Generationenwechsel im OÖ. Volksliedwerk

Obfrau Christa Bumberger und Präsidentin Elisabeth Freundlinger haben am 25. März 2022 bei der Generalversammlung abgedankt. Sie haben den Verein fast 30 Jahre lang geführt und dabei zahlreiche Projekte und Menschen auf ihrem musikalischen Weg begleitet. Nun ist es Zeit, die Ruder an eine neue Generation zu übergeben. Mit den neuen Vorstandsmitgliedern konnten hochmotivierte und qualifizierte Menschen gefunden werden, denen das Ehrenamt ein großes Anliegen ist und die sich mit all ihren Fähigkeiten einbringen, um das OÖ. Volksliedwerk in eine gute Zukunft zu führen.

Obfrau: Sandra Ohms, hauptberuflich Redakteurin beim ORF OÖ. und so immer auf der Suche nach spannenden Geschichten von Land und Leuten und volkskulturellen Kostbarkeiten, Moderatorin von Volksmusikabenden oder Konzerten. Sie stammt aus Gmunden, in ihrer Familie wurde schon immer gerne gesungen und musiziert. So studierte sie neben Französisch, Geographie und Wirtschaftskunde auch Alpenländische Volksmusik in Salzburg und promovierte im Fach Volkskunde/Europäische Ethnologie an der Universität Wien.
Obfrau-Stellvertreterin: Annemarie Renz
Kassier Werner Thalhammer
Schriftführerin: Martina Rifesser, Hubert Tröbinger als Stellvertreter
zum gesamten Vorstand

Foto: Peter Beer

Präsident des Österreichischen Volksliedwerks 1999-2003

Erhard Busek kam als geborener Wiener (5. März 1941) durch seine Arbeit in der Wiener Kommunalpolitik über die Grätzel Kultur zur Wiener Musik. Hier setzte er sich für eine lebendige und dialogorientierte Nachbarschaftskultur ein, in der Wiener Musik stets ein wesentlicher Bestandteil ist. Über das Wienerlied, den Weana Tanz und das Dudeln kam er somit mit dem Volksliedwerk in Berührung. Dieses beschäftigte ihn in Folge immer wieder auch in seiner Funktion als Wissenschaftsminister.

Unter seiner Amtsperiode als Minister wurde erstmals 1992 die Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks eingeführt. Diese Veranstaltungen dient bis heute der Begegnung von Praxis, Vermittlung und den Wissenschaften, die sich mit der Bedeutung dieses für Österreich wichtigen kulturellen Erbes befassen. Als er 1999, nach Ende seiner Amtszeit im Ministerium, die Präsidentschaft im Volksliedwerk übernahm, erfolgte unter seiner Führung eine interdisziplinäre und interkulturelle Ausrichtung des Volksliedwerks. Ihm lag daran, über Volkskultur und ihr Umfeld vernünftig und frei zu informieren und zu diskutieren. Studierende und Personen aus Wissenschaft und Musikpraxis aus dem ehemaligen Osten brachten einen Blick weit über den Tellerrand in die Arbeit des österreichischen Volksliedwerks ein.

1999 zog das Österreichische Volksliedwerk mit Hilfe von Erhard Busek an seinen heutigen prominenten Standort in der Operngasse, gleich neben der Staatsoper. Ein Zeichen, dass Hoch- und Volkskultur sich gegenseitig bedingen und eine gleichwertige Stellung in einer vielseitigen Kulturlandschaft einnehmen. Die Adresse ist Ort von Veranstaltungen und des Austauschs und Treffpunkt an der Sache interessierter Menschen geworden. Es erfolgte die 10-teilige CD Produktion Musik der Regionen. Dabei wurden in zehn ausgewählten Regionen in ganz Österreich singende und musizierende Menschen in ihrer gewohnten Umgebung und ihrem musikalischen Umfeld aufgenommen. Heute, über 20 Jahre später, sind es unschätzbare Quellen kulturellen Erbes. Unter seiner Amtszeit erfolgte der Startschuss des Schulprojekts „Mit allen Sinnen“, das bis heute zu den wesentlichen Säulen der Vermittlungsarbeit in den Volksliedwerken zählt.

„Denn wer um die Unverwechselbarkeit, Einzigartigkeit, Besonderheit der eigenen Heimat weiß, wird nicht nur mehr für sie sorgen, er wird auch die Heimat, die Besonderheiten der anderen Traditionen mehr achten und nicht neurotisch auf Fremdes reagieren, sondern neugieriger und höflicher. Er hat einen Sinn für die Klänge der Heimat anderer Menschen, denn sie, die eigentlichen Heimatlosen der Gegenwart, müssen mitgedacht werden, wenn das Wort Heimat verwendet wird. Im Mittelpunkt des Heimatbegriffs steht daher der Diskurs, der als buntes Mosaik bestehend aus Traditionen, aus Bindung, aus Emanzipation, aus gegenwärtigen Aneignungen und Auseinandersetzungen Antwort gibt auf die Frage, wer bin ich und wohin gehöre ich?“ (Zitat Erhard Busek in Chronik der Volkskunde in: Hg. Verein für Volkskunde, Österr. Zeitschrift für Volkskunde [1994, Heft 2], S 151.)

Viele seiner Initiativen und Projekte sind bis heute wesentlicher Bestandteil in den Aufgaben des Verbunds der Österreichischen Volksliedwerks. Es zeigt, dass Erhard Busek seinen Blickwinkel stets pointiert, aber weltoffen in die Zukunft richtete und dennoch Aktionen setzte, die bis heute den Nerv der Zeit treffen. Bis zu seinem letzten Tag am 13. März 2022 hat er mit Worten zum aktuellen Zeitgeschehen nicht gespart.

Quelle: Maria Walcher, Generalsekreterärin des Österreichischen Volksliedwerks (1989-2003)

mehr Infos zur Person: https://orf.at/stories/3253246/

Pressefoto

Foto: ehemaliger Präsident Erhard Busek bei der Sommerakademie 2000 in Kittsee, Foto Archiv des Österreichischen Volksliedwerks, Ferdinand Altmann

Die CD zum wean hean Festival 2021

01. Constanze & Tommy Hojsa, Rudi Koschelu I was net, is‘ Grinzing denn wirklich so schön
02. Marie-Theres Stickler & Peter Havlicek Schindlauer Tänze
03. Constanze & Tommy Hojsa Des Blumenstandl
04. Paul Schweinester, Lukas Kranzelbinder, Benny Omerzell Wandrers Nachtlied
05. attensam quartett & Johannes Bamberger Im wunderschönen Monat Mai
06. attensam quartett & Johannes Bamberger Aus meinen Tränen sprießen
07. attensam quartett & Johannes Bamberger Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne
08. Marie-Theres Stickler & Manuela Diem Des is ois
09. Andyman & Studierende der mdw Die Vorreservierung
10. Voodoo Jürgens & Marlene Lachersdorfer 2L Eistee
11. Trio Lepschi Imma onlein
12. Eva Klampfer, Lukas Kranzelbinder, Benny Omerzell Hob mi gern
13. Mischwerk Die Gelse (Polka Karussell)
14. Die Strottern & Matthias Loibner Der Strotterwalzer
15. Die Strottern & Matthias Loibner, Martin Ptak, Martin Eberle Osauga
16. Lena Kuchling, Christian Reiner, Lukas Kranzelbinder, Benny Omerzell Ganz Wien
17. Christian Reiner, Lukas Kranzelbinder, Benny Omerzell Wien ohne Wiener

16.00 €
Paketpreis wean hean CDs: Vol. 2 – Vol. 21: 250 €

Information und Bestellung: Wiener Volksliedwerk

Burgenländisches Familienliederbuch in allen Landessprachen.

Das Burgenländische Volksliedwerk widmet seine jüngste Publikation einer der ältesten Kulturtechniken des Menschen: dem Singen. Der gesellschaftliche Wandel in der Gegenwart hat bewirkt, dass viele Familien das Singen heute „auslagern“, indem sie es ausschließlich zur Angelegenheit von Kindergarten oder Schule machen. Mit Glück schafft man im Familienkreis vielleicht noch ein gemeinsames „Hoch soll er leben“ zu einer Geburtstagsfeier oder ein wackeliges „Stille Nacht“ unter dem Christbaum.

Dabei sind es gerade die Wiegenlieder, Kinderreime oder Fingerspiele, die zu unserem ältesten Kulturgut gehören. Sie schaffen nicht nur Vertrautheit, sondern entwickeln auch das Gefühl für Sprache und Rhythmus und helfen, sich in dieser Welt zu orientieren und zu organisieren. Lieder und Reime der Kindheit wirken im besten Sinne nachhaltig, weil sie Brücken zwischen den Generationen der eigenen Familie schlagen.

Als Herausgeber dieses Liederbuches meinen wir deshalb, dass sich jede Familie ihren ganz besonderen Grundstock an Liedern anlegen sollte, um diese hervorzuholen, wenn sie gebraucht werden. Das kann auch dann der Fall sein, wenn alte und gebrechliche Angehörige nicht mehr durch sprachliche Kommunikation erreicht werden können; dann vermögen gemeinsam erinnerte Lieder noch erhellende Zugänge in dunkelste Regionen herzustellen: Seelen.Töne eben.

Im Burgenländischen Familienliederbuch sind Lieder für die Kleinsten, für das Kindesalter, für den Familienkreis und Lieder für besondere Zeiten versammelt. Und weil gerade das Burgenland reich an ethnisch-kulturellen Traditionen ist, sind in dem Buch neben deutschsprachigen Liedern und Reimen auch Lieder in Kroatisch, Ungarisch, Romanes und sogar jüdische Lieder aus burgenländischer Überlieferung angeboten. Nicht zuletzt sei dies im Jubiläumsjahr des Burgenlandes 2021 als Zeichen von Offenheit und auch von Neugier auf das „Andere“ gesehen, was in seiner Sinnhaftigkeit gar nicht so anders ist. Denn letztlich verbindet all diese Lieder das Wesen der Musik, unser Leben bunter und glücklicher zu machen.

Verkauf über das Burgenländische Volksliedwerk (Hauptstraße 25, 7432 Oberschützen):

€12,- 

Bestellung und Information: Burgenländische Volksliedwerk

23. Internationales Akkordeon Festival 2022.

Im Rahmen des Internationalen Akkordeon Festivals 19.2.-20.3.2022 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien jährlich Workshops rund um Akkordeon und Harmonika. Jeweils einen halben Tag lang stellen sich renommierte MusikerInnen zur Verfügung, um den TeilnehmerInnen ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher zu bringen. Dabei soll das eigene Können der TeilnehmerInnen erweitert werden. Während des Akkordeonfestivals können Karten im Österreichischen Volksliedwerk für die Konzerte erworben werden.

Das Internationale Akkordeonfestival findet bereits zum 23. Mal statt. Der SCHWERPUNKT ÖSTERREICH des Festivals bleibt so selbstverständlich wie notwendig, fallen doch internationale Künstler_innen derzeit beinahe zwingend weg. Der Reichtum der hiesigen Musiklandschaft war dabei schon immer ein wesentlicher, stets spannender und in sich vielfältiger Bestandteil des Programmes. 

Programm des Festivals: Akkordeon Festival


Sa., 26. Februar 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

FRANZISKA HATZ (Großmütterchen & Klok)
Akkordeon für WiedereinsteigerInnen am Pianotastenakkordeon

Sie haben als Kind Akkordeon gelernt und jetzt steht das Instrument unbeaufsichtigt im Abstellraum? Sie denken daran, es zu entstauben und auszuprobieren? Dann sind sie hier richtig! Ein Workshop für Menschen, die irgendwann kurz Akkordeon-Unterricht hatten, oder ein wenig gespielt haben (Sie finden das C links und rechts und können Dur und Moll Akkorde auf der Bassseite spielen … ). Zum Wiedereinsteigen ohne Angst vor Fehlern!

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at


Sa., 5. März 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

ALEXANDER CHRISTOF (Granada, Desustu, Chilli da Mur)
Pop-Akkordeon

Pop am Akkordeon? Sowieso! Mit Alexander Christof (Granada, Desustu …) erarbeiten die Teilnehmer_innen verschiedene Songs, spielen mit verschiedenen Begleitschemata und Skalen, und entwickeln eigene Arrangements. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, die Lust haben, neue Seiten des Akkordeons zu entdecken und in die Welt der Popmusik einzutauchen.

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at

Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at


Sa., 12. März 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

INGRID EDER (AT)
Akkordieren und Musizieren

Melodien- und Phrasengestaltung, Akzentuierung als auch die Balgführung stehen in diesem Workshop mit Ingrid Eder (attensam quartett, quinteto tango la boca, Otto Lechner und die Wiener Ziehharmoniker) im Fokus. Gemeinsam werden wir uns an den Möglichkeiten am Akkordeon ausprobieren und kleine Stücke unter diesen Themen bearbeiten. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, ganz gleich ob Tasten- oder Knopfakkordeon. 

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at

Anita Frühwirth, Vorsitzende des Vorarlberger Volksliedwerks.

LH Wallner ehrte elf verdiente Persönlichkeiten mit Auszeichnungen

Feierstunde am Nationalfeiertag mit zehn Landes- und einer Bundesauszeichnung. Die schöne Tradition, am Nationalfeiertag besonders verdiente Vorarlberger Mitbürgerinnen und Mitbürger für deren vorbildlichen Einsatz um die Gesellschaft zu würdigen, fand nach einjähriger pandemiebedingter Unterbrechung am 26. Oktober 2021 endlich ihre Fortsetzung. Zehn Landes- und eine Bundesauszeichnung verlieh Landeshauptmann Markus Wallner beim Festakt im Montfortsaal des Landhauses.


Den zur Tradition gewordenen Festakt am Nationalfeiertag nannte er einen „würdigen Rahmen, um all jenen Menschen zu danken, die sich in einer ganz besonderen Weise für wichtige gesellschaftliche Belange und die Entwicklung des Landes insgesamt einsetzen bzw. eingesetzt haben“. Mit der Ehrung zolle das Land allen Ausgezeichneten „Dank, Respekt und Anerkennung für deren vorbildhaftes Engagement in unterschiedlichen Bereichen“, würdigte der Landeshauptmann die „großartigen Leistungen der Geehrten“.


Große Verdienstzeichen des Landes gehen an Anita Frühwirth aus Dornbirn, Katharina (Kitty) Hertnagel aus Sulzberg, Franz Abbrederis aus Rankweil, Monsignore Rudolf Bischof, bis 2019 Generalvikar der Diözese Feldkirch und langjähriger Feldkircher Dompfarrer, und Franz Rauch aus Schlins überreichte Landeshauptmann Markus Wallner jeweils Große Verdienstzeichen des Landes.

Anita Frühwirth

Das Herz der Dornbirnerin Anita Frühwirth schlägt seit jeher für die Volksmusik. Die Liebe zur Musik wurde ihr vom Elternhaus mitgegeben. Bereits mit neun Jahren begann sie mit dem Zither spielen. Wurde vorerst vor allem im Familienkreis musiziert, gründete sie 1998 ihre eigene Stubenmusik, die bis heute besteht. Die intensive Beschäftigung mit der Volksmusik brachte es mit sich, dass Anita Frühwirth 2003 den Vorsitz des Vorarlberger Volksliedwerks übernahm und sich damit sich für den Erhalt und die Erlebbarkeit der musikalischen Volkskultur in Vorarlberg engagiert. Mit vielen anderen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern organisiert sie Seminare, Sänger- und Musikantenstammtische, Volksmusikabende, Offene Singen und vieles mehr. Vor allem aber die Arbeit mit den Jugendlichen stellt einen wichtigen Mittelpunkt ihrer Tätigkeit dar, so kuratierte sie heuer bereits zum siebten Mal das Podium „Junge Volksmusik“ beim Heimatherbst im ORF. Besonders wichtig sind Anita Frühwirth weiters der Erhalt der heimischen Lieder und der regionalen Volksmusik – nicht zu verwechseln mit der Volkstümlichen Musik. Seit 2003 ist sie auch im Österreichischen VolksLiedwerk tätig, dessen Präsident Josef Pühringer, LH aD, ihre Mitarbeit als Schriftführerin bzw. Stellvertreterin sehr schätzt.


Neben der Musik zeichnet Anita Frühwirth auch ihr großes Organisationstalent aus. Vier Mal jährlich erscheint die “Maultrommel”, das Mitteilungsheft des Volksliedwerks. Weiters kümmert sie sich um die Aufarbeitung und den Erhalt von alten Noten, verlegt Bücher für Kinder und veranlasst die Veröffentlichung neuer Tonträger. Im Herbst 2019 konnte das Vorarlberger Volksliedwerk sein 45-jähriges Jubiläum feiern. Seit 1974 leistet der vom Land geförderte Verein Vorarlberger Volksliedwerk mit der Pflege des heimischen Liedgutes und der umfassenden Förderung des regionalen Musikschaffens einen substanziell wichtigen Beitrag zum Kulturgeschehen im Land. Das Aktionsfeld der vornehmlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins reicht vom Vorarlberger Volksliedarchiv – als Teil des Landesarchivs – bis zum Sänger- und Musikantenfreundlichen Wirtshaus. Das Vorarlberger Volksliedwerk bewahrt nicht nur Volkskultur, sondern ist auch offen für Neues und interpretiert das überlieferte Liedgut auf zeitgemäße Art.
Seit 2003 betreut und koordiniert Anita Frühwirth auch die Schulprojekte des Bildungsministeriums “Mit allen Sinnen”. Für dieses Singprojekt konnte sogar Hubert von Goisern begeistert werden. Beim Schulprojekt „Stimmbogen“ arbeitet sie mit den Wiener Sängerknaben zusammen. Weit über die Grenzen hinaus bekannt und sehr beliebt ist der Lecher Volksmusiktag, den Anita Frühwirth gemeinsam mit Herta Strolz vor 14 Jahren ins Leben gerufen hat. Der Verein fördert mit dieser Veranstaltung ein grenzübergreifendes kulturelles Leben in Vorarlberg und liefert immer wieder wertvolle Impulse. Kinder und Erwachsene in den verschiedensten Trachten, kleine und große Tänzerinnen und Tänzer, Musikantinnen und Musikanten sowie Sängerinnen und Sänger aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Südtirol verwandeln die Gemeinde Lech in eine Hochburg der Volksmusik.

Quelle: Vorarlberger Volksliedwerk

Bild: Presse Land Vorarlberg

Das 1. Fest der Historischen Harfe.

Haydn’s Folk Harp.

11. – 14. November 2021, Innsbruck.

Im Fokus des Symposiums stehen die historische Einfachpedalharfe als Instrument der ‚Kunstmusik‘ sowie die mit ihr bautechnisch verwandte Tiroler Volksharfe. Näher beleuchtet wird das Umfeld Joseph Haydns, wo die Harfe einerseits als Instrument der Hausmusik und andererseits als Orchesterinstrument eine Rolle spielte (Anknüpfungspunkt: der Harfenvirtuose Johann Baptist Krumpholz am Esterházy’schen Hof unter Kapellmeister Haydn). In den 15 Referaten und „Lecture Concerts“ wird aber auch der historische Kontext vertieft, wobei bestimmte Regionen in den Mittelpunkt rücken (Harfenistinnen und Harfenisten in Wien, Edinburgh und Tirol). Drei Referate widmen sich der Harfenisten- und Harfenbauerdynastie Hochbrucker und einen weiteren Schwerpunkt bildet die alpenländische Volksmusiktradition rund um die Tiroler Volksharfe. In Summe kommen musikhistorische, aufführungspraktische, repertoirerelevante, kultur- und sozialgeschichtliche, instrumententechnische und ethnologische Aspekte des Themas zur Sprache.
Tagungsleitung: Federico Celestini, Franz Gratl, Thomas Nußbaumer

Eine Initiative von: Harfenlabor/Margret Köll – Department für Musikwissenschaft/Fachbereich Musikalische Ethnologie der Universität Mozarteum Salzburg – Institut für Musikwissenschaft der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – Tiroler Landesmuseen – Haus der Musik Innsbruck – Tiroler Volksmusikverein – Innsbrucker Festwochen der Alten Musik – Italienisches Kulturinstitut Wien

Information und Anmeldung: Harfenlabor

Foto: Schulprojekt Mit allen Sinnen / ÖVLW

Glocken im Alpenraum – zwischen Signal und Klangkunst.

29. – 31. Oktober 2021, Innsbruck

Mit Vorträgen von Markus Göller, Norbert Hauer, Beat Jaggy, Mojca Kovačič, Thomas Nußbaumer, Michael Plitzner, Ivo Radakovich, Albert Torggler, Thomas Uibel, Jörg Wernisch, Flavio Zambotto


Mit einem Carillonkonzert (Ariane Toffel und Georg Wagner), Besuch der Glockengießerei Grassmayr und einer Glockentour (Leitung: Norbert Hauer) im Großraum Innsbruck  

Detailliertes Programm zum Download

Eine Veranstaltung der Universität Mozarteum Salzburg/Fachbereich Musikalische Ethnologie (Innsbruck) am Department für Musikwissenschaft, des Österreichischen Glockenarchivs und des Instituts für Volkskultur und Kulturentwicklung (ivk)

Tagungsleitung: Thomas Nußbaumer und Jörg Werrnisch


Anmeldung erbeten: thomas.nussbaumer@moz.ac.at

Zutritt: (aktuell) 3G-Regel

Foto: Glockengießerei Grassmayr

Für das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes suchen wir zum Eintritt ab 1. Juni 2023 eine/n engagierte/n BibliothekarIn (20 Stunden/Woche).

Ihre Aufgaben

• Formale Erfassung und Katalogisierung von Sammelwerken und Musikalien
• Recherche in Katalogen, Datenbanken und Internet
• BenützerInnenbetreuung insbesondere betreffend die volksmusikalische Praxis (Lesesaal- und Aufsichtsdienst, Anfragebeantwortung)
• Ausheben und Einstellen von Sammlungsobjekten in den Magazinen
• Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von Projekten
• Mitarbeit an der Revision und Inventarisierung der Sammlungsobjekte
• Durchführung von administrativen und organisatorischen Aufgaben

Unsere Anforderungen

• Abgeschlossene Fachausbildung zum/zur wissenschaftlichen BibliothekarIn oder vergleichbare Berufserfahrung
• Gute Musikkenntnisse, bevorzugt im Bereich Volksmusik
• Erfahrung im Umgang mit Datenbanken
• Sehr gute EDV-Kenntnisse (insbesondere MS Office) sowie ausgezeichnete Deutsch- und gute Englischkenntnisse
• Eigenverantwortliche, verlässliche und teamorientierte Arbeitsweise
• Serviceorientiertes Auftreten sowie Verantwortungsbewusstsein, insbesondere im Umgang mit Sammlungsobjekten

Bewerbung

Ausschließlich online über unser Jobportal (https://jobs.onb.ac.at) mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung.

Das Jahresbruttogehalt für diese Position auf Basis 20h/Woche liegt bei mindestens EUR 17.455,- mit der Bereitschaft zur Überzahlung, abhängig von Qualifikation und Berufserfahrung.