Das Österreichische Volksliedwerk hat 2018 einen Teilnachlass vorwiegend Noten aus dem vom Volkskundemuseum Wien an die Familie Mautner restituierten Bestand Anna und Konrad Mautner angekauft. Dieser wurde dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks/Abteilung der Österreichischen Nationalbibliothek übergeben. Nun ist dieser katalogisiert, großteils mit ABCs sowie Fingerprints versehen und auch digitalisiert.
Musik aus den Regionen – Neue Chancen für neue Talente.
Mittwoch, 5. Oktober 2022, ab 12 Uhr. Conference Center Laxenburg, 2361 Laxenburg
Schlager aus Österreich und Volksmusik als ursprünglichste Form der Musik, aus der sich Genres wie volkstümliche Musik, Blasmusik oder Wienerlied ableiten, erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit in der Bevölkerung und werden bei Veranstaltungen gerne gespielt. Doch seit einigen Jahren kommen diese Musikgenres in den Rundfunkprogrammen des Landes immer weniger vor.
Wie kann dieser Trend aufgehalten werden? Welche Ressourcen sind erforderlich, damit dieses spezifische Marktsegment neu belebt wird? Welche Ideen liegen vor, um Talente für eine musikalische Karriere zu begeistern?
Darüber diskutieren Expertinnen und Experten aus der Branche in thematischen Panels mit Key Playern und Multiplikatoren.
Wir freuen uns auf Beiträge von: Andreas Gabalier * Die Mayerin * Herbert Pixner * Monika Ballwein * Christof Straub * Rudi Schedler * Harald Huber * Maria Grossbauer * Irene Egger * Sepp Adlmann * Günter Loibl * Gustl Viertbauer * Dietmar Lienbacher * und viele weitere Gäste
Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ladet die AKM I austro mechana Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und mitzudiskutieren. Das Österreichische Volksliedwerk ist mit einem Beitrag dabei.
Teil I: Symposion & Geigen.Werkstatt 14. | 15. | 16. Oktober 2022 Schloss Goldegg | Land Salzburg
Bei aller Nonchalance, die ihn immer auszeichnete – auf die Unterscheidung zwischen dem Akademiker Dr. Rudolf Pietsch und dem Musikanten Rudi Pietsch legte er stets großen Wert. Nicht etwa, weil ihm der akademische Titel wichtig gewesen wäre, sondern weil es für ihn zwei unterschiedliche Welten, zwei Selbstverständnisse, zwei Vermittlungspositionen waren. Als Rudi Pietsch konnte er aus ganzem Herzen Musikant und Mensch sein – sein angeborener Witz und Charme sprangen dann mit oder ohne Geige, auf der Bühne oder am Wirtshaustisch auf die ganze Gesellschaft über. Goldegg als Auftakt der Rudi Pietsch Trilogie wird, nicht zuletzt mit zwei abendlichen Konzerten, den Menschen und Musikanten „Rudi“ Pietsch in den Mittelpunkt stellen.
Darüber hinaus wird die diesjährige Geigen.Werkstatt, der Rudi als Ideengeber und Lehrer sehr verbunden war, in dieser Trilogie integriert. Eingeladen sind vorwiegend Volksmusikgruppen/-ensembles mit mindestens einer Geige/Violine und Solisten (ohne Altersgrenze – nicht für reine Anfänger geeignet).
Nähere Informationen finden Sie unter Salzburger Volksliedwerk | Detail oder telefonisch unter +43 (0)662 8042 2583.
Teil II: Rudi Pietsch in Wien – Vermittler und Wissenschaftler 18. Oktober 2022 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Der zweite Teil der „Rudi Pietsch Trilogie“ findet an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt. Hier hat Rudi Pietsch zuletzt am Joseph Haydn Institut für Kammermusik und Neue Musik und an seinem ehemaligen Heimatinstitut, dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie geforscht und unterrichtet.
