Öffnungszeiten: Di, Mi 09-17 Uhr Do 09-19 Uhr Fr 11-14 Uhr letzter Tag: 30.09.2026
Der Treffpunkt Operngasse des Österreichischen Volksliedwerkes im Herzen von Wien lädt ein zum Schauen, Stöbern und Schnäppchenjagen: Bücher, Noten, Liederhefte und CD’s rund um die Themen Volkskultur, traditionelle Musik und Tanz − Schätze aus dem Archiv und neuere Publikationen zum Minipreis!
Ort: Österreichisches Volksliedwerk Operngasse 6 1010 Wien
Auf geht’s, sing ma oans! – Volksmusikalische Liedesammlung für junge Sängerinnen und Sänger.
Herausgegeben von Elisabeth Eder, Elisabeth Radauer und Roland Mayer-Sams. im Rahmen des Schulprojekts „Mit allen Sinnen“ des Österreichischen Volksliedwerks Salzburg 2025. ISBN: 978-3-200-10394-8, erhältlich im Salzburger Volksliedwerk. Preis: € 10.-
Auf geht’s, sing ma oans! | E. Eder, E. Radauer, R. Mayer-Sams (Hg.) | Salzburger Volksliedwerk
Susanne Schedtler: Volkskultur als Dialog: Metamorphosen und andere Konsequenzen. Eine Nachlese zur Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks 2023 Ulrich Morgenstern: Volksmusik in der Zeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Praxis und Diskurs Edgar Niemeczek: Volkskultur and more. Die Kamingespräche der Volkskultur Niederösterreich von 2005 bis 2022 Katharina Pecher-Havers: Volksmusik in der Sackgasse? Cultural Mapping und seine Auswirkungen am Beispiel der Zither
Beiträge aus Forschung und Praxis
Ulrich Morgenstern: Walter Deutsch als europäischer Volksmusikforscher Dorli Draxler: Ein Leben für die Volksmusik: zehn Dekaden – zehn Komponenten. Dorli Draxler im Gespräch mit Walter Deutsch Gerhard Stradner: Trauermusik für Naturtrompeten Evelyn Fink-Mennel: Der Bludenzer Zeichnungslehrer Josef Strolz (1799-1874) alias Spielmann Josef Martin Strolz aus Lech/Omesburg. Zum Autor der Handschrift Alte Bregenzerwälder und Montafoner Tänz 1812-1818 im familiären Netzwerk um Basil Beiser und August Schmitt
Personalia
Bettina Srienz: In Gedenken an Professor Helmut Wulz. Volkskundler, Musiker, Journalist, Autor Clemens Hellsberg: Grußwort vom neuen Präsidenten des Österreichischen Volksliedwerks
Berichte aus den Volksliedwerken
Berichte der Volksliedwerke und fachverwandter Institutionen
Rezensionen
Thomas Nußbaumer u. Raymond Ammann (Hg.): Alpenstimmen. Beiträge zum Jodeln und mehrstimmigen Singen Sandra Hupfauf: Der „Tiroler Abend“. Nationalkonzert, Volkstumsarbeit, Touristenattraktion
Bestellung: Bibliothek der Provinz, 33 € 24×16,5 cm, 238 Seiten, zahlr. S/W-Abb., graph. Darst., Notenbeisp., Klappenbroschur ISBN 978-3-99126-367-8
Emilius Carolus und Karl Giglleithner sind wenig bekannte, vielen sogar unbekannte Namen der Volksliedforschung. Beide Namen sind Pseudonyme, und Nutzer beider war ein und derselbe Mann. Der wiederum ist deutlich bekannter. Es war Emil Karl Blümml. Sein Todestag jährt sich dieses Jahr zum 100. Mal. Aus diesem Anlass erinnert das Österreichische Volksliedwerk an seine wichtige Persönlichkeit und seine vielfältigen wissenschaftlichen Interessen, die ihm sogar ordentliche Konflikte mit dem damaligen Patron der Volksliedsammlung Josef Pommer einbrachten. Der bemühte sich um die Aberkennung von Blümmls Doktortitel. So viel sei verraten. Es kam nie so weit.
Emil Karl Blümml zählt unter den Volksliedforscher*innen zu den bedeutenden Persönlichkeiten, da auch Blümml an der Entstehung der Volksliedwerke beteiligt war. Obwohl seine Anfänge der wissenschaftlichen Betätigung gar nicht in der Musikethnologie lagen, sondern in der Biologie. Er verfasste etwa Aufsätze zu Vorkommen, Geschlechtsteilen oder dem Präparieren von Insekten. Den Weg eines jungen Mannes von der Biologie zur Musikwissenschaft und Sozialgeschichte, der schon vor der Matura rund zwanzig wissenschaftliche Schriften veröffentlichte, hat die Musikwissenschaftlerin und Archivmitarbeiterin im Wiener Volksliedwerk Martha Vevera beforscht.
Emil Karl Blümml mit seiner Frau Rosa | Objekt aus dem Bestand des Archives des Österreichischen Volksliedwerkes / Österreichische Nationalbibliothek
Geboren am 25. Oktober 1881 in Wien-Währing, besuchte Blümml bis zwei Jahre vor der Matura das Gymnasium, das er aus Geldmangel nicht beenden konnte. Bis zur Matura erhielt er seinen Unterricht zu Hause. Nach bestandener Externistenmatura inskribierte Blümml noch im selben Jahr (1900) an der Universität Wien und schloss sein Studium, nach einer Unterbrechung, mit der Doktorarbeit Zur Motivengeschichte des deutschen Volksliedes ab. Während seiner universitären Pause begann er seine Herausgebertätigkeit. 1908 begann er, seine Quellen und Forschungen zur deutschen Volkskunde herauszugeben, die bis heute einen berechtigten Stellenwert in der Volksmusikforschung haben. (aus Bockkeller – die Zeitschrift, 24 Jg.,2018, H1, S. 8). Martha Vevera hebt u.a. seine Betätigungsfelder innerhalb der Volksliedforschung hervor: „Selten schrieb ein Volksliedforscher über so viele verschiedene Themen. In seinem Werkverzeichnis finden sich Arbeiten zu Liedern und Handschriften aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, geistliche Lieder, Volksbräuche, Kinderlieder und Reime, auch einiges über französische Volks- und Protestlieder, Volksmärchen, Andreas Hofer-Lieder, Napoleon und Alt-Wiener-Gitarrenmacher. Auch Außereuropäisches ist zu finden, so hat Blümml einen kurzen Beitrag über indische Lieder der Askese verfasst. Er arbeitete auch biografisch, etwa recherchierte er zur Dichterin Caroline Pichler und schrieb über Grillparzer und dessen Bezug zum Volkslied. Blümml leistete darüber hinaus mehrere Beiträge zur Mozartforschung mit seinem publizierten Werk Aus Mozarts Freundes- und Familienkreis. In den letzten Lebensjahren beschäftigte er sich gemeinsam mit seinem Freund Gustav Gugitz (1874-1964) mit der Lokalhistorie Wiens.“ (aus: JBÖVLW 67/68, S. 122.) Das Besondere bei Emil Karl Blümml ist seine Beschäftigung mit diesen verschiedensten Themenbereichen, die überaus breit gefächert sind. Sein Betätigungsfeld umfasste auch Soldatenlieder und erotische Volkslieder. (aus Bockkeller-die Zeitschrift, 24 Jg.,2018, H1, S. 8). Die Veröffentlichung ebenjener erotischer Volkslieder führte zum Skandal. Sein viel zu kurzes Leben beendete ein tragischer Straßenbahnunfall am 26. April 1925.
Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes / Österreichische Nationalbibliothek beherbergt Aufsätze, Liedeinsendungen, private Notizen sowie Nachrufe auf den Volksliedforscher Emil Karl Blümml. Es sei an dieser Stelle noch an Martha Veveras Eintrag zu Emil Karl Blümml im Österreichischen Musiklexikon hingewiesen.
Hier finden Sie die beiden Aufsätze von Martha Vevera über den aktuellen Forschungsstand – Martha Vevera, Emil Karl Blümml 1881-1925, in: Bockkeller, Zeitschrift des Wiener Volksliedwerks 24. Jg., 2018, Heft 1, S. 7-10. (Aufsatz als pdf) – Martha Vevera, Emil Karl Blümml (1881-1925). Ein biografischer Rückblick, in: Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes 67/68, 2019, S.117-174. (Aufsatz als pdf)
Veranstaltungshinweis: Der Kulturverein K.U.N. – Klassisches und Neues veranstaltet am 03. Juni 2025 im Festsaal des Amtshauses Währing einen Liederabend, an dem die Sängerin, Gitarristin und Schauspielerin Johanna Beisteiner erotische Volkslieder aus der Sammlung Blümml präsentieren wird (siehe unter Events).
27. Internationales Akkordeonfestival – Workshops im Treffpunkt Operngasse
Im Rahmen des Internationalen Akkordeon Festivals (22.2.-16.3.2023) veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien jährlich Workshops rund um Akkordeon und Harmonika. Jeweils einen halben Tag lang stellen sich renommierte MusikerInnen zur Verfügung, um den TeilnehmerInnen ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher zu bringen. Dabei soll das eigene Können der TeilnehmerInnen erweitert werden.
Programm des Festivals:www.akkordeonfestival.at Austragungsort der Workshops: Österreichisches Volksliedwerk | Operngasse 6, 1010 Wien Um Anmeldung zu den einzelnen Workshops wird gebeten: office@volksliedwerk.at ANMERKUNG: alle Workshops sind ausgebucht, derzeit sind nur mehr Plätze auf der Warteliste verfügbar
Akkordeon-Workshop mit Helena Sousa-Estevéz
Anhand einfacher spanischer Melodien wird an Balgführung (Bellow shake) und Technik am Instrument gearbeitet.
28. Februar 2026 – 12:00 bis 15:00 Uhr | Österreichisches Volksliedwerk | Operngasse 6, 1010 Wien | EUR 45,00.- (aktuell nur mehr Wartelistenplätze verfügbar) | Anmeldung unter: office@volksliedwerk.at
Foto: Zsolt Szederkényi
Tanzworkshop „Nordic Dance“ mit Tim & Jonnic
Beim Nordic Dance Workshop werden verschiedene nordische Volkstanz-Traditionen erkundet und ausprobiert, Tänze wie zum Beispiel dänische Rundtänze, Polska und Schottis.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – fixe Tanzpartner auch nicht, da während des Workshops oft gewechselt wird.
Unterrichtssprache: Englisch
01. März 2026 – 12:00 bis 15:00 Uhr | Österreichisches Volksliedwerk | Operngasse 6, 1010 Wien | EUR 45,00.-(aktuell nur mehr Wartelistenplätze verfügbar) | Anmeldung unter: office@volksliedwerk.at
Foto: Tim & Jonnic
Gesangs-Workshop „How to Gstanzl….“ mit HP Falkner
„Gstanzlsingen“ Basics – in Text, Stimme und Ziehharmonika (diatonisch)
„(…) da ein geschriebenes gstanzl jedoch erst im vortrag seinen ganzen witz entfaltet, wird der halbe attwenger mit seiner quetschen zum unterricht antanzen und uns auch das gstanzl-performen beibringen. am ende sind wir alle oberösterreicher. instrumentenkenntnisse nicht erforderlich, mitgebrachte instrumente sind jedoch gern gesehen. lust am dialekt ist auch kein nachteil. ansonsten sollte spaß an der freude genügen. (…)“ HP Falkner
Mitgebrachte Instrumente ausschließlich passend zu Harmonika Stimmung ADGC.
