Im Rahmen des KlezMore Festivals vom 5. – 20.11.2022 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien jährlich Workshops. Durch Singen, Nach- und Mitspielen bringen renommierte MusikerInnen den Teilnehmer*innen am Workshop ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher. Dabei soll das eigene Können der Teilnehmer*innen erweitert werden.


So., 06. November 2022
15.00 – 18.00 Uhr

Workshop I
Jiddisches Lieder-Schmuggeln
Gestaltung: Daniel Kahn (USA)

Ein Workshop für vielsprachige Darbietungen, Tradaptierungen, multi-musikalische Mischungen und andere grenzüberschreitende Pfade zeitgenössischer jiddischer Liedarbeit. Lerne auf kreative Weise Lieder zu übersetzen, umzuformen und nach euren Wünschen zu Formen- am Beispiel von Daniel Kahns eigenen Arrangements. Kommt mit euren Stimmen, euren Sprachen, euren Köpfen und Phantasien!


So., 13. November 2022
15.00 – 18.00 Uhr

Workshop II
Style und Repertoire
Gestaltung: Esther Wratschko (AT)

Spielfreudigen, Klezmer und jiddischem Lied interessierten Instrumentalist*innen wie auch Sänger*innen bietet dieser Workshop die Möglichkeit, Grundkenntnisse zu erlangen und zu vertiefen. Hier wird in die Bandbreite des Klezmerrepertoires hineingeschnuppert, dazu das Tanzbein geschwungen und auch das eine oder andere Lied gelernt. Das erlernte Repertoire kann bei der montäglichen Klezmer Session (14.11.) im Cafe Max ausprobiert werden, in diesem Sinne: Kimt, alemen, un lomir shpiln Klezmer!


Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00 á Workshop – Anmeldung erforderlich!
Anmeldung: office@volksliedwerk.at
oder direkt im Österreichischen Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 512 63 35


Während des KlezMore Festivals können Karten im Österreichischen Volksliedwerk auch für die Konzerte erworben werden.

Programm: KlezMore Festival

23. Internationales Akkordeon Festival 2022.

Im Rahmen des Internationalen Akkordeon Festivals 19.2.-20.3.2022 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien jährlich Workshops rund um Akkordeon und Harmonika. Jeweils einen halben Tag lang stellen sich renommierte MusikerInnen zur Verfügung, um den TeilnehmerInnen ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher zu bringen. Dabei soll das eigene Können der TeilnehmerInnen erweitert werden. Während des Akkordeonfestivals können Karten im Österreichischen Volksliedwerk für die Konzerte erworben werden.

Das Internationale Akkordeonfestival findet bereits zum 23. Mal statt. Der SCHWERPUNKT ÖSTERREICH des Festivals bleibt so selbstverständlich wie notwendig, fallen doch internationale Künstler_innen derzeit beinahe zwingend weg. Der Reichtum der hiesigen Musiklandschaft war dabei schon immer ein wesentlicher, stets spannender und in sich vielfältiger Bestandteil des Programmes. 

Programm des Festivals: Akkordeon Festival


Sa., 26. Februar 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

FRANZISKA HATZ (Großmütterchen & Klok)
Akkordeon für WiedereinsteigerInnen am Pianotastenakkordeon

Sie haben als Kind Akkordeon gelernt und jetzt steht das Instrument unbeaufsichtigt im Abstellraum? Sie denken daran, es zu entstauben und auszuprobieren? Dann sind sie hier richtig! Ein Workshop für Menschen, die irgendwann kurz Akkordeon-Unterricht hatten, oder ein wenig gespielt haben (Sie finden das C links und rechts und können Dur und Moll Akkorde auf der Bassseite spielen … ). Zum Wiedereinsteigen ohne Angst vor Fehlern!

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at


Sa., 5. März 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

ALEXANDER CHRISTOF (Granada, Desustu, Chilli da Mur)
Pop-Akkordeon

Pop am Akkordeon? Sowieso! Mit Alexander Christof (Granada, Desustu …) erarbeiten die Teilnehmer_innen verschiedene Songs, spielen mit verschiedenen Begleitschemata und Skalen, und entwickeln eigene Arrangements. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, die Lust haben, neue Seiten des Akkordeons zu entdecken und in die Welt der Popmusik einzutauchen.

