Am 5. Februar ist Dr. Rudolf Pietsch nach längerer schwerer Krankheit verstorben. 1951 in Wien geboren hat Rudi Pietsch als Musikant, Vermittler, Forscher und Mensch zahlreiche Menschen in und rund um die Volksliedwerke gefördert, bewegt und geprägt. Neben seiner Tätigkeit als Assistenzprofessor (Institutsleitungsstellvertreter)  am Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (1981-2016) lehrte er bei zahlreichen Seminaren und Musikantenwochen der Volksliedwerke das Geigen- und Ensemblespiel, Singen und Jodeln. Unabhängig von Motivation, vom Wissen und Niveau der Musizierenden hat Rudi Pietsch sie abgeholt, in die bestehende Gruppe integriert und vom Musizieren begeistert. Speziell die Burgenländische Musikantenwoche wurde von Rudi Pietsch 38 Jahre mitgetragen und mitgestaltet.

Als Primas der Tanzgeiger und in anderen Formationen begeisterte er bei Veranstaltungen, Festivals, Stammtischen der Volksliedwerke und darüber hinaus. Besonders den Steirischen Geigentag hat er von Beginn an über viele Jahre prägend begleitet. Auch hier war es sein Anliegen, die Menschen zum Musizieren und Mitmachen zu bewegen.  Er spielte zum Tanz auf und unterhielt die Menschen mit fundierten Geschichten und unterhaltsamen Anekdoten rund um die Musikstücke. Konzertsäle wie spontan zusammengefundene Runden wusste er musikalisch zu faszinieren und machte damit das Musikerlebnis zum Genuss. Dabei griff er auf sein reiches Wissen zurück, dass er sich bei zahlreichen Feldforschungen im In- und Ausland angeeignet hat und in seine eigene Musiksprache übersetzte. Zum Beispiel bei den Feldforschungen des Österreichischen Volksliedwerkes im Innviertel 1978/79, in Pongau 1986 und oftmals im Salzkammergut. Tondokumente, Fotos, Aufsätze, Artikel im Jahrbuch und in den Zeitschriften der Volksliedwerke sowie von verwandten Institutionen sind Zeitzeugnisse seines Wissens und Wirkens, die in den Volksliedarchiven für weitere Generationen erhalten bleiben. Sie sind dort Teil der Überlieferung des traditionellen Geigenspiels in seinen ganz speziellen regionalen wie lebensbezogenen Ausprägungen. Dass diese Tradition lebendig ist und in Zukunft weiterlebt, ist letztlich ein großer Verdienst von Rudi Pietsch.

Lieber Rudi, wir, der Verbund der Volksliedwerke mit seinen Mitgliedern wünschen Dir einen Himmel voller Geigen!

Bild: von li n. re: Walter Burian, Rudi Pietsch, Alois Blamberger bei und Foto von Gerlinde Haid, 1977

= Steirische Tonspuren 11

Die Pretuler Buam bestanden aus Alfred Dissauer und Albert Feiner (Klarinette), Peter Wagner (Gitarre), Fritz Schöggl (Bass) und Richard Zisser bzw. Hermann Riegler (Steirische Harmonika) und musizierten von 1960 bis 1980. Sie spielten nicht nur in ihrer engeren Heimat, dem Pretulgraben bei Langenwang, sondern absolvierten viele Auftritte weit über das Mürztal und die Steiermark hinaus, zudem wurden die Musikanten durch Rundfunksendungen und Schallplattenaufnahmen bekannt. 26 Originalaufnahmen aus dem Archiv des ORF Steiermark werden mit dieser CD der Reihe Steirische Tonspuren wieder einem größeren Publikum zugänglich gemacht.

€ 19,– | für Mitglieder € 17,-
Herausgegeben und Bestellung: Steirisches Volksliedwerk

ab 21. Jänner 2020.
Mo/Fr 11.00–14.00, Di/Mi 9.00–17.00, Do 9.00–19.00 Uhr.

stöbern, anhören, einkaufen

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien.


Am Treffpunkt Operngasse 6 wird ausgemistet. Es gibt daher Noten, Liederhefte, Fachzeitschriften, CDs und Bücher zu günstigen Preisen. Stöbern, anhören und einkaufen ist erlaubt. Entdecken Sie dabei Raritäten und Wissenswertes rund um Volkslied, Mundart, Tanz und regionale Musikkultur uvm..

Im Rahmen des Akkordeonfestivals veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk drei Workshops rund um Akkordeon und Harmonika. Jeweils einen halben Tag lang stellen sich renommierte MusikerInnen zur Verfügung, um den TeilnehmerInnen ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher zu bringen. Dabei soll das eigene Können der TeilnehmerInnen erweitert werden.

Pop-Akkordeon

Alexander Christof (Granada, Desustu, Chilli da Mur)

29.02.2020
15:00-18:00.

Pop am Akkordeon? Natürlich! Die TeilnehmerInnen erarbeiten Stücke der Popularmusik, spielen mit verschiedenen Begleitschemata und Skalen und entwickeln eigene Arrangements. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, die Lust und Laune haben, neue Seiten des Akkordeons zu entdecken und in die Welt der Popmusik einzutauchen.

Workshop für WiedereinsteigerInnen am Pianotastenakkordeon

Franziska Hatz (Großmütterchen Hatz & Klok)

7.3.2020
15:00-18:00.

Sie haben als Kind Akkordeon gelernt und das Instrument steht unbeaufsichtigt im Abstellraum? Immer wieder denken sie daran, es mal wieder zu entstauben und auszuprobieren? Dann sind sie hier richtig! Der Workshop mit Franziska Hatz richtet sich an alle Menschen, die irgendwann in ihrem Leben kurz Unterricht hatten, ein wenig probiert haben. Zum Wiedereinsteigen und beschnuppern – keine Angst vor Fehler.

Foto © Stephan Mussil

Die Harmonika zur Hand – und auf zum Tanz!

Tanzworkshop mit Livemusik

14.3.2020
15:00-18:00

Unter fachkundiger und kurzweiliger Anleitung der Tanzpädagogin Else Schmidt kann jede und jeder traditionelle (Volks)Tänze erlernen – von einfachen Formen für alle, wie der Kuckuckspolka oder dem Siebenschritt im Kreis, über lustvolle paarweise Verwicklungen beim Spinnradl bis hin zu Drehungen im Walzerschritt! Else Schmidt begleitet die Anleitungen musikalisch auf der Steirischen Harmonika, der kostengünstigsten Form eines ganzen Tanzorchesters – der Bass gibt das Fundament, der Nachschlag geht in die Beine und die Melodie führt in den Himmel …

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 40,00 / Kinder EUR 20,00
Anmeldung erforderlich!

Weitere Termine zum Tanzschwerpunkt im Frühling am Treffpunkt Operngasse

Wiegen und Tanzen im ¾ Takt
Workshop für Kinder 0-5 Jahre und andere Familienmitglieder
Mi., 11.3.2020, 16.00 – 17.00

Die Harmonika zur Hand – und auf zum Tanz!
Tanzworkshop mit Livemusik im Rahmen des Akkordeonfestivals
14.3.2020, 15.00-18.00

¾ Takt: Walzer versus Ländler
Archivprobe mit Hermann Fritz
Mi., 18.3.2020, 18.30–20.00

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Teilnahmegebühr: EUR 40,00 / Kinder EUR 20,00
Anmeldung erforderlich!

Akkordeonfestival2020_Sujet

21. Internationales Akkordeonfestival 2020

22.2.-22.3.2020

Am Treffpunkt Operngasse 6 gibt es im Zeitraum des Festivals Informationen und Tickets zu den Konzerten. Darüber hinaus werden CDs von renommierten Harmonika- und AkkordeonspielerInnen sowie von Gruppen der world als auch klassischen Volksmusik zum Kauf angeboten. Ebenso finden sich Noten für Anfänger und Fortgeschrittene für das Spiel im Ensemble und in Griffschrift. Weitere Recherchemöglichkeiten bietet das Archiv des Österreichischen Volksliedwerks.