Die Erinnerung an den Freund und Kollegen Rudi als einfallsreichen und phänomenal erfolgreichen Vermittler von (Volks)musik und Tanz sowie als europäischen Wissenschaftler will – mit seinem Elan, seinem Witz und mit seinem tiefen Ernst – in Erinnerung gerufen werden. Er eröffnete Generationen von jungen Studierenden neue Horizonte. Wie hat Rudi Pietsch als Lehrer, als Fachkollege und als Mensch angeregt und begleitet? Welche neuen Ressourcen konnte er für seine unermüdliche Arbeit als Vermittler und Wissenschaftler erschließen? Wie hat er von Wien aus sein einzigartiges volksmusikalisches Netzwerk aufgebaut? Auf all diese Fragen werden gemeinsam in Vorträgen, Würdigungsworten und nicht zuletzt mit viel Musik Antworten aufgespürt.
mdw – Joseph Haydn-Saal | Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien
Informationen zum genauen Programmablauf finden Sie hier. Um Anmeldung für Vor-/Nachmittag oder den ganzen Tag wird gebeten. Kontakt: Martina Krammer krammer@mdw.ac.at, T +43 (0)1 71155-4201
Eintritt frei
Teil III: Tanzmusik im Alpenraum. In Erinnerung an Rudolf Pietsch – Symposium zur Volksmusikforschung in den Alpen 25. – 26. Oktober 2022 Innsbruck, Haus der Musik
Rudi Pietsch hat nicht nur die Reihe der Innsbrucker Symposien zur Volksmusikforschung als mehrmaliger Referent und oftmaliger Diskutant und zuletzt sogar als Förderer sehr geprägt, sondern auch für die Erforschung der Tanzmusik im Alpenraum Großartiges geleistet und beeindruckende Studien hinterlassen. In seinen Arbeiten und Vorträgen ging es ihm neben der Darstellung von Instrumenten, Spieltechniken, Repertoires und Spielanlässen ganz besonders um die Wechselbeziehungen von Volksmusik und Volkstanz, welche ihn auch als praktizierenden Musiker stets beschäftigten.
Das Symposium richtet sich an Fachleute, interessiertes Publikum und an die Teilnehmer:innen und Juror:inn:en des um diese Zeit in Innsbruck stattfindenden 24. Alpenländischen Volksmusikwettbewerbes und bildet den Abschluss der Tagungs-Trilogie in Gedenken an Rudi Pietsch. Veranstalter des 3. Teils ist das Department für Musikwissenschaft/Fachbereich Musikalische Ethnologie der Universität Mozarteum Salzburg.
Haus der Musik | Universitätsstraße 1, 5. Stock, Vorlesungssaal, 6020 Innsbruck
Um Anmeldung wird gebeten. Kontakt: thomas.nussbaumer@moz.ac.at, +43 676 88 122 345
Beim heurigen ÖMR-Symposion “Menschenrechte/Musikrechte” werden in Keynotes, Arbeitsgruppen und Diskussionen die Entwicklung der Menschenrechte und der „5 Music Rights“ des Internationalem Musikrats (Musikrechte) auf ihre Funktion, Umsetzungsmöglichkeiten und ihre Nachhaltigkeit untersucht.
Ein vielfältiges Live-Musikprogramm referenziert gezielt auf die Sichtbarmachung von Menschen- und Musikrechten in klingender Form.
Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien, Joseph Haydn-Saal
Sound in the City: Musik in mitteleuropäischen Städten
17. bis 18. November 2022, Graz
Foto(c)Volkskultur Steiermark/Sascha Pseiner
Zweitägiges Symposium zum Thema (Volks-)Musik in der Stadt: Städte sind von Menschen bewohnt, die aus verschiedenen Orten stammen, selbst wenn sie keine Landesgrenzen überschritten haben, um dorthin zu gelangen. Daher umfasst die Musik einer Stadt die Volkskulturen vieler verschiedener Orte und Regionen.
Das Programm gliedert sich in drei Schwerpunkte: 1. Schule und Ausbildung (Wie klingt die Stadt in der Schule?) 2. Volksmusik & Volkskultur in der Stadt (Wie klingt das Land in der Stadt?) 3. Musikalische Gemeinschaften (Wie klingen verschiedene Länder und Kulturen in der Stadt?)
Während das Symposium international ausgerichtet ist, findet eine Reihe von Aufführungen mit in Graz beheimateten Musiker*innen unter dem Titel „Volksmusik in der Stadt“ statt. Im Rahmen des Symposiums werden am 18.10. die Canorium Styriae-Preise verliehen.