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at

Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at


Sa., 12. März 2022,
15.00 – 18.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, im Rahmen des Akkordeonfestivals.

INGRID EDER (AT)
Akkordieren und Musizieren

Melodien- und Phrasengestaltung, Akzentuierung als auch die Balgführung stehen in diesem Workshop mit Ingrid Eder (attensam quartett, quinteto tango la boca, Otto Lechner und die Wiener Ziehharmoniker) im Fokus. Gemeinsam werden wir uns an den Möglichkeiten am Akkordeon ausprobieren und kleine Stücke unter diesen Themen bearbeiten. Der Workshop richtet sich an leicht Fortgeschrittene, ganz gleich ob Tasten- oder Knopfakkordeon. 

Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00/Workshop (Anmeldung erforderlich!)
Anmeldung: office(at)volksliedwerk.at

Singen mit Senior*innen

Im Frühjahr 2022 hat das Österreichische Volksliedwerk eine Kooperation mit dem Berliner Startup media4Care gestartet. Media4care stellt pflegebedürftigen Senioren ein tabletbasiertes Assistenzsystem mit unterschiedlichen Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung, welches einfach und barrierefrei für jede*n zu nutzen ist und immer wieder mit neuen Inhalten befüllt wird. Das soll Senior*innen dabei unterstützen, sich geistig fit zu halten und im Kontakt mit Ihren Liebsten zu bleiben. Die angebotenen Aktivitäten können einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden und richten sich sowohl an Senior*innen mit und ohne Demenzerkrankungen.

Gerade das Singen eignet sich besonders für die Arbeit in Gruppen, aber auch für einzelne Personen, falls die Gruppenteilnahme nicht möglich ist. Für das Tablet wurden nun in Kooperation mit dem Österreichischen Volksliedwerk zehn Lieder zusammengestellt, welche in Österreich verbreitet sind. Die Auswahl der Lieder greift auf die Expertise anhand von Liederbüchern zum Singen mit Senior*innen im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks zurück. Es wurden daher Lieder zum Mitsingen ausgewählt und eingespielt, die in älteren Generationen weit verbreitetet, in Tonhöhe, Tempo und Schwierigkeit auch für ungeschulte oder eingeschränkte Sänger*innen geeignet sind, um alle zum Mitsingen aber auch zum Erzählen anzuregen.

Lieder

Am Brunnen vor dem Tore
Ein Vogel wollte Hochzeit machen
Es wird scho glei dumpa
Fein sein beinander bleib’n
Guten Abend gut‘ Nacht
I hab die gern: Noten und weiterführende Informationen
In die Berg bin i gern
O du lieber Augustin: Noten und weiterführende Informationen
Und jetzt gang i ans Petersbrünndele: Noten und weiterführende Informationen
Wahre Freundschaft

alle anderen Noten können unter archiv (at) volksliedwerk.at angefragt werden.

Arrangements, Aufnahmen, Mastering: www.musikdesign.at
Gesang: Annika und Wolfgang Veith, Bernd und Karin Kronowetter, Irene Egger
Klavier: Clemens Schaller
Gitarre: Bernd Kronowetter
Flöte: Irene Egger
Harmonika: Reinhard Pilz

Zu den Liedern und den Angeboten von media4care

ist nun öffentlich zugänglich.

Das Österreichische Volksliedwerk hat 2018 einen Teilnachlass vorwiegend Noten aus dem vom Volkskundemuseum Wien an die Familie Mautner restituierten Bestand Anna und Konrad Mautner angekauft. Dieser wurde dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks/Abteilung der Österreichischen Nationalbibliothek übergeben. Nun ist dieser katalogisiert, großteils mit ABCs sowie Fingerprints versehen und auch digitalisiert.

Weiterführende Informationen im Lexikon der Österreichischen Provenienzforschung

Musik aus den Regionen – Neue Chancen für neue Talente.

