Präsident des Österreichischen Volksliedwerks 1999-2003

Erhard Busek kam als geborener Wiener (5. März 1941) durch seine Arbeit in der Wiener Kommunalpolitik über die Grätzel Kultur zur Wiener Musik. Hier setzte er sich für eine lebendige und dialogorientierte Nachbarschaftskultur ein, in der Wiener Musik stets ein wesentlicher Bestandteil ist. Über das Wienerlied, den Weana Tanz und das Dudeln kam er somit mit dem Volksliedwerk in Berührung. Dieses beschäftigte ihn in Folge immer wieder auch in seiner Funktion als Wissenschaftsminister.

Unter seiner Amtsperiode als Minister wurde erstmals 1992 die Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks eingeführt. Diese Veranstaltungen dient bis heute der Begegnung von Praxis, Vermittlung und den Wissenschaften, die sich mit der Bedeutung dieses für Österreich wichtigen kulturellen Erbes befassen. Als er 1999, nach Ende seiner Amtszeit im Ministerium, die Präsidentschaft im Volksliedwerk übernahm, erfolgte unter seiner Führung eine interdisziplinäre und interkulturelle Ausrichtung des Volksliedwerks. Ihm lag daran, über Volkskultur und ihr Umfeld vernünftig und frei zu informieren und zu diskutieren. Studierende und Personen aus Wissenschaft und Musikpraxis aus dem ehemaligen Osten brachten einen Blick weit über den Tellerrand in die Arbeit des österreichischen Volksliedwerks ein.

1999 zog das Österreichische Volksliedwerk mit Hilfe von Erhard Busek an seinen heutigen prominenten Standort in der Operngasse, gleich neben der Staatsoper. Ein Zeichen, dass Hoch- und Volkskultur sich gegenseitig bedingen und eine gleichwertige Stellung in einer vielseitigen Kulturlandschaft einnehmen. Die Adresse ist Ort von Veranstaltungen und des Austauschs und Treffpunkt an der Sache interessierter Menschen geworden. Es erfolgte die 10-teilige CD Produktion Musik der Regionen. Dabei wurden in zehn ausgewählten Regionen in ganz Österreich singende und musizierende Menschen in ihrer gewohnten Umgebung und ihrem musikalischen Umfeld aufgenommen. Heute, über 20 Jahre später, sind es unschätzbare Quellen kulturellen Erbes. Unter seiner Amtszeit erfolgte der Startschuss des Schulprojekts „Mit allen Sinnen“, das bis heute zu den wesentlichen Säulen der Vermittlungsarbeit in den Volksliedwerken zählt.

„Denn wer um die Unverwechselbarkeit, Einzigartigkeit, Besonderheit der eigenen Heimat weiß, wird nicht nur mehr für sie sorgen, er wird auch die Heimat, die Besonderheiten der anderen Traditionen mehr achten und nicht neurotisch auf Fremdes reagieren, sondern neugieriger und höflicher. Er hat einen Sinn für die Klänge der Heimat anderer Menschen, denn sie, die eigentlichen Heimatlosen der Gegenwart, müssen mitgedacht werden, wenn das Wort Heimat verwendet wird. Im Mittelpunkt des Heimatbegriffs steht daher der Diskurs, der als buntes Mosaik bestehend aus Traditionen, aus Bindung, aus Emanzipation, aus gegenwärtigen Aneignungen und Auseinandersetzungen Antwort gibt auf die Frage, wer bin ich und wohin gehöre ich?“ (Zitat Erhard Busek in Chronik der Volkskunde in: Hg. Verein für Volkskunde, Österr. Zeitschrift für Volkskunde [1994, Heft 2], S 151.)

Viele seiner Initiativen und Projekte sind bis heute wesentlicher Bestandteil in den Aufgaben des Verbunds der Österreichischen Volksliedwerks. Es zeigt, dass Erhard Busek seinen Blickwinkel stets pointiert, aber weltoffen in die Zukunft richtete und dennoch Aktionen setzte, die bis heute den Nerv der Zeit treffen. Bis zu seinem letzten Tag am 13. März 2022 hat er mit Worten zum aktuellen Zeitgeschehen nicht gespart.