 

Informationwww.akkordeonfestival.at

Steiermark

Ball des Steirischen Volksliedwerks
7.2.2020, Gasthaus „Zum Höchwirt“ in Graz-Weinitzen

Kartenverkauf und Tischreservierung 

Salzburg

„Flachgauer Kranzl“
15.2.2020. 19.30 Uhr (Einlass: 18.30 Uhr) , Gasthof Post in Seekirchen

Flachgauer Musikanten und Wüdara Musi

Kartenverkauf und Tischreservierung

Tirol

1. Tiroler Musikantenball
21.2.2020, Haus der Musik, Innsbruck

Auf’tanzt weard: Franz Posch mit seinen Innbrügglern, die Osttiroler Geigenmusig, Tiroler Weisenbläser-,Tanzlmusig- und Stubenmusiggruppen

Kartenverkauf und Tischreservierung


Wien

73. Hrvatski Bal – Wiener Kroatenball
18.1.2020, Parkhotel Schönbrunn

Kartenverkauf und Tischreservierung

Niederösterreich

9. NÖ Trachtenball
Fr 24.1.2020, 20.00 Uhr, Grafenegg

„Alles Tracht“ lautete das Motto auch 2020 wieder beim Niederösterreichischen Trachtenball der Volkskultur Niederösterreich und der „Wir tragen Niederösterreich“-Partner.

Kartenverkauf und Tischreservierung

 

 

 

 

 

Foto: Herbert Zotti

Singen in der Weihnachtszeit.

Anlässlich des Jubiläums 200 Jahre Stille Nacht (2018) führte das Österreichische Volksliedwerk im letzten Jahr eine Umfrage mit offenen Antworten durch, um die Bedeutung sowohl des Liedes „Stille Nacht – Heilige Nacht“ wie auch anderer Weihnachtslieder und Informationen über das weihnachtliche Singen abzufragen.  150 Personen sind der Aufforderung gefolgt und geben mit ihren Antworten einen Einblick in das Musizieren rund um die Weihnachtszeit in Österreich.[1]

„Stille Nacht – Heilige Nacht“

Von den 100 Personen, die älter als 25 Jahre waren, gaben fast alle an das Lied „Stille Nacht – Heilige Nacht“ am Weihnachtsabend in der Familie zu singen. Die Hälfte davon singt drei Strophen, 50 Personen etwas weniger bzw. mehr als drei Strophen. 60 Prozent gaben an, dass Stille Nacht – Heilige Nacht für sie das bedeutendste Lied rund um das Weihnachtsfest darstellt. Das Singen dieses Liedes ist zentraler Bestandteil der weihnachtlichen Bescherung und des privaten Feierns in der Familie. Rund 40 Personen singen es auch in der Christmette. Ein Drittel gaben an, das Lied auch mehrstimmig zu singen bzw. mit Instrument zu begleiten. Das Lied und auch das Singen erzeugt bei den Befragten eine eigene Stimmung, die Melodie berührt sie, wirkt festlich. Bei einigen Personen über 55 weckt es Erinnerungen an die Kindheit. Tonaufnahmen des Liedes spielen nur bei wenigen Personen, die damit eine ganz persönliche Erinnerung assoziieren, eine Rolle. Meist wird das Lied zufällig im Radio oder im Kaufhaus mitgehört. Einige gaben an, dass sie das als störend empfinden, denn es nimmt dem Lied seine Bedeutung. Beliebt sind Aufnahmen von Chören. Etwas anders verhält es sich bei den befragten Schulkindern aus Wien. Jenes Drittel ohne christlichen Glaubens feiert in den Familien teilweise Weihnachten mit Essen und Familienbesuchen und auch Geschenken, jedoch wird das weihnachtliche Singen und damit auch das Lied „Stille Nacht – Heilige Nacht“ in diesem Zusammenhang nicht praktiziert. Jene Kinder ohne Migrationshintergrund singen das Lied wie alle anderen befragten Personen rund um das Weihnachtsfest.

Beliebte Weihnachtslieder 

Auf die Frage welche anderen Weihnachtslieder die Befragten singen, haben uns die meisten drei mehr oder weniger bekannte, in Summe 59 Lieder genannt. Die Mehrfachnennungen gehen von „Adeste fideles“ bis „Zu Betlehem geboren“. In allen Altersklassen sind auch anderssprachige Lieder vertreten. Die meisten Nennungen sind Weihnachtslieder aus dem deutschsprachigen Raum. Jene die unter den Befragten aus dem (musik-)pädagogischen Bereich waren, gaben an Weihnachtslieder mit ihren SchülerInnen zu singen. Alpenländische Weihnachtslieder sind bei allen Befragten kaum vertreten. Lediglich das in der alpenländischen Tradition komponierte Lied „Es wird scho glei dumpa“ von Anton Reidinger liegt mit 24 Nennungen relativ weit vorne, speziell in der Altersgruppe der 20-55 Jährigen. Die in allen Altersgruppen am häufigsten genannten Weihnachtslieder sind „Oh Tannenbaum, Leise rieselt der Schnee und Ihr Kinderlein kommet“.

Tonbeispiele

Alte Schellackaufnahmen als audiotracks  auf dieser Seite zu „Oh Tannenbaum“ und zu „Leise rieselt der Schnee“  spiegeln die Lieder im Geschmack musikalischen Inszenierens der Zwischenkriegszeit wider.
1. Leise rieselt der Schnee,  Schellackaufnahme mit Bielefelder-Kinderchor
2. O Tannenbaum, Schellackaufnahme mit Chor u. Orchester d. Staatsoper Berlin
Das 3. Beispiel eine Version von „O Tannebaum“ ist eine Hommage an den heuer verstorbenen Musiker Drehleierspieler Eberhard Kummer
Oh Tannenbaum, aus: Eberhard Kummer und Helga Maria Wolf „Lieder zur Leier&Wissenswertes von Weihnachten“ 

[1] Die Fragen wurden sowohl mittels Onlinefragebogen als auch persönlich und im Rahmen der Stille Nacht Ausstellung am Treffpunkt Operngasse beantwortet. Die meisten Befragten haben die österreichische Staatsbürgerschaft, der Rest verteilte sich über den ganzen Kontinent. Etwa die Hälfte gaben an musikalische Grundkenntnisse zu besitzen. Von diesen hatten etwas mehr als die Hälfte eine höhere musikalische Bildung aufzuweisen. Befragt wurden Personen unterschiedlichen Alters, im Umkreis der Volksliedwerke und unter den Ausstellungsbesuchern. Die jüngsten waren Volksschulkindern aus Wien,ein Drittel davon Kinder nicht christlichen Glaubens, der älteste Teilnehmende 81 Jahre alt.  Somit sind die Zahlen nicht repräsentativ für Österreich zu werten, aber dennoch kann aus den Ergebnissen eine Tendenz zum weihnachtlichen Singen abgelesen werden.

Danke für die Unterstützung

ARGE_Christbaum_Internet

 

So., 10. November,
17:00 – 19:00.

Angelika-Kauffmannsaal, Schwarzenberg.

Festabend


Dieser Festabend rückt das Sammeln, Bewahren
und Erschließen von Liedern und Musikstücken in den Vordergrund. Dazu wurden Stücke aus Vorarlberger Volksmusiksammlungen
(Sonnleithner 1819 und Strolz von 1812- 1818) auf CD eingespielt und sind an diesem Abend Live zu hören.

In Zusammenarbeit mit dem ORF, der Gemeinde Schwarzenberg und dem Vorarlberger Landeskonservatorium.

Festredner, Studierende des Landeskonservatoriums Feldkirch, Fiddelkids, Finklinggs tanzbar, Alpengruppe Cornetto

Weitere Informationen

em. o. Universitätsprofessor Dr. Konrad Köstlin erhält das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Das Österreichische Volksliedwerk gratuliert seinem Vizepräsident em. o. Universitätsprofessor Dr. Konrad Köstlin. Der Bundespräsident hat ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen. Die Überreichung erfolgte durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Dienstag, den 29. Oktober 2019, um 12.00 Uhr im Landtagssaal in St. Pölten.

Mit dieser Auszeichnung findet das umfassende Wirken Konrad Köstlins für die Volkskultur und Volkskulturforschung in Österreich eine würdige Anerkennung. Neben seiner universitären Laufbahn als Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Wien, widmet er sich ehrenamtlich zahlreichen Aufgaben und  Projekten, die zur Weiterentwicklung der Volkskultur in Österreich beitragen. Dazu zählen seine Tätigkeiten in der Wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerks und als Präsident (dzt. Kuratoriumsmitglied) im Verein des Volkskundemuseums und im Beirat am Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Tirol. Er war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV), darüber hinaus langjähriger Vorsitzender der Société internationale d’ethnologie et de folklore (SIEF) und im Wissenschaftlichen Beirat im Touriseum, Südtiroler Landesmuseum für Tourismus sowie Gutachter für die österreichische UNESCO-Kommission. Als Programmgestalter der jährlichen Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks, der Kamingespräche der Volkskultur Niederösterreich und der Zukunftsgespräche der Bundesarbeitsgemeinschaft Volkstanz gab er neue Themen und Blickwinkel auf die Volkskultur aus der Perspektive einer modernen Gesellschaft vor. Dazu zählt auch die Wissenschaftliche Leitung des FWF Projekts des Volkskundemuseums Wien gemeinsam mit den Projektmitarbeiterinnen Birgit Johler und Magdalena Puchberger. Hier galt es „Museale Strategien in Zeiten politischer Umbrüche“ des Österreichischen Museums für Volkskunde in den Jahren 1930-1950“ zu beleuchten.

Zahlreiche Artikel  in wissenschaftlichen Fachpublikationen, aber auch in Zeitungen der Volkskultur geben nachhaltig Anregungen und Einblick, dass Volkskultur einen lebendigen Dialog und eine Antwort auf Globalisierung in unserer Gesellschaft darstellt.

Presseinformation Konrad Köstlin

Fotos

Ehrung K_Köstlin_29102019_DSC_4946

Ehrung Konrad Köstlin durch Landeshaupftrau Johanna Mikl-Leitner
copyright: Herbert Zotti

Konrad Köstlin bei seiner Ehrung am 29.11.2019 mit seinem Enkel Jakob
copyright: Herbert Zotti

Sommerakademie „Volkskultur als Dialog“ 2019 und 2018
copyright: Herbert Zotti

Zukunftstagung

Prof. Dr. Konrad Köstlin mit Geschäftsleiterin Irene Egger und Präsident Josef Pühringer bei der Zukunftstagung des Österreichischen Volksliedwerks
copyright: Andi Koepp

Rückfragehinweis:
Mag. Irene Egger, irene.egger(at)volksliedwerk.at
T: +43/1/5126335-14

 

 

 

 

Wirkungen, Funktionen und Kontexte

Sommerakademie „Volkskultur als Dialog“

21.- 24. August 2019

Gmunden
Anmeldefrist: 31. Juli 2019
Auf der Sommerakademie 2019 wollen wir nach Feldern fragen, in denen Volkslied und Volksmusik, „Volkskultur“ überhaupt, wirksam werden, wo sie mit Emotionen verknüpft, Haltungen ausdrücken und begleiten. Wir wollen über Bereiche der Anwendung, den lebenspraktischen Gebrauch im Alltag, über Ausdrucksformen für jede Gelegenheit reden, auch fragen, was es bedeutet, wenn sie kindheitsvertraut sind. Gefühle, Signale, Wirkungen und Stimmungen im vermeintlich Eigenen, im Nahbereich: Ein in mehrfachem Sinne offenes, weites Feld historischer wie gegenwärtiger Beispiele im sozialen Gebrauch, auch im therapeutischen Bereich, ist bei Vorträgen, Workshops und Diskussionen bei der Sommerakademie auszuloten.
Es geht in Vorträgen von Herbert Zotti und Else Schmidt von der Bundesarbeitsgemeinschaft Volkstanz über die „Sehnsucht nach dem Land“ und dem „Leben im Landhausstil“.  Katharina Pecher-Havers vom Institut für Musikpädagogik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien spricht über die Zither im „Roten Wien“, ein weiteres Thema ist Singen und Musik als Ausdruck des Protests. „Die Lust am Singen“ wird in einem Workshop mit Norbert Hauer vermittelt. Ein offenes Singen und Tanzen am Rathausplatz gemeinsam mit den Teilnehmenden der Sommerakademie will auch PassantInnen und das Publikum für das aktive musikalische Tun begeistern.

Zur Sommerakademie laden wir Personen aus der Volkskultur, aus dem Sozial-, Musik- und Bildungs- und Tourismusfach sowohl aus Wissenschaft und Praxis ein, sich bei der Sommerakademie mit Wirkungen, Funktionen und Kontexten von Volkskultur  auseinanderzusetzen. Für PädagogInnen gilt die Tagung als Fortbildung. An junge Studierende und Musizierende vergeben wir für die Sommerakademie Stipendien.
Gerne nehmen wir auch Programmvorschläge für musikalische Beiträge für das offene Singen, Musizieren und Tanzen am Rathausplatz in Gmunden entgegen, in Absprache gelten Sonderkonditionen für das Tagungsprogramm.

Anfragen: sommerakademie@volksliedwerk.at

Ausgewählte Beiträge der Sommerakademien 2017/18 erscheinen im Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerks Ende August 2019.