Mittwoch, 5. Oktober 2022, ab 12 Uhr.
Conference Center Laxenburg, 2361 Laxenburg


Schlager aus Österreich und Volksmusik als ursprünglichste Form der Musik, aus der sich Genres wie volkstümliche Musik, Blasmusik oder Wienerlied ableiten, erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit in der Bevölkerung und werden bei Veranstaltungen gerne gespielt. Doch seit einigen Jahren kommen diese Musikgenres in den Rundfunkprogrammen des Landes immer weniger vor.

Wie kann dieser Trend aufgehalten werden? Welche Ressourcen sind erforderlich, damit dieses spezifische Marktsegment neu belebt wird? Welche Ideen liegen vor, um Talente für eine musikalische Karriere zu begeistern?

Darüber diskutieren Expertinnen und Experten aus der Branche in thematischen Panels mit Key Playern und Multiplikatoren.


Wir freuen uns auf Beiträge von: Andreas Gabalier * Die Mayerin * Herbert Pixner * Monika Ballwein * Christof Straub * Rudi Schedler * Harald Huber * Maria Grossbauer * Irene Egger * Sepp Adlmann * Günter Loibl * Gustl Viertbauer * Dietmar Lienbacher * und viele weitere Gäste


Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ladet die AKM I austro mechana Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und mitzudiskutieren. Das Österreichische Volksliedwerk ist mit einem Beitrag dabei.

Anmeldung und Details unter: AKM I austro mechana

Der Himmel voller Geigen. Eine Rudi Pietsch Trilogie

Rudi Pietsch (1951 – 2020) – Geiger, Sänger, Vermittler, Lehrender, Forscher, Mensch,

Teil I: Symposion & Geigen.Werkstatt
14. | 15. | 16. Oktober 2022
Schloss Goldegg | Land Salzburg

Bei aller Nonchalance, die ihn immer auszeichnete – auf die Unterscheidung zwischen dem Akademiker Dr. Rudolf Pietsch und dem Musikanten Rudi Pietsch legte er stets großen Wert. Nicht etwa, weil ihm der akademische Titel wichtig gewesen wäre, sondern weil es für ihn zwei unterschiedliche Welten, zwei Selbstverständnisse, zwei Vermittlungspositionen waren. Als Rudi Pietsch konnte er aus ganzem Herzen Musikant und Mensch sein – sein angeborener Witz und Charme sprangen dann mit oder ohne Geige, auf der Bühne oder am Wirtshaustisch auf die ganze Gesellschaft über.
Goldegg als Auftakt der Rudi Pietsch Trilogie wird, nicht zuletzt mit zwei abendlichen Konzerten, den Menschen und Musikanten „Rudi“ Pietsch in den Mittelpunkt stellen.

Darüber hinaus wird die diesjährige Geigen.Werkstatt, der Rudi als Ideengeber und Lehrer sehr verbunden war, in dieser Trilogie integriert. Eingeladen sind vorwiegend Volksmusikgruppen/-ensembles mit mindestens einer Geige/Violine und Solisten (ohne Altersgrenze – nicht für reine Anfänger geeignet).

Nähere Informationen finden Sie unter Salzburger Volksliedwerk | Detail oder telefonisch unter +43 (0)662 8042 2583.


Teil II: Rudi Pietsch in Wien – Vermittler und Wissenschaftler
18. Oktober 2022
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Der zweite Teil der „Rudi Pietsch Trilogie“ findet an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien statt. Hier hat Rudi Pietsch zuletzt am Joseph Haydn Institut für Kammermusik und Neue Musik und an seinem ehemaligen Heimatinstitut, dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie geforscht und unterrichtet.

Die Erinnerung an den Freund und Kollegen Rudi als einfallsreichen und phänomenal erfolgreichen Vermittler von (Volks)musik und Tanz sowie als europäischen Wissenschaftler will – mit seinem Elan, seinem Witz und mit seinem tiefen Ernst – in Erinnerung gerufen werden. Er eröffnete Generationen von jungen Studierenden neue Horizonte.
Wie hat Rudi Pietsch als Lehrer, als Fachkollege und als Mensch angeregt und begleitet? Welche neuen Ressourcen konnte er für seine unermüdliche Arbeit als Vermittler und Wissenschaftler erschließen? Wie hat er von Wien aus sein einzigartiges volksmusikalisches Netzwerk aufgebaut? Auf all diese Fragen werden gemeinsam in Vorträgen, Würdigungsworten und nicht zuletzt mit viel Musik Antworten aufgespürt.