Quelle: Maria Walcher, Generalsekreterärin des Österreichischen Volksliedwerks (1989-2003)

mehr Infos zur Person: https://orf.at/stories/3253246/

Pressefoto

Foto: ehemaliger Präsident Erhard Busek bei der Sommerakademie 2000 in Kittsee, Foto Archiv des Österreichischen Volksliedwerks, Ferdinand Altmann

aus dem Volksliedarchiv.

Lassen wir doch alle kriegsverherrlichenden zackigen Marschlieder beiseite, die vorwiegend an Männer gerichtet sind „freiwillig“ aus Liebe zu Heimat und Vaterland in den Krieg zu ziehen. Dann finden wir unter den Archivmaterialien noch unzählige Lieder, die traurig Abschiede von Heimat, Eltern, Kindern, Freunden, Frau, Geliebter besingen. Noch schmerzlicher sind jene, die vom Tod, Verlust und ausweglosen Situationen erzählen.

Auffällig ist, dass erstere Kriegslieder Männer ansprechen und Propagandazwecken dienen. Hingegen zweit genannte Gattung sind jene Lieder, die das Zeitgeschehen aus der Perspektive der Bevölkerung reflektieren, dieses kritisch betrachten, vom Leid berichten, den Krieg beklagen und den Frieden heraufbeschwören. Hier sind es vor allem weibliche Perspektiven, die die Liedgeschichten einnehmen.

Doch solange Frauen an Regierungsspitzen, in internationalen Gremien und an Verhandlungstischen dieser Welt so gut wie fehlen, wird wohl weiterhin mit männlichen Methoden und Waffen gekämpft werden – oder hat irgendwer zum aktuellen Zeitgeschehen Frauen an den Tischen, Telefonen oder in den Medien gehört oder gesehen? Es wird also Zeit die Stimmen zu erheben!  

Literaturliste aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerk

Trefferliste

Dieser Link enthält eine Liste mit thematischer Auswahl an wissenschaftlicher Literatur, Noten, Liedern, Handschriften, Tondokumenten und Fotos aus dem Bestand des Archivs des Österreichischen Volksliedwerkes.
Es finden sich darunter kulturgeschichtliche Auseinandersetzungen mit Kriegen und Konflikten in den letzten Jahrhunderten, Soldatenliedersammlungen, Lieder von Friedens- und Protestbewegungen, Schulprojekte zum Thema „Vereintes Europa“, und vieles mehr.
Sie sind eingeladen, anhand der Treffer in unserem Katalog weiterzurecherchieren und ausgewählte Medien in unserem Lesesaal zu lesen und anzuhören.


Playlist

Hier ein paar musikalische Beispiele passend zum aktuellen Geschehen quer durch alle Zeiten und Genres – gerne sammeln wir mehr dazu!

Bildtext: Dorli Draxler (Red.): Spontan – lebendig – traditionsbewußt 1991. Liederheft zur Jugendsingwoche Großrußbach, Niederösterreichischen und Steirischen Musikantenwoche. Graz 1991.

23. Internationales Akkordeon Festival 2022.

Im Rahmen des Internationalen Akkordeon Festivals 19.2.-20.3.2022 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien jährlich Workshops rund um Akkordeon und Harmonika. Jeweils einen halben Tag lang stellen sich renommierte MusikerInnen zur Verfügung, um den TeilnehmerInnen ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher zu bringen. Dabei soll das eigene Können der TeilnehmerInnen erweitert werden. Während des Akkordeonfestivals können Karten im Österreichischen Volksliedwerk für die Konzerte erworben werden.

Das Internationale Akkordeonfestival findet bereits zum 23. Mal statt. Der SCHWERPUNKT ÖSTERREICH des Festivals bleibt so selbstverständlich wie notwendig, fallen doch internationale Künstler_innen derzeit beinahe zwingend weg. Der Reichtum der hiesigen Musiklandschaft war dabei schon immer ein wesentlicher, stets spannender und in sich vielfältiger Bestandteil des Programmes. 

Programm des Festivals: Akkordeon Festival


Sa., 26. Februar 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

FRANZISKA HATZ (Großmütterchen & Klok)
Akkordeon für WiedereinsteigerInnen am Pianotastenakkordeon

Sie haben als Kind Akkordeon gelernt und jetzt steht das Instrument unbeaufsichtigt im Abstellraum? Sie denken daran, es zu entstauben und auszuprobieren? Dann sind sie hier richtig! Ein Workshop für Menschen, die irgendwann kurz Akkordeon-Unterricht hatten, oder ein wenig gespielt haben (Sie finden das C links und rechts und können Dur und Moll Akkorde auf der Bassseite spielen … ). Zum Wiedereinsteigen ohne Angst vor Fehlern!

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at


Sa., 5. März 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

ALEXANDER CHRISTOF (Granada, Desustu, Chilli da Mur)
Pop-Akkordeon

Pop am Akkordeon? Sowieso! Mit Alexander Christof (Granada, Desustu …) erarbeiten die Teilnehmer_innen verschiedene Songs, spielen mit verschiedenen Begleitschemata und Skalen, und entwickeln eigene Arrangements. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, die Lust haben, neue Seiten des Akkordeons zu entdecken und in die Welt der Popmusik einzutauchen.

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at

Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at


Sa., 12. März 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

INGRID EDER (AT)
Akkordieren und Musizieren

Melodien- und Phrasengestaltung, Akzentuierung als auch die Balgführung stehen in diesem Workshop mit Ingrid Eder (attensam quartett, quinteto tango la boca, Otto Lechner und die Wiener Ziehharmoniker) im Fokus. Gemeinsam werden wir uns an den Möglichkeiten am Akkordeon ausprobieren und kleine Stücke unter diesen Themen bearbeiten. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, ganz gleich ob Tasten- oder Knopfakkordeon. 

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at

Das Österreichische Volksliedwerk den ganzen Tag im Mittelpunkt des Programms von radio klassik Stephansdom zum Nachhören.

Zu Wort kommen Norbert Hauer, „ein Singender Mensch“ wie er sagt, Evelyn Fink und Lenea Simeoni von Messis Cellogruppe aus dem Bregenzer Wald und weit darüber hinaus, unser Kollege Michael Gmasz von den Tanzgeigern, die soeben ihre vierte CD veröffentlicht haben, Erna Ströbitzer und Theresa Aigner von den Divinerinnen plaudern über das Musizieren aus und den Umgang mit Quellen.

Herbert Zotti vom Wiener Volksliedwerk, Eva Maria Hois vom Steirischen Volksliedwerk, Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks Irene Egger, Benedikt Lodes von der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, Volkstanzforscherin Else Schmidt und Ardian Ahmedaja, der sich mit der österreichischen Volksmusik im ethnomusikologischen Forschungsfeld beschäftigt.

Nachzuhören unter: https://radioklassik.at/volksliedwerk/

Anita Frühwirth, Vorsitzende des Vorarlberger Volksliedwerks.

LH Wallner ehrte elf verdiente Persönlichkeiten mit Auszeichnungen

Feierstunde am Nationalfeiertag mit zehn Landes- und einer Bundesauszeichnung. Die schöne Tradition, am Nationalfeiertag besonders verdiente Vorarlberger Mitbürgerinnen und Mitbürger für deren vorbildlichen Einsatz um die Gesellschaft zu würdigen, fand nach einjähriger pandemiebedingter Unterbrechung am 26. Oktober 2021 endlich ihre Fortsetzung. Zehn Landes- und eine Bundesauszeichnung verlieh Landeshauptmann Markus Wallner beim Festakt im Montfortsaal des Landhauses.


Den zur Tradition gewordenen Festakt am Nationalfeiertag nannte er einen „würdigen Rahmen, um all jenen Menschen zu danken, die sich in einer ganz besonderen Weise für wichtige gesellschaftliche Belange und die Entwicklung des Landes insgesamt einsetzen bzw. eingesetzt haben“. Mit der Ehrung zolle das Land allen Ausgezeichneten „Dank, Respekt und Anerkennung für deren vorbildhaftes Engagement in unterschiedlichen Bereichen“, würdigte der Landeshauptmann die „großartigen Leistungen der Geehrten“.


Große Verdienstzeichen des Landes gehen an Anita Frühwirth aus Dornbirn, Katharina (Kitty) Hertnagel aus Sulzberg, Franz Abbrederis aus Rankweil, Monsignore Rudolf Bischof, bis 2019 Generalvikar der Diözese Feldkirch und langjähriger Feldkircher Dompfarrer, und Franz Rauch aus Schlins überreichte Landeshauptmann Markus Wallner jeweils Große Verdienstzeichen des Landes.

Anita Frühwirth

Das Herz der Dornbirnerin Anita Frühwirth schlägt seit jeher für die Volksmusik. Die Liebe zur Musik wurde ihr vom Elternhaus mitgegeben. Bereits mit neun Jahren begann sie mit dem Zither spielen. Wurde vorerst vor allem im Familienkreis musiziert, gründete sie 1998 ihre eigene Stubenmusik, die bis heute besteht. Die intensive Beschäftigung mit der Volksmusik brachte es mit sich, dass Anita Frühwirth 2003 den Vorsitz des Vorarlberger Volksliedwerks übernahm und sich damit sich für den Erhalt und die Erlebbarkeit der musikalischen Volkskultur in Vorarlberg engagiert. Mit vielen anderen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern organisiert sie Seminare, Sänger- und Musikantenstammtische, Volksmusikabende, Offene Singen und vieles mehr. Vor allem aber die Arbeit mit den Jugendlichen stellt einen wichtigen Mittelpunkt ihrer Tätigkeit dar, so kuratierte sie heuer bereits zum siebten Mal das Podium „Junge Volksmusik“ beim Heimatherbst im ORF. Besonders wichtig sind Anita Frühwirth weiters der Erhalt der heimischen Lieder und der regionalen Volksmusik – nicht zu verwechseln mit der Volkstümlichen Musik. Seit 2003 ist sie auch im Österreichischen VolksLiedwerk tätig, dessen Präsident Josef Pühringer, LH aD, ihre Mitarbeit als Schriftführerin bzw. Stellvertreterin sehr schätzt.


Neben der Musik zeichnet Anita Frühwirth auch ihr großes Organisationstalent aus. Vier Mal jährlich erscheint die “Maultrommel”, das Mitteilungsheft des Volksliedwerks. Weiters kümmert sie sich um die Aufarbeitung und den Erhalt von alten Noten, verlegt Bücher für Kinder und veranlasst die Veröffentlichung neuer Tonträger. Im Herbst 2019 konnte das Vorarlberger Volksliedwerk sein 45-jähriges Jubiläum feiern. Seit 1974 leistet der vom Land geförderte Verein Vorarlberger Volksliedwerk mit der Pflege des heimischen Liedgutes und der umfassenden Förderung des regionalen Musikschaffens einen substanziell wichtigen Beitrag zum Kulturgeschehen im Land. Das Aktionsfeld der vornehmlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins reicht vom Vorarlberger Volksliedarchiv – als Teil des Landesarchivs – bis zum Sänger- und Musikantenfreundlichen Wirtshaus. Das Vorarlberger Volksliedwerk bewahrt nicht nur Volkskultur, sondern ist auch offen für Neues und interpretiert das überlieferte Liedgut auf zeitgemäße Art.
Seit 2003 betreut und koordiniert Anita Frühwirth auch die Schulprojekte des Bildungsministeriums “Mit allen Sinnen”. Für dieses Singprojekt konnte sogar Hubert von Goisern begeistert werden. Beim Schulprojekt „Stimmbogen“ arbeitet sie mit den Wiener Sängerknaben zusammen. Weit über die Grenzen hinaus bekannt und sehr beliebt ist der Lecher Volksmusiktag, den Anita Frühwirth gemeinsam mit Herta Strolz vor 14 Jahren ins Leben gerufen hat. Der Verein fördert mit dieser Veranstaltung ein grenzübergreifendes kulturelles Leben in Vorarlberg und liefert immer wieder wertvolle Impulse. Kinder und Erwachsene in den verschiedensten Trachten, kleine und große Tänzerinnen und Tänzer, Musikantinnen und Musikanten sowie Sängerinnen und Sänger aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol verwandeln die Gemeinde Lech in eine Hochburg der Volksmusik.

Quelle: Vorarlberger Volksliedwerk

Bild: Presse Land Vorarlberg

Gemeinsam durch den Sommer singen, das ist in vielen Bundesländern möglich. Diese Liste gibt einen Überblick und lädt Sie herzlich zum Mitmachen ein.


Burgenland

Wirtshaussingen mit der Dorfmuseum-Musi
15.04.2026 | 18:30 Uhr | Dorfmuseum Mönchhof
10.06.2026 | 18:30 Uhr | Dorfmuseum Mönchhof
26.07.2026 | 18:30 Uhr | Dorfmuseum Mönchhof („Köllasinga“)
16.09.2026 | 18:30 Uhr | Dorfmuseum Mönchhof
04.11.2026 | 18:30 Uhr | Dorfmuseum Mönchhof

Info zu den Terminen auf der Veranstaltungssite des Burgenländischen Volksliedwerkes


Niederösterreich

Die Sommersingreihe Singen mit Aussicht der Volkskultur Niederösterreich geht in ihre bereits siebte Saison.

31.05.2026 | 14:30 Uhr | Reinsberg Dorfplatz, bei Schlechtwetter Musium Reinsberg
17.06.2026 | 16:00 Uhr | Traiskirchen, Urbanuskapelle auf der Mandelhöhe
20.06.2026 | 18:00 Uhr | Deutsch Brodersdorf an der Leitha, Radbrücke
26.06.2026 | 18:00 Uhr | Steinakirchen, Mostviertler Baumkreis
28.06.2026 | 15:00 Uhr | Breitenau am Steinfeld, Park in Breitenau
05.07.2026 |16:30 Uhr | Weinbrug,Luberger Mostkeller
07.07.2026 | 19:30 Uhr | Retz, Windmühle
12.07.2026 | 11:00 Uhr | Laa an der Thaya, Kirchenplatz 18
12.08.2026 | 18:30 Uhr | Zwentendorf, Hauptplatz
15.08.2026 | 13.30 Uhr | Reinsberg, Almwanderung
23.08.2026 | 18:30 Uhr | Lunz am See, Seebühne
04.09.2026 | 17:00 Uhr | Wimpassing im Schwarzatal, Pfarrgarten – Josef Klementh-Platz 1
04.09.2026 | 18:30 Uhr | Unterwölbling 51 – Die Gaumenfreude Martina & Thomas Müllner
05.09.2026 | 14:00 Uhr | Mailberg, Wollerkeller
05.09.2026 | 15:00 Uhr | Gastern, Pfarrgarten – St. Martinsplatz 1
Details: Link


Oberösterreich

Singstunden 2026 mit dem OÖ Volksliedwerk – jeden ersten Mittwoch im Monat um 15:00 Uhr
Ort: U-Hof im OÖ Kulturquartier, Landstraße 31, 4020 Linz
01. April | Gewölbesaal
06. Mai | Konferenzsaal
03. Juni | Gewölbesaal
01. Juli | OK Deck
05. August | Gewölbesaal
02. September | Gewölbesaal
07. Oktober | Gewölbesaal
04. November | Gewölbesaal
02. Dezember | Gewölbesaal
Info und Kontakt: OÖ Volksliedwerk

31.05.2026 | Offenes Singen im Sumerauerhof St. Florian | 14:00 Uhr | Link

Singen mit Aussicht in Oberösterreich
17.05.2026 | 18:30 Uhr | Grünau, Gasthof Wieselmühler
21.06.2026 | Uhrzeit folgt | Hollerberg
26.06.2026 | 18:30 Uhr | Grein, Kalvarienberg
27.06.2026 | 14:00 Uhr | Bad Hall
05.07.2026 | 14:00 Uhr | Museumshalbinsel, Alte Fabrik Steyrermühl
12.07.2026 | Uhrzeit folgt | Au an der Donau, Kulturbühne
23.08.2026 | 16:00 Uhr | Schönau im Mühlkreis, Burgruine Prandegg
Info und Kontakt Chorverband Oberösterreich


Salzburg

Sing mit – Offenes Singen
02.04.2026 | 18:00 Uhr | Kulturhaus Altenmarkt
08.04.2026 | 14:00 Uhr | Bewohnerservice Aigen/Parsch
08.04.2026 | 16:00 Uhr | Salzburg-Itzling, Klubraum der Volkshilfe
09.04.2026 | 16:00 Uhr | Kulturhaus Altenmarkt
09.04.2026 | 19:00 Uhr | Berndorf, Gasthaus Neuwirt
13.04.2026 | 15:30 Uhr | Pfarrsaal der Kath. Pfarrgemeinde Elixhausen, Flachgauer Familiensingstunde
13.04.2026 | 16:00 Uhr | Kulturhaus Altenmarkt, Offenes Sinegn für Kinder
13.04.2026 | 19:00 Uhr | Puch, Haus der Musik
15.04.2026 | 16:00 Uhr | Salzburg-Itzling, Klubraum der Volkshilfe
16.04.2026 | 16:00 Uhr | Kulturhaus Altenmarkt

viele weitere Termine, Details zu Singstundenleiter*innen, Adressen auf der Website des Salzburger Volksliedwerks: Link


Steiermark

jeden Dienstag, ab 19:30 Uhr | Singen im Prälatenhaus, Kirchberg in Straßenegl
Details zu Beginnzeiten und Anmeldung und genauen Orten finden Sie hier.

Offenes Singen
08.04.2026 | 19:00 Uhr | Gemeinsames Singen rund um Eggersdorf, wechselnde Lokalität
10.04.2026 | 19:00 Uhr | Ligist, Gasthof Eckwirt
01.05.2026 | 19:00 Uhr | St. Veit an der Gölsen, Gasthof Eckwirt
08.05.2026 | 19:00 Uhr | Ligist, Gasthof Eckwirt
13.05.2026 | 19:00 Uhr | Gemeinsames Singen rund um Eggersdorf, wechselnde Lokalität


Vorarlberg

Singen und Musizieren 2026
12. April, 03. Mai, 07. Juni | 15:00-18:00 Uhr | Sozialzentrum Braz
06. September, 04. Oktober, 08. November | Ort in Braz und Zeit folgen
29. November | 17:00-18 Uhr | Adventsingen in der Pfarrkirche Braz
Details: Events auf der Website des Vorarlberger Volksliedwerks


Wien

Singen im Herbst

Mit Herbert Zotti und Katharina Pecher / Else Schmidt / Christine Enzenhofer

Das Wiener Volksliedwerk hat mit seinem „Offenen Singen“ im Rhythmus der Jahreszeiten einen Trend entfacht. Menschen aller Generationen und unabhängig von Stand und Begabung treffen sich am idyllischen Stadtrand von Wien, um unter der Leitung von Herbert Zotti und seiner musikalischen Begleitung unbefangen zu singen: Wienerlieder, Volkslieder, Schlager, Operettenmelodien…

Eintritt: € 2,– / Eintritt frei für Mitglieder wvlw | Einlass: 17.00 Uhr | Reservierung unter office@wvlw.at ; 01 416 23 66

Termine
Do, 03.09.2026, 18:00 Uhr
Mi, 09.09.2026, 18:00 Uhr
Fr, 18.09.2026, 18:00 Uhr
Do, 24.09.2026, 18:00 Uhr

Liebhartstaler Bockkeller
Gallitzinstraße 1
1160 Wien

Email: office@wvlw.at
Web: https://www.wienervolksliedwerk.at

Erreichbarkeit: U3 Ottakring (+ Bus 45A oder 46B bis „Ottakringer Friedhof“) oder Straßenbahn 44 (Maroltingergasse)
Karteninfo-Tel. (01) 416 23 66

Email: office@wvlw.at
Web: https://www.wienervolksliedwerk.at

Veranstaltungshinweis auf der Website des Wiener Volksliedwerks


Angaben zu, Datum, Zeit und Ort sind den jeweiligen Websites entnommen, Änderungen vorbehalten!

geht an Dr. Sepp Gmasz.

Vorsitzender des Burgenländischen, Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission und ehemaliger Präsident des Österreichischen Volksliedwerks Dr. Sepp Gmasz wurde 19.10.2022 mit dem Kulturpreis des Landes in der Sparte Volkskultur ausgezeichnet. Der Preis wurde von Landesrat Leopold Schneemann und Kultur-Abteilungsvorständin Mag. Claudia Priber überreicht. Die Feier fand im Kulturzentrum Mattersburg statt. Im künstlerisch hochwertigen Rahmenprogramm wirkte die Gruppe Idemo mit, die mit ihren modernen Volksliedbearbeitungen die Ehrengästen überraschte. Die anderen mit dem Würdigungspreis Ausgezeichneten sind Stefan Kocsis (Musik), Ulrike Truger (Bildende Kunst), Karin Ivancsics (Literatur) und Ferry Janoska (Darstellende Kunst).

1954 – 2021

Roswitha Meikl, geboren 1954 in Grödig wuchs seit frühester Jugend in die Salzburger Volkskulturszene. Sie sang bald schon beim Salzburger Volksliedchor und machte nebenbei gemeinsam mit Philipp Meikl und Franz Rinder als „Pongauer Okarinamusi“, „Junge Pongauer“ und „Pongauer Dreigesang“ von sich reden. Okarina und Schwegel blieben ihre bevorzugten Instrumente, geschwegelt hat sie auch auf der Bühne des Salzburger Adventsingens. Auch in ihrer Berufsausbildung suchte sie stets die Musik – nach der Matura am musischen Zweig des BORG Nonntal verband sie ihre Volksschullehrerausbildung mit Nebenstudien in Chorgesang und Klavier an der Universität Mozarteum.

Seit den 1980er-Jahren widmete sich Roswitha verstärkt der musikalischen Früherziehung, dem Singen und Musizieren mit Kindern und vor allem der dahingehenden Ausbildung von LehrerInnen und KindergärtnerInnen. Zahlreiche Initiativen, Veranstaltungen, Lehrbehelfe und Liederbücher – das damals bekannteste davon die Sammlung „Bigga Bogga Besenstiel“ – gingen von ihr und ihrem damaligen Mann Philipp aus. 1997 schließlich wurde sie über Antrag des damaligen Vorsitzenden Harald Dengg in den Vorstand des Salzburger Volksliedwerkes kooptiert. In dieser Zeit oblag ihr unter anderem die Organisation der groß angelegten österreichweiten Arbeitstagung „Mit allen Sinnen“ im Mai 1998 in Salzburg, in deren Rahmen die gleichnamigen Schulprojekte präsentiert und analysiert wurden und neue Impulse, sowie breite Resonanz in der Öffentlichkeit erhielten.

Im Jahr 2000 wurde sie zur Schriftführerin des Salzburger Volksliedwerkes gewählt und trat erstmals nicht nur als Lieder- und Jodlervermittlerin, sondern – bei der Feldforschung Lammertal 2001, in der die dortige musikalische Volkskultur untersucht wurde – auch als Feldforscherin in Erscheinung. Damit geht einher, dass sie über ihre vielfältigen Vermittlungsprojekte hinaus verstärkt Kontakt zur österreichischen Volksmusikforschung suchte, namentlich zu Gerlinde Haid und Rudi Pietsch vom Institut für Volksmusikforschung an der Musikuniversität Wien, mit denen sie über Jahrzehnte hinweg in stetem Austausch stand.

2005 schließlich schlug Harald Dengg sie als seine Nachfolgerin vor und sie wurde von der Generalversammlung zur Vorsitzenden des Salzburger VolksLiedWerkes gewählt – wobei erstmals in der Geschichte der volkskulturellen Landesverbände eine Frau an der Spitze eines Landesverbandes stand. In groß angelegten Arbeitstreffen, zu denen Interessenten und langjährige engagierte Volksliedwerk-Mitglieder gleichermaßen geladen waren, suchte sie zunächst die Richtung für die kommenden Jahre auszuloten, einen Konsens zwischen Forschungs- und Vermittlungsprojekten zu finden und Synergieeffekte auszunutzen. Erstes gelungenes Ergebnis dieser Arbeit als Vorsitzende war das Tobi-Reiser-Symposion 2007, dem u.a. ein „Hiatabuam“-Treffen und Zeitzeugeninterviews vorausgegangen waren, aber auch die Veranstaltungen im Umfeld der Feierlichkeiten „100 Jahre Salzburger Volksliedwerk“ im Jahr 2008, die leise mit „Klingenden Kostbarkeiten aus den Bundesländern“ begannen und im Kongress „Jodeln und Singen“ auf der Festung Hohensalzburg einen klangvollen Höhepunkt erreichten. Parallel dazu brachte sie die heute immer noch erklingende „Salzburger Straßenmusik“ auf den Weg, die prompt mit dem Salzburger Volkskulturpreis ausgezeichnet wurde.

Eines ihrer Hauptanliegen blieb jedoch weiterhin die Vermittlung von Volkslied und Volksmusik an den Schulen – im Rahmen der österreichweiten „Mit allen Sinnen“-Projekte war sie verantwortlich für die Salzburger Schulen und konnte mit diesem gemeinsam viele Tonträger- und Liederbuchprojekte umsetzen, von denen noch heute etwa Liederbuch und CD „Bin a  kloans Schlankale“ (2007), das Lungauer Liederbuch und die CD „Sing mar oans“ (2014–2016) oder das „Loigamer Liederbuch“ (2017) Zeugnis ablegen.

Neben zahlreichen weiteren Vermittlungsprojekten, Veranstaltungen und Fortbildungen (Voixtronik, Fit für Kathrein u.v.m.) hatte sie immer auch im Blick, dass der Arbeitsauftrag des Volksliedwerkes über reine Vermittlungstätigkeit hinausgehen und gleichwertig auch Sammlung und wissenschaftliche Dokumentation beinhalten muss. So war einer ihrer ersten Schritte im Jahr 2005, die bis dato ehrenamtlich abgewickelte „Archivleitung“ des Salzburger Volksliedwerkes in ein Angestelltenverhältnis zu überführen, was wesentlich zur notwendigen Vernetzung mit den anderen österreichischen Volksliedarchiven und zur Professionalisierung der Arbeit beitrug. Bei allen wissenschaftlichen Projekten war sie stets kritische Begleiterin, mahnte auch aus der Sicht der Praktikerin pädagogisch-didaktische Seiten von Symposien und wissenschaftlichen Publikationen ein.

Mit diesen zahlreihen Projekten und Aktivitäten wirkte sie weit über die Salzburger Landesgrenze hinaus. Als Vorstandsmitglied im Österreichischen Volksliedwerk war sie Ideen- und Ratgeberin für österreichweite Aktivitäten. Sie setzte Impulse für das österreichweite Schulprojekt „Komm, wir singen!“ unter der Schrimherrschaft von Hubert von Goisern. Sie war als Lied- und Jodlervermittlerinnen für viele eine Lehrmeisterin und erwirkte faire Abwicklungen von Tarifordnungen mit der AKM sowohl für Musikerinnen als auch Musikveranstalter.

Am 29. Juli ist Roswitha Meikl nach längerer Krankheit von uns gegangen. Doch wir werden uns Deine Kraft zum Vorbild nehmen, Deine Aktivitäten weiterführen und Deine Stimme wird so in uns weiterklingen.

Quelle: Wolfgang Dreier-Andres Salzburger Volksliedwerk