15. März 2026 – 15:00 bis 18:00 Uhr | Österreichisches Volksliedwerk | Operngasse 6, 1010 Wien | EUR 45,00.- (aktuell nur mehr Wartelistenplätze verfügbar) | Anmeldung unter: office@volksliedwerk.at
Am 23. November 2024 wurde unser früherer, geschätzter Präsident LH a.D. Dr. Josef Pühringer zum Ehrenpräsident des Österreichischen Volksliedwerks ernannt. Seine verdienstvolle Amtszeit trat er 2007 als Nachfolger von Dr. Sepp Gmasz (heutiger Obmann des Burgenländischen Volksliedwerkes) an.
Die Überreichung der Ehrenpräsidentschaft fand im Österreichischen Volksliedwerk im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit Freund*innen und ehemaligen Wegbegleiter*innen aus den Landesvolksliedwerken statt.
30.12.2025, 10-13.30 und 15-18.30 Uhr. Operngasse 6, 1010 Wien.
Der Folkmarathon ist eine Initiative von Folk-Musik- und Folk-Tanzbegeisterten Menschen aus ganz Europa, die den Jahreswechsel gemeinsam mit Musik und Tanz begehen. Diese multikulturelle Begegnung ist eine Art Wanderpokal und wird jedes Jahr von einer anderen europäischen Stadt ausgerichtet. Vor 15 Jahren hat dieses Treffen seinen Ursprung in Wien gehabt, mit einer überschaubaren Menge an Teilnehmer*innen. Mittlerweile ist der rund 5-tägige Event zu einem kleinen Festival herangewachsen mit Konzerten, Sessions und Workshops. Das ÖVLW freut sich sehr, Gastgeber für Workshops am 30.12. zu sein: In der Zeit von 10-13.30 Uhr und 15-18.30 Uhr werden Vocal Workshops wie Occitane Polyphony, Bulgarian Singing+Dance oder Jodeln angeboten. Die genauen Inhalte und Zeiten entnehmen Sie bitte dem Kalender auf der Website des Folkmarathons, die Seite wird laufend aktualisiert. Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eindrücke vom Vokal-Workshop im Rahmen des Vienna Folk Marathon
Fotos: Ilona Eggl
Videos: Ilona Eggl
Das Programm im Treffpunkt Operngasse (Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien):
10:00-11:30 | Scotland Songs / English Songs Multipart 12:00-13:30 | Occitan Polyphonic Singing / Songs from Occitania 15:00-16:45 | Yodeling Tradition / Georgian Tradition 17:00-18:30 | Bulgarian Singing with Dancing / Bulgarian Polyphony
Adventsingen mit Vokalensemble GLAS | 01.12.2025 | 19 Uhr
Seit rund zwei Jahren hat das Vokalensemble GLAS unter der Leitung von Sängerin, Schauspielerin und Stimmbildnerin Nataša Mirkovic seinen Heimathafen / Proberaum im Österreichischen Volksliedwerk, also im Herzen Wiens gefunden.
GLAS als Synonym für Durchsichtigkeit, die andere Seite betrachten – zudem in den meisten slawischen Sprachen die Bezeichnung für „STIMME“. Das Vokalensemble GLAS widmet sich der Musik Südost-Europas, sowohl in purer Tradition, als auch in kunstvolle Arrangements und Kompositionen verpackt und lädt auf eine Reise in die magische Welt der polyphonen Frauen-Gesänge der Balkan-Region ein.
Die bunte Vielfalt findet sich nicht nur im Repertoire, sondern auch in der Herkunft der Ensemble-Mitglieder: Slowenien, Kroatien, Bosnien, Bulgarien, Ungarn und Österreich. Der gemeinsame Nenner ist die Liebe zur Polyphonie und die vollkommene Vereinigung der oft kontrastreichen Töne.
Am 01. Dezember wird die Probe des Vokalensemble GLAS öffentlich zugänglich gemacht: Wir laden zu einer Schnupper-Einheit in die Chorarbeit mit anspruchsvollen mehrstimmigen Arrangements und anschließend zu einem Offenen Singen. Gemeinsam mit dem Vokalensemble erlernen interessierte Gäste Lieder rund um den Advent. Ab 19 Uhr im Treffpunkt Operngasse.