mdw – Joseph Haydn-Saal | Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Informationen zum genauen Programmablauf finden Sie hier.
Um Anmeldung für Vor-/Nachmittag oder den ganzen Tag wird gebeten. Kontakt: Martina Krammer krammer@mdw.ac.at, T +43 (0)1 71155-4201

Eintritt frei


Teil III: Tanzmusik im Alpenraum. In Erinnerung an Rudolf Pietsch – Symposium zur Volksmusikforschung in den Alpen
25. – 26. Oktober 2022
Innsbruck, Haus der Musik

Rudi Pietsch hat nicht nur die Reihe der Innsbrucker Symposien zur Volksmusikforschung als mehrmaliger Referent und oftmaliger Diskutant und zuletzt sogar als Förderer sehr geprägt, sondern auch für die Erforschung der Tanzmusik im Alpenraum Großartiges geleistet und beeindruckende Studien hinterlassen. In seinen Arbeiten und Vorträgen ging es ihm neben der Darstellung von Instrumenten, Spieltechniken, Repertoires und Spielanlässen ganz besonders um die Wechselbeziehungen von Volksmusik und Volkstanz, welche ihn auch als praktizierenden Musiker stets beschäftigten.

Das Symposium richtet sich an Fachleute, interessiertes Publikum und an die Teilnehmer:innen und Juror:inn:en des um diese Zeit in Innsbruck stattfindenden 24. Alpenländischen Volksmusikwettbewerbes und bildet den Abschluss der Tagungs-Trilogie in Gedenken an Rudi Pietsch. Veranstalter des 3. Teils ist das Department für Musikwissenschaft/Fachbereich Musikalische Ethnologie der Universität Mozarteum Salzburg.

Haus der Musik | Universitätsstraße 1, 5. Stock, Vorlesungssaal, 6020 Innsbruck

Um Anmeldung wird gebeten. Kontakt: thomas.nussbaumer@moz.ac.at, +43 676 88 122 345

Tagungsbeitrag: EUR 20,- / Studierende: Eintritt frei


Symposion Menschenrechte/Musikrechte

11. bis 12. November 2022

Beim heurigen ÖMR-Symposion “Menschenrechte/Musikrechte” werden in Keynotes, Arbeitsgruppen und Diskussionen die Entwicklung der Menschenrechte und der „5 Music Rights“ des Internationalem Musikrats (Musikrechte) auf ihre Funktion, Umsetzungsmöglichkeiten und ihre Nachhaltigkeit untersucht.

Ein vielfältiges Live-Musikprogramm referenziert gezielt auf die Sichtbarmachung von Menschen- und Musikrechten in klingender Form.

Das detailliertes Programm wird in Kürze hier veröffentlicht.

Beginn des Symposions: 11. Nov. 2022, 14 Uhr; Konzertprogramm ab 19 Uhr
Ende: 12. Nov. 2022, 17 Uhr
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw), Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien, Joseph Haydn-Saal

Mehr Informationen finden zum ÖMR Sie hier.


Sound in the City: Musik in mitteleuropäischen Städten

17. bis 18. November 2022, Graz

Foto(c)Volkskultur Steiermark/Sascha Pseiner

Zweitägiges Symposium zum Thema (Volks-)Musik in der Stadt: Städte sind von Menschen bewohnt, die aus verschiedenen Orten stammen, selbst wenn sie keine Landesgrenzen überschritten haben, um dorthin zu gelangen. Daher umfasst die Musik einer Stadt die Volkskulturen vieler verschiedener Orte und Regionen. 

Das Programm gliedert sich in drei Schwerpunkte
1. Schule und Ausbildung (Wie klingt die Stadt in der Schule?) 
2. Volksmusik & Volkskultur in der Stadt (Wie klingt das Land in der Stadt?) 
3. Musikalische Gemeinschaften (Wie klingen verschiedene Länder und Kulturen in der Stadt?)

