Schauraum ab Anfang September.

Wien ist seit jeher Ausgangs- und Anziehungspunkt für Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt. Im Gepäck haben sie nicht nur ihre Instrumente, sondern auch spezifische Spielweisen und Melodien. In Wien werden diese musikalischen Gepäckstücke ausgepackt, getauscht, vermischt und unter Umständen auch für Reisen neu gepackt. So wird die regionale Musikgeschichte stetig neu geschrieben. Sie ist also nicht einfach da und auch nicht vorgegeben, sondern im stetigen Dialog mit Entwicklungen in der Welt und jenen Personen, die kommen und gehen (vgl. Konrad Köstlin. 2007. JbÖVLW Bd. 56). Dieses Herbstprogramm ist eine Antwort auf den call vom Herbst 2020, der Kunst- und Kulturschaffende aufrief, sich am Treffpunkt Operngasse mit Formaten zu präsentieren. Zudem können Sie zu unseren Öffnungszeiten im Schauraum Noten, CDs und Lieder erwerben sowie Recherchen im Archiv des Volksliedwerks durchführen.    


ViolinCocoon Vienna

Handgefertigte Hüllen für Streichinstrumente und Bögen

Der ViolinCocoon wurde von der Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen entworfen, um Ihr Streichinstrument innerhalb des Kastens effektiv vor äußeren Einwirkungen zu schützen. Er reguliert Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit, federt thermische Schocks ab und ummantelt als textile Faltkonstruktion sanft die empfindlichen Oberflächen der Geige. Er wird von Hand gefertigt und besteht aus hochwertigsten Materialen. Nachhaltige und faire Bedingen bei der Produktion in Österreich sind für uns eine Selbstverständlichkeit.

ViolinCocoons werden in vielen verschiedenen Dessins und Materialien angeboten. Jedes Modell garantiert die idealen thermischen Verhältnisse garantieren. Kühlend und luftfeuchtigkeitsregulierend ist das Sommermodell aus zwei Schichten reiner Seide. Das Wintermodell hat eine wärmende Außenschicht aus Wollstoff und ist mit reiner Seide gefüttert. Das Modell Fashion vereint die Vorzüge der Faltkonstruktion mit moderner Ästhetik, das Modell Lotus Deluxe wird aus seltenen Brokaten und Seiden gefertigt. Die Vintage-Linie wird teilweise oder ganz aus Vintage-Stoffen hergestellt. Wir von ViolinCocoon Vienna sind fasziniert von der weltweiten Vielfalt lokaler Textilien. Japanische Stoffe stellen wir den österreichischen Stoffen gegenüber, die für die Herstellung des traditionellen Trachtengewands der Frauen, des Dirndls, verwendet werden. Die Geige, die in vielen verschiedenen Kulturräumen gespielt und geliebt wird, bekommt somit das Festtagsgewand verschiedener Länder auf den Leib geschneidert. Für das Österreichische Volksliedwerk wurde exklusiv eine Reihe von Dirndl-Cocoons entworfen und produziert

ViolinCocoon® produziert in Wien nachhaltig und fair in einem sozialökonomischen Betrieb in der Seestadt. Die Kollektion ist erhältlich bei Baerbel Bellinghausen Violins, Viktorgasse 22/18, 1040  Wien, in ausgesuchten Geigenbauwerkstätten in Europa sowie dem webshop www.violincocoon.com/en/shop und im Österreichischen Volksliedwerk.


Mit freundlicher Unterstützung durch:

geht an Dr. Sepp Gmasz.

Vorsitzender des Burgenländischen, Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission und ehemaliger Präsident des Österreichischen Volksliedwerks Dr. Sepp Gmasz wurde 19.10.2022 mit dem Kulturpreis des Landes in der Sparte Volkskultur ausgezeichnet. Der Preis wurde von Landesrat Leopold Schneemann und Kultur-Abteilungsvorständin Mag. Claudia Priber überreicht. Die Feier fand im Kulturzentrum Mattersburg statt. Im künstlerisch hochwertigen Rahmenprogramm wirkte die Gruppe Idemo mit, die mit ihren modernen Volksliedbearbeitungen die Ehrengästen überraschte. Die anderen mit dem Würdigungspreis Ausgezeichneten sind Stefan Kocsis (Musik), Ulrike Truger (Bildende Kunst), Karin Ivancsics (Literatur) und Ferry Janoska (Darstellende Kunst).

Aus dem Inhalt:

Artikel im Rahmen der Sommerakademie 2020 „Volkskultur als Dialog. Migrationen und Ortswechsel, Kultur als Gepäck“

  • Irene Egger: Zum Sujet und Programm der Sommerakademie 2020
  • Konrad Köstlin: Volkskultur als Dialog: Migrationen und Ortswechsel, Kultur als Gepäck
  • Katharina Pecher-Havers: Devise Zither: Kulturelles Kapital als Fremdwährung

Artikel im Rahmen des Projekts „Die Rolle der Volksliedwerke in Österreich“

  • Sonja Ortner: Zur Geschichte des Tiroler Volksliedarchivs – Ein historischer Abriss anhand der Korrespondenz. Teil 2: Vom Anschluss bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – Die Zeit des Nationalsozialismus (1938-1945)
  • Irene Egger: Hans Gielge zum 50. Todesjahr (9. Juni 1901 – 16. Jänner 1970). Eine regionale Spurensuche durch das 20. Jahrhundert

Beiträge aus Forschung und Praxis

  • Thomas Hochradner: Volksmusik und Schule – Zur Geschichte einer Idee. Eine Zeitreise bis in die 1920er Jahre (mit Beispielen aus Salzburg)
  • Walter Meixner: Der Volksmusik-Wettbewerb des Landes Tirol im Jahr 1950
  • Paolo Vinati: „Moia, Moia Pfeife“ – Instrumente aus Baumrinde in Südtirol
  • Simon Wascher: Beispiele für „Stream-Segregation“ in dreischlägigen Tanzmelodien des 18. und frühen 19. Jahrhunderts aus Archiven in Österreich

Im Kapitel Personalia nehmen wir Abschied von einigen wichtigen Vertretern der heimischen Musikszene, wie Rudi Pietsch, Herbert Krienzer, Max Rosenzopf, Herbert Schönfeldinger Franz Födermayr und Brunno Nettl. Diesem Teil folgen die Berichte der Volksliedwerke in den Bundesländern und verwandter Institutionen. Insgesamt geben 19 Einrichtungen aus ganz Österreich einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten zur Forschungs- und praktischen Vermittlungsarbeit in musikethnologischen und volksmusikalischen Kontexten und deren Ausbildungsschwerpunkte. Der abschließende Rezensionsteil bietet Einblick in interessante Neuerscheinungen.

Das Jahrbuch erscheint im Verlag Bibliothek der Provinz, ISBN: 978-3-99126-028-8
Kosten: € 33.-
Bestellungen: office(at)volksliedwerk.at

mehr zum Jahrbuch, Paketpreise und Abos

eine Workshopreihe des Vereins zeitenTANZ und des Österreichischen Volksliedwerks.

Fr., 25. Februar 2022.
18.00 – 20.00 Uhr.

Weitere Termine/Themen:


25.2.2022 I Simon Wascher und Pia Brocza: 1800 bis 1850 Ecossaise Galopp Ländler und Walzer Gesellschaftstanz im Ballsaal – Volkstanz am Tanzboden
4.3.2022 I Else Schmidt und Pia Brocza: Mitte 18. Jahrhundert bis 1800 Vierpaar-Tänze Quadrillen mit ersten Walzerfiguren, wechselseitige Beeinflussung zwischen höfischem Tanz und Volkstanz

10.9.2021 I Pia Brocza: Ende 16. Jahrhunderts. Schwerpunkt italienische und französische Tanzquellen mit Reigen- und Paar-Tänzen wie Branle, Pavane und Gaillard wie Branle, Pavane und Gaillard
15.10.2021 I Pia Brocza: Mitte 17. bis Mitte 18. Jahrhundert Contredanse und English Country Dance

jeweils 18.00-20 Uhr, Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

In dieser Reihe werden die besten Gustostückerl aus dem Repertoire des Gesellschaftstanzes aus verschiedensten Jahrhunderten einstudiert, ganz nach dem Motto: „gemeine oder gesellschaftliche Tänze sind zum gesellschaftlichen Vergnügen erfunden worden; mehrere Personen tanzen gemeinschaftlich nach einer kurzen Melodie, die in Bewegung (Takt) ihren eigenen bestimmten Karakter hat, nach bestimmten Figuren eine bestimmte Anzahl zusammengesetzter Schritte und wiederholen diese so lange, als sie Lust dazu haben.“
So beschreibt Tanzmeister Mädel in seinem Lehrbuch über „Die Tanzkunst für die elegante Welt (Erfurt 1805) das Wesen des Gesellschaftstanzes! Anhand diesem, anderer historischer Tanzbücher und Quellen aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks wird in dieser Workshopreihe vergangenen Tanzformen nachgespürt und diese tanzend in die heutige Zeit übersetzt.

Keine Vorkenntnisse erforderlich
Kosten: Pro Kurs € 18, alle Kurse: € 65

Information auch unter: www.zeitentanz.at/

Foto: Martin Heller

Sicherheitsbestimmungen:

  • max. Teilnahme 25 Personen – daher  nur nach Voranmeldung.
  • Es gelten die aktuellen Corona-Regeln der Österreichischen Nationalbibliothek für Veranstaltungen 2G und Maskenpflicht.

Anmeldung unter office(at)volksliedwerk.at

Was kann schöner sein als Offene Singen oder gar Singen unter freiem Himmel.

Chor- und Singleiter, Kultur- und Bildungsreferenten in den Gemeinden laden auch heuer ein, auf den schönsten Plätzen die Initiative aufzugreifen, und quer durch die Generationen ein gemeinsames Singen zu organisieren. Unabhängig von Gesangsniveau und -begabung können alle ihre Leidenschaft fürs lustvolle und unbefangene Singen teilen: Mit einem Kanon von Volksliedern in einem ansprechenden Liederheft und in entspannter Atmosphäre unter der Leitung eines versierten Singleiters steht dem besonderen musikalischen Erlebnis nichts im Wege. Ob im Chor oder einfach spontan mit Freunden, den Kindern und Enkelkindern. Jeder, der es ausprobiert hat, weiß, dass Singen eine positive Wirkung hat.

Singen im Herbst und Winter in Wien 2024

Mit Herbert Zotti und Christine Enzenhofer / Katharina Pecher / Else Schmidt

Das Wiener Volksliedwerk hat mit seinem „Offenen Singen“ im Rhythmus der vier Jahreszeiten einen Trend entfacht. Menschen aller Generationen und unabhängig von Stand und Begabung treffen sich am idyllischen Stadtrand von Wien, um mit Leiter Herbert Zotti und seiner musikalischen Begleitung unbefangen zu singen: Wienerlieder, Volkslieder, Schlager, Operettenmelodien…

Termine: 29.08., 06.09., 13.09., 19.09. | 22.11., 28.11., 05.12.,13.12.2024

Für alle Termine gilt: Anmeldung erforderlich. – office (at) wvlw.at oder 01 416 23 66
Eintritt: € 2,– / Eintritt frei für Mitglieder wvlw

Veranstaltungshinweis auf der Website des Wiener Volksliedwerks


Termine in Niederösterreich

Die Saison 2024 ist vorbei. Wir freuen uns auf die Termine im Jahr 2025.

06. Juni 2024 | 18.00 Uhr | 2100 Korneuburg | Donaublick Imbiss, Donaulände 1.
14. Juni 2024 | 17.00 Uhr | 3386 Hafnerbach, Aussichtspunkt Dirrling.
22. Juni 2024 | 15.00 Uhr | 2011 Sierndorf, Bahnhof.
26. Juni 2024 | 19.00 Uhr | 2211 Zistersdorf, Wallfahrtskirche Maria Moos
30. Juni 2024 | 19.00 Uhr | 2332 Hennersdorf, Kirchenplatz vor der romanischen Kirche
02. Juli 2024 | 19.30 Uhr | 2070 Retz, bei der Windmühle
06. Juli 2024 | 19.00 Uhr | 3613 Albrechtsberg an der großen Krems, im Pfarrgarten
12. Juli 2024 | 18.00 Uhr | 3365 Allhartsberg Markt, Pfarrgarten
14. Juli 2024 | 19.00 Uhr | 3254 Bergland, Krottenthal 3, Kulturhof Lachgut
06. August 2024 | 17.00 Uhr | 2033 Dürnleis, Kellergasse 76
15. August 2024 | 15.30 Uhr | 3508 Krustetten, Gartl am Tisch, Grundgasse 51
18. August 2024 | 16.00 Uhr | 4300 St. Valentin, Viehdorf 100, Moa-Hansl-Kapelle
25. August 2024 | 18.00 Uhr | 3353 Biberbach, Einfaltsberg 246
30. August 2024 | 18.30 Uhr | 3143 Pyhra, Hauptstraße, Platzl im Pfarrgarten
30. August 2024 | 17.00 Uhr | 2632 Wimpassing im Schwarzatal, Pfarrgarten (Pater Josef Klementh-Platz 1)
31. August 2024 | 16.00 Uhr | 3852 Gastern, Pfarrgarten
22. September 2024 | 14.00 Uhr | 2130 Mistelbach | Friedenskreis-Liebesallee
22. September 2024 | 16.00 Uhr | 3021 Eichgraben, Birkenstraße 34, Lechner Wiese
28. September 2024 | 15.00 Uhr | 2011 Sierndorf, Bahnhof



Inspiriert von dieser Veranstaltungsreihe der Volkskultur Niederösterreich zieht der Chorverband Oberösterreich heuer nach. Unter freiem Himmel sollen unter dem Motto „Singen mit Aussicht“ in ganz Oberösterreich Sängerinnen und Sänger an inspirierenden Plätzen zusammenkommen und im Grünen gemeinsam ihre Stimmen erheben. Der Chorverband Oberösterreich erstellte dafür auch eigens Liederheft. Es versteht sich als kleine Auswahl unseres gemeinsamen, verbindenden Liedschatzes.
„Singen mit Aussicht“ ist ein niederschwelliger Zugang zum Singen und ermöglicht einer breiten Öffentlichkeit, die die Qualität des an der frischen Luft seins, des Spazierengehens oder des Wanderns in der Natur ohnehin für sich entdeckt haben, nun um die Komponente des Singens zu erweitern.

Termine in Oberösterreich 2024

Das waren die Termine in Oberösterreich. Wir freuen uns auf die Termine nach der Winterpause.

26. Mai 2024: Kirchberg ob der Donau, 15:30h
22. Juni 2024: Museum Arbeitswelt Steyr, 14:00h
20. Juni 2024: Grünau, Treffpunkt am Parkplatz beim Seehaus am Almsee, Almsee 6, 4645 Grünau, 17:30h
23. Juni 2024: Tanner Moor Liebenau, Moortreff beim Rubener Teich, Geierschlag 41, 4252 Liebenau, 15:00h
14. Juli 2024: Burgruine Prandegg, 4293 Schönau/Mühlkreis
11. August 2024: Hollerberg
18. August 2024: Inzersdorf
18. August 2024: Viechtauser Heimathaus, Kapellenweg 5, 4814 Neukirchen bei Altmünster
07. September 2024: Reichraming
05. Oktober 2024: Mondsee
weitere Termine in Planung

Alle Termine, Liederheft, Informationen: Chorverband Oberösterreich





Ehrung der Vorarlberger Produktion durch Svetozár Stračina Grand Prix 2021.

Die CD-Produktion des ORF Vorarlberg mit Nationaltänzen und Liedern aus alten Vorarlberger Sammlungen (Sonnleithner-Sammlung 1819, Strolz 1812 bis 1818) wurde beim „Svetozár Stračina Grand Prix 2021“ mit dem Sonderpreis „Best Technical Level“ (Beste Aufnahme, Mischung, Mastering) ausgezeichnet. Es ist bereits die zweite Auszeichnung nach dem renommierten „Preis der deutschen Schallplattenkritik“.

Insgesamt gab es 40 Einreichungen aus den Ländern Bulgarien, Kanada, Tschechische Republik, Kroatien, Litauen, Moldawien, Rumänien, Serbien, Russland, Schweden, Slowakei, Ukraine und Österreich. Der „Svetozár Stračina Grand Prix“ wurde 2003 erstmals abgehalten und ist ein alle zwei Jahre durchgeführter Wettbewerb mit dem Fokus auf Volksmusik.

Bei dieser CD, die der ORF Vorarlberg gemeinsam mit dem „Vorarlberger VolksLiedWerk“, dem Vorarlberger Landeskonservatorium und dem Vorarlberger Landesarchiv produziert hat, liegt der Fokus auf Volksliedern und Nationaltänzen der sogenannten Sonnleithner-Sammlung aus dem Jahr 1819 und der Strolz-Sammlung der Jahre 1812 bis 1819. Die Interpreten sind Gruppen rund um die Vorarlberger Volksmusikforscherin und Musikerin Evelyn Fink-Mennel: „tanzbar“, „finkslinggs“, „Kons-Fiddler“ und „Fiddlekids“. Für die Produktion des ORF Vorarlberg zeichnen Tonmeister Christoph Maria Holzer und Musikaufnahmeleiter Stefan Höfel verantwortlich.

Die CD ist erhältlich beim Vorarlberger VolksLiedWerk
Preis: € 15 + Versandkosten

gleich zwei Petitionen unterzeichnen!

Dr. Josef Pühringer, Präsident des Österreichische Volksliedwerks, Landeshauptmann a.D.  blickt angesichts der ungeklärten Situation über die Öffnungsschritte im Musikleben, besorgt auf die Vielfalt der Musikszenen Österreichs.  Unabdingbar müssen deshalb rasche und gezielte Öffnungsschritte in diesem sehr breiten Feld berücksichtigt, sowie die Musikbildung gestärkt werden. Denn das Singen und Musizieren erfüllt im gesellschaftlichen Zusammenleben vorrangig soziale Funktionen.

Covid-19 hat die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens stark verändert und der Virus diktiert nun seit 15 Monaten die Musikausübung in Beruf, Bildung und Freizeit. Alle Formen des Musizierens, sind seit 15 Monaten so gut wie verboten. Doch wir singen, um uns zu freuen, um jemanden hoch leben zu lassen, aber auch um Trauer und Wut auszudrücken. Sprich Musik spiegelt unsere Emotionen wider, was besonders in Zeiten der Krise eine wichtige Funktion einnimmt. Musikalischer Stillstand herrscht nicht nur im Freundes- und Familienkreis, sondern auch im sogenannten Amateurmusikbereich, der neben Vereinen, Chören und Musikkapellen auch kleinere Musikgruppen, Sängerrunden, Stammtische und lose Zusammenkünfte betrifft. In Seniorenheimen und anderen betreuten Einrichtungen, in Kindergruppen, in Pfarren trägt Singen zur psychischen und physischen Gesundheit bei. Vergessen wird dabei auch der wirtschaftliche Schaden von MusikerInnen, Vereinen und regionalen Kleinveranstaltern, die zwar nicht ausschließlich von Musik leben, aber dennoch auf diese Einkünfte angewiesen sind.

Mit dem Musikverbot durch Corona und der seit Jahren stetigen Verschlechterung in der Musikbildung im Allgemeinen kommt es immer mehr zu starken Defiziten: Das betrifft sowohl die formale Bildung in Schulen, als auch den informellen Bereich in der Erwachsenenbildung. Nur durch das Sicherstellen einer qualitativ hochwertigen Musikbildung kann die Vielfalt des Musiklebens in Österreich auch nach der Krise bestehen bleiben.

„Deshalb rufe ich als Präsident des österreichischen Volksliedwerks dazu auf, die Petitionen zu unterzeichnen, um gemeinsam sinnvolle Zukunftsperspektiven für diese vielfältigen und auch sehr unterschiedlichen Bereiche und Szenen entwickeln zu können.“

https://mein.aufstehn.at/petitions/lasst-uns-wieder-musizieren
https://www.openpetition.de/petition/online/musik-braucht-eine-stimme-im-bildungswesen

Weihnochtszeit

Neue CD von Margrets Musi & Schnodabixn.

Nach dem gemeinsamen CD-Debüt im Jahr 2016 mit Bring das Tanzschwein, erschien jetzt im Advent 2020 das Konzept-Album Weihnochtszeit. Während die akustische Premiere vor vier Jahren aus rein traditionellen Volksmusik-Titeln des Alpenraums bzw. Eigenkompositionen in diesem Stil bestand, werden diese Grenzen mit der aktuellen Veröffentlichung teilweise überschritten. So findet sich neben Eigenkompositionen, Titeln und Liedern aus verschiedenen Bundesländern bzw. Bayern und Südtirol auch die „Petersburger Schlittenfahrt“ im Stile der Wiener Salonmusik. Weiters wird der sakralen Musik u.a. mit dem Choral „Adeste Fideles“ sowie dem Krippenlied „Gebet der Engel und Hirten“ ein Platz eingeräumt. Darüber hinaus präsentieren sich die (noch) jungen Musikschaffenden mit den Liedern „Weihnochtszeit“ und „Winterwunderlaund“ erstmals von ihrer jazzigen Seite. Ergänzt werden die Musikstücke mit Eigeninterpretationen heiterer und besinnlicher Gedichte bzw. Geschichten verschiedener Autor*innen aus Österreich.

Fünf aus der Steiermark stammende Musikbegeisterte die vor fast 15 Jahren in der Schule begannen, miteinander zu musizieren und deren Wege sich nach der Matura nicht nur musikalisch in (fast) alle Himmelsrichtungen zerstreuten: Das ist Margrets Musi. Drei sangesfreudige, junge Damen, die sich während Ihrer Studienzeit dazu entschlossen haben, mehr als nur einen Auftritt miteinander zu bestreiten: Das sind die Schnodabixn.

Herausgegeben und Bestellung: Margrets Musi
Erhältlich im Österreichischen Volksliedwerk

Dumpa wird’s

Peter Obrist, professioneller Musiker und Mitglied der „Unterinntaler Weihnachtsbläser“aus Stans hat auch heuer wieder eine CD für einen guten Zweck produziert. Mit dem Kauf dieser vorweihnachtlichen CD unterstützen Sie eine 5 köpfige Stanser Familie, deren 39 jähriger Vater einen schweren Schlaganfall erlitten hat. Wir verbinden unser musikalischens Talent mit einer guten Sache! Das Produzieren einer CD macht uns große Freude. Es liegt uns nicht nur die Musik am Herzen, sondern auch Menschen, denen es gerade nicht gut geht“, so Peter Obrist. Das Eltern-Kind-Zentrum Schwaz hat zudem ein Spendenkonto eröffnet: Spenden sind ab sofort unter AT31 2051 0008 0030 2416 mit dem Betreff „Stefan“möglich.

Herausgegeben und Bestellung: Peter Obrist oder 0676 / 48 51 151,

Nikolo bum bum CD

Johanna Dumfart hat hier 24 Weihnachtslieder zum Mitsingen zusammengestellt.

Nikolo Bum Bum, Alle Jahre wieder, In meinem kleinen Apfel, Was tuat denn da Ochs im Kripperl drinn und andere altbekannte, wiederentdeckte und auch neue Kinderlieder sind auf dieser CD in angenehmen Tonarten für die Kinderstimme aufgenommen. Die CD – eingespielt von Johanna Dumfart, Michael Dumfart, Reinhard Gusenbauer, Fabian Steindl auf traditionellen Instrumenten – ist ein wunderbarer Begleiter durch diese Zeit des Wartens und der Vorfreude. Dazu gibt es Liederbuch und Adventkalender

Herausgegeben und Bestellung bei Johanna Dumfart
Erhältlich im Österreichischen Volksliedwerk

Kolo Slavuj: Zajačimo maljahnomu

Die Weihnachts-CD „Lasst uns dem Kindlein ein Lied singen“ des Folkloreensembles der Burgenländischen Kroaten in Wien enthält 18 Volks- und Kirchenlieder aus allen Regionen, in denen Burgenländische Kroaten leben: Österreich, Ungarn, Slowakei. Der Schwerpunkt liegt auf Liedern der Heidebodenkroaten aus Parndorf und Kroatisch Jahrndorf.

Herausgegeben und Bestellung: HGKD Burgenländisch- Kroatischer Kulturverein in Wien
Erhältlich im Österreichischen Volksliedwerk

Spinnerin – a female narrative

Julia Lacherstorfer gehört zu den Energiebündeln einer Generation VolksmusikerInnen, die entweder selbst neue Volksmusik erschaffen oder sich mit vollem Einsatz der Entstaubung von traditionellem Liedgut widmen. Auf ihrem neuen Album „Spinnerin (a female narrative)“ tut sie beides. Der österreichischen Musikerin ging es dabei um das Aufstöbern, Komponieren und Darbieten von Volksliedern aus weiblicher Perspektive – entstanden ist so eine Geschichtensammlung aus 15 Liedern mit Frauen als Subjekt und nicht als Objekt.

Herausgegeben und Bestellung: Julia Lacherstorfer

Albin Paulus: Pur

Der Mulitinstrumentalist Albin Paulus legt auf Pur die Quintessenz seines musikalischen Schaffens vor. Vollkommen solo, in einer bunt schillernden One-Man-Performance, werden Hörgewohnheiten augenzwinkernd ad absurdum geführt. Die Vielfalt an Instrumenten, von Maultrommel über Dudelsack bis hin zu Geierknochenklarinette und Wobblephone, ebenso wie das Ausloten der Möglichkeiten der menschlichen Stimme machen staunen.

Herausgeber und Bestellung: Albin Paulus
Erhältlich im Österreichischen Volksliedwerk, € 18