Eine Veranstaltung des Steirischen Volksliedwerks, des Instituts für Ethnomusikologie der Kunstuniversität Graz und der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum Graz.
Im Rahmen des Symposiums werden auch die CANORUM STYRIAE PREISEdes Steirischen Volksliedwerks verliehen, welche in zweijährigem Abstand ausgelobt werden. Das Ziel ist die forcierte wissenschaftliche Aufarbeitung der musikalischen Volkskultur der Steiermark. Ausgezeichnet werden jene Arbeiten, die dem Verständnis musikalischer Volkskultur im alpinen Raum durch aktuelle Fragestellungen, innovative Methoden oder die Erschließung bislang nicht zugänglicher Quellen den größten wissenschaftlichen Nutzen erbracht haben.
Sommerakademie 2021 „Volkskultur als Dialog: Volksmusik und Volkslied und / als Moderne“
Marie-Theres Arnbom: Fremd und einheimisch. Das Fremde im Fremdenverkehr Konrad Köstlin: Volksmusik als Steinbruch. Volkskulturforschung in der Sommerfrische Sandra Hupfauf: „Modekleid, Schlager und Jazz − Das hat der Fremde zu Hause auch!“ Der Tiroler Abend in der Zwischenkriegszeit Volker Derschmidt: „Da Landler håd iwahaupt koan Takt net!“ Über Rhythmusvarianten beim oberösterreichischen Landler, Tonbeispiele siehe unten Else Schmidt: Alte Tänze für junge Leute − Klangbilder, Tonbeispiele siehe unten Katharina Pecher-Havers: Gepflegt oder angeeignet? Ein Plädoyer für den produktiven Umgang mit Volksmusik im schulischen Musikunterricht Klaus Dorfegger: Volksmusikinstrumente, Neue Musik, Literatur: das Projekt Hergouth!
Anna Larl, Manuela Rathmayer, Konrad J. Kuhn: Pflegefall Volkstanz. Wissenshistorische Überlegungen aus einem Forschungsprojekt Walter Meixner: Das Liederbuch der Anna Maria Schoder, Vandans Nr. 127, 1931
Personalia
Annemarie Bösch-Niederer: Frau Schulrat Nora Caba (9. August 1925 − 21. Februar 2021) Annemarie Bösch-Niederer: Joachim Pfefferkorn (9. Dezember 1931 − 11. April 2021) Heimo Sprenger: Nachruf Walter Kraxner (17. Dezember 1927 − 6. Mai 2021) Maria Walcher: „Singen ist Seele“. Roswitha Meikl (2. April 1954 − 29. Juli 2021) Katharina Pecher-Havers: Das Wiener Heurigenzitherspiel starb zweimal. Nachruf auf Cornelia Mayer (14. Juni 1965 − 31. August 2021) Erna Ströbitzer: Bibliografie Annemarie Bösch-Niederer
Berichte aus den Volksliedwerken
Berichte der Volksliedwerke und fachverwandter Institutionen
Rezensionen
Wolfgang Dreier-Andres (Hg.): Schichten − Strömungen − Spannungsfelder: Volksmusikalische Zeitfenster in Salzburg 1816−2016 (Erna Ströbitzer) Ursula Hemetek, Marko Köbl and Hande Sağlam (Ed.): Ethnomusicology Matters. Influencing Social and Political Realities (Sarah Weiss) Südtiroler Landesarchiv u. Verband Südtiroler Musikkapellen (Hg.): In Treue fest durch die Systeme. Geschichte der Südtiroler Blasmusik 1918−1948 (Rudolf Gstättner) Christina Dörfling, Christofer Jost u. Martin Pfleiderer (Hg.): Musikobjektgeschichten. Populäre Musik und materielle Kultur (Erna Ströbitzer) Josef und Elisabeth Radauer: Salzburger Hirtenspiele. Damals und heute (Jasmin Linzer) Sepp Gmasz u. Anna-Maria Hammer: Seelen.Töne. Burgenländisches Familienliederbuch in allen Landessprachen (Irene Egger) Christian Dreo, Andreas Salzbrunn, Leonhard Stampler u. Karl-Gerhard Straßl (Red.): Singbuch für junge Sängerinnen und Sänger (Wolfgang Veith) CD Sonja Ortner (Red.): Volksmusikalische Impressionen 1956−1975. Rundfunkaufnahmen aus Tirol (Bernhard Gamsjäger)
Tonbeispiele
zum Artikel: Volker Derschmidt: „Da Landler håd iwahaupt koan Takt net!“ Über Rhythmusvarianten beim oberösterreichischen Landler
Das Jahr 1819 ist ein besonderer Markstein für die Musikgeschichte des heutigen österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. Die Teilnahme des Landes Vorarlberg am volksmusikalischen Sammelunternehmen der Gesellschaft für Musikfreunde in Wien, der heute sogenannten „Sonnleithner-Sammlung“, lenkte erstmals auch den Blick auf das Musikleben im Westen des Habsburgerreiches. Der zweite Vorarlberg Band der Reihe „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ des Österreichischen Volksliedwerks nimmt diese Sammlung in ihren Fokus und legt eine Dokumentation der Ergebnisse aus dem Kreis Bregenz mit zeitgemäßer Notation und ausführlichen Kommentaren vor. Ergänzend dazu werden die ältesten überlieferten Lieder- und Musikantenhandschriften aus den ersten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einer näheren Untersuchung unterzogen. In wissenschaftlichen Beiträgen wird versucht, den historischen Ablauf des Sammelunternehmens sowie das Musikleben der frühen Biedermeierzeit anhand von historischen Quellen näher zu beleuchten.
Sommerausgabe der Zeitung Land & Raum des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung.
Bei der diesjährigen Sommerausgabe von Land & Raum geht uns das Herz auf, denn der thematische Schwerpunkt ist „Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft“.
Auf 40 Seiten in 13 Beiträgen reist man von Vorarlberg bis Wien, von Kärnten nach Oberösterreich, vom Tal auf den Berg, vom Land in die Stadt.
Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft Irene Egger im Gespräch mit Land & Raum Herr Wirt, an Liter für die Musi! Michael Reiter Mit allen Sinnen – Projekte zur musikalischen Basisbildung Wolfgang Veith Und der Schnee geht bald weg … Irene Egger Das Kärntnerlied – ein markantes Landessymbol Franz Greif Burgenlandla war´n jo Sandla ohne Tamburica … Judith Kittelmann Notenbeispiele (2 Seiten) „OU“ Jodelfest – einmal durch die Alpen mitten in die Lust Irene Egger und Markus Prieth Singen mit Aussicht Eva Zeindl und Doris Zizala Oberösterreichische Liebe zum Wienerlied Susanne Rosenlechner Helmut Wittmann – DER Märchenerzähler aus dem Almtal Ein Interview mit Brigitte K. Macaria Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes Jasmin Linzer und Erna Ströbitzer Volkskultur – Volkspoesie – Volkslied Konrad Köstlin Mucks, die Maus im Feste-Braus Österreichischer Integrationsfonds
Nach einer langen coronabedingten Pause freuen sich einige Schulklassen im Rahmen vom Schulprojekt „Mit allen Sinnen“ Konzerte und größere Singveranstaltungen am Ende des Schuljahres abhalten zu dürfen. Diese sollen den Kindern ein Musikerlebnis in einer großen Gemeinschaft ermöglichen. Jede/r ist herzlich eingeladen zu kommen und sich gleich auf das große Konzert „Komm, wir singen!“ mit Hubert von Goisern im Rahmen des Bundesjugendsingens Ende Juni 2023 einzustimmen.
Niederösterreich
28. Juni 2022, 17-18 Uhr I Hauptplatz Herzogenburg
Singen mit Aussicht
eine Initiative der NMS Herzogenburg. Schulchöre der regionalen Volksschulen, die Schüler:innen der NMS Herzogenburg, zahlreiche Chöre der Umgebung und sangesfreudige Menschen sind in Herzogenburg zu einem „Singen mit Aussicht“ eingeladen. Information: Volkskultur Niederösterreich
Vorarlberg
1. Juli 2022, 18 Uhr I CASHPOINT Arena, Altach
Sing mit
Auftritt des größten Vorarlberger Kinderchor mit dem Ziel, jungen Menschen zwischen 8 und 14 Jahren das „Erlebnis Singen“ zu vermitteln.
Tirol
4. Juli 2022, 10 – 11.30 Uhr I Innenhof der Hofburg Innsbruck
Tirol singt!
Tiroler Musikvolksschulen & Musikmittelschulen feiern gemeinsam ein Singfest
Steiermark
25. Mai 2022 I Grazer Landhaushof
Meistersingerfest
Das 4. Meistersingerfest konnte am 25. Mai im Grazer Landhaushof gleich zweimal stattfinden. Rund 1300 Jugendliche haben bei diesem Fest des Singens teilgenommen. Eine begeisternde Birgitta Wetzl führte durch das Programm, leitete die Jugendlichen an und sorgte für gute Stimmung. Dank der Unterstützung durch das Steirische Volksliedwerk konnte allen jungen Sängerinnen und Sängern das Meistersinger-Liederheft 2022 zur Verfügung gestellt werden, das auch die Lieder der österreichweiten Aktion „Komm, wir singen“ enthält.
Lieder erzählen gerne Geschichten – manchmal aber auch Geschichte. Große Schlachten, Revolutionen, Naturkatastrophen haben oft auch einen Niederschlag in Liedform gefunden. Dabei wurden nicht nur die Geschehnisse selbst beschrieben und so der Nachwelt überliefert, sondern auch die durch sie erzeugten Gefühle und Stimmungen in der Sprache der Musik festgehalten. Nicht selten sind solche Lieder aber auch erst viele Jahre, mitunter Jahrhunderte nach einem historischen Ereignis entstanden. Sie taugen somit nicht als Zeitdokument, verraten aber viel über die, in die Vergangenheit projizierten Werte und Ideen einer späteren Zeit.
Auch die Pop- und Rockmusik hat sich immer wieder geschichtlicher Ereignisse angenommen: So hat etwa PJ Harvey den Ersten Weltkrieg („Let England Shake“) und Orchestral Manoeuvres in the Dark den Atombombenabwurf auf Hiroshima („Enola Gay“) besungen, während Neil Young in seinem Song „Let’s Roll“ die dramatischen Szenen an Bord eines entführten Flugzeugs am 11. September 2001 schilderte. Einen Meilenstein der musikalischen Geschichtsschreibung setzten 1977 auch die heimischen Schmetterlinge mit ihrer „Proletenpassion“. Und die schwedische Heavy Metal-Band Sabaton hat sich in ihren Songs sogar ausschließlich auf historische Themen spezialisiert – von der Türkenbelagerung Wiens bis zur Panzerschlacht von Kursk.
Das von Richard Brem gestaltete „Radiokolleg“ begibt sich anhand von Liedern und Liedtexten durch die Weltgeschichte und geht dabei der Frage nach, inwieweit diese als historische Quellen und zur Vermittlung von geschichtlichem Wissen dienen können, Irene Egger vom Österreichischen Volksliedwerk berichtet aus der Sicht der Volkslieder.
Vom 27. bis 30. Oktober 2022 ist es endlich wieder so weit! Junge MusikantInnen und SängerInnen aus vier Ländern – Österreich, Bayern, Südtirol und Schweiz – treffen sich, um beim größten Wettbewerb rund um die traditionelle Volksmusik, dem Alpenländischen Volksmusikwettbewerb/Herma Haselsteiner-Preis, ihr Können zu präsentieren. Die Veranstaltung ist die größte ihrer Art und ein Fixpunkt der Volksmusikszene im Alpenraum. Die Teilnahme am Wettbewerb ist jedoch mit 150 Wertungen für Gruppen und Solisten begrenzt.
Die Begegnung der unterschiedlichen, volksmusikalischen Regionen, verbunden mit ihren typischen Trachten und Musizierstilen ist jedes Mal für alle aktiv Mitwirkenden, aber auch für die tausenden BesucherInnen ein außergewöhnliches Erlebnis.
Zahlreiche Musikantentreffen, der große Volkstanzabend, Musik und Gesang in der Innenstadt, Volksmusikfrühschoppen in Innsbrucker Gasthäusern, die internationale Noten-, Trachten- und Instrumentenverkaufsausstellung „Rund um die Volksmusik“, der feierliche Volksmusikfestabend mit Verleihung der begehrten Herma Haselsteiner-Preise und der festliche Radio-Abschlussgottesdienst am Sonntag im Innsbrucker Dom laden zum Besuch dieses einzigartigen Wochenendes nach Innsbruck ein.