Während das Symposium international ausgerichtet ist, findet eine Reihe von Aufführungen mit in Graz beheimateten Musiker*innen unter dem Titel „Volksmusik in der Stadt“ statt. Im Rahmen des Symposiums werden am 18.10. die Canorium Styriae-Preise verliehen. 

Eine Veranstaltung des Steirischen Volksliedwerks, des Instituts für Ethnomusikologie der Kunstuniversität Graz und der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum Graz.

Im Rahmen des Symposiums werden auch die CANORUM STYRIAE PREISE des Steirischen Volksliedwerks verliehen, welche in zweijährigem Abstand ausgelobt werden. Das Ziel ist die forcierte wissenschaftliche Aufarbeitung der musikalischen Volkskultur der Steiermark. Ausgezeichnet werden jene Arbeiten, die dem Verständnis musikalischer Volkskultur im alpinen Raum durch aktuelle Fragestellungen, innovative Methoden oder die Erschließung bislang nicht zugänglicher Quellen den größten wissenschaftlichen Nutzen erbracht haben.

Florentinersaal / Palais Meran, Leonhardstraße 15, 8010 Graz

Kontakt: Steirisches Volksliedwerk

Annemarie Bösch-Niederer, 2022.

Das Jahr 1819 ist ein besonderer Markstein für die Musikgeschichte des heutigen österreichischen Bundeslandes Vorarlberg. Die Teilnahme des Landes Vorarlberg am volksmusikalischen Sammelunternehmen der Gesellschaft für Musikfreunde in Wien, der heute sogenannten „Sonnleithner-Sammlung“, lenkte erstmals auch den Blick auf das Musikleben im Westen des Habsburgerreiches. Der zweite Vorarlberg Band der Reihe „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ des Österreichischen Volksliedwerks nimmt diese Sammlung in ihren Fokus und legt eine Dokumentation der Ergebnisse aus dem Kreis Bregenz mit zeitgemäßer Notation und ausführlichen Kommentaren vor. Ergänzend dazu werden die ältesten überlieferten Lieder- und Musikantenhandschriften aus den ersten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts einer näheren Untersuchung unterzogen.
In wissenschaftlichen Beiträgen wird versucht, den historischen Ablauf des Sammelunternehmens sowie das Musikleben der frühen Biedermeierzeit anhand von historischen Quellen näher zu beleuchten.

328 Seiten, mit ca. 122 s/w Abb., gebunden

€ 50,- (auch als e-book)
Buchbestellung

COMPA Bände zur Sonnleithner Sammlung: Band 12, Band 18
Weitere COMPA Bände

Sommerausgabe der Zeitung Land & Raum des Österreichischen Kuratoriums für Landtechnik und Landentwicklung.

Bei der diesjährigen Sommerausgabe von Land & Raum geht uns das Herz auf, denn der thematische Schwerpunkt ist „Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft“.

Auf 40 Seiten in 13 Beiträgen reist man von Vorarlberg bis Wien, von Kärnten nach Oberösterreich, vom Tal auf den Berg, vom Land in die Stadt.

Einzelpreis 5 Euro (exkl. Versandkosten)

Zu bestellen unter 01/505 18 91, office@oekl.at und im Webshop.

5 Euro (exkl. Versandspesen)


Inhalt:

Das Volkslied – die Poesie der Gesellschaft
Irene Egger im Gespräch mit Land & Raum
Herr Wirt, an Liter für die Musi!
Michael Reiter
Mit allen Sinnen – Projekte zur musikalischen Basisbildung
Wolfgang Veith
Und der Schnee geht bald weg …
Irene Egger
Das Kärntnerlied – ein markantes Landessymbol
Franz Greif
Burgenlandla war´n jo Sandla ohne Tamburica …
Judith Kittelmann
Notenbeispiele (2 Seiten)
„OU“ Jodelfest – einmal durch die Alpen mitten in die Lust
Irene Egger und Markus Prieth
Singen mit Aussicht
Eva Zeindl und Doris Zizala
Oberösterreichische Liebe zum Wienerlied
Susanne Rosenlechner
Helmut Wittmann – DER Märchenerzähler aus dem Almtal
Ein Interview mit Brigitte K. Macaria
Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes
Jasmin Linