wird mehrheitlich von den traditionellen Formen bestimmt, deren Wortprägungen lokalen Mundarten entspringen. Beachtet wurden auch die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts in Umlauf gebrachten Sprüche, Spiele und Lieder, die durch Kindergarten, Volksschule und Kinderbücher in die Überlieferung eingedrungen sind bzw. aufgenommen wurden. Alle diese poetisch-musikalischen Kleinformen ergeben mit ihren historischen wie gegenwärtigen Merkmalen ein faszinierendes Bild von kindgemäßen „Gebrauchsformen“, deren traditionelle wie innovative Elemente im ständigen Austausch stehen und so bis heute beispielhafte und bemerkenswerte Varianten hervorbringen.

€ 93,-
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Walter Kraxner, Wien 2002.

Mit Beiträgen von Walter Deutsch, Werner Gruber und Eva Maria Hois. Unter Mitarbeit von Annemarie Gschwantler, Erna Maria Mack, Manfred Riedl und Günther Wurzer.
238 Hirtenlieder des Weihnachtsfestkreises bilden den Grundstock einer melodisch wie sprachlich herausragenden Sammlung aus den kulturell unterschiedlich geprägten Landschaften Kärntens. Die Entstehung der Lieder ist im wesentlichen dem 17. und 18. Jahrhundert und in wenigen Fällen der Zeit danach zuzuordnen. Die Einbindung dieser Lieder in die weihnachtlichen Hirten-, Krippen- und Dreikönigsspiele sowie ihre Verwendung als weihnachtliche „Arie“ oder „Pastorelle“ im paraliturgischen Singen des Kirchenvolks bewirkten eine lang andauernde Singtradition, deren bisher letzte große Zeit der Aneignung im gegenwärtigen Brauch des vorweihnachtlichen „Adventsingens“ liegt.

Der erste Teil des vorliegenden Bandes führt in die Geschichte und Gestaltungsart des weihnachtlichen Hirtenliedes ein und beschreibt die Besonderheiten der Melodien. Im zweiten Teil wird die Melodie- und Textsammlung vorgelegt, ergänzt von der Sammel- und Forschungsgeschichte dieser Liedgattung in Kärnten. Die entsprechenden Register und eine CD mit Klangproben aus der reichen Singkultur dieses Landes beschließen dieses außergewöhnliche Werk innerhalb der Enzyklopädie.

€ 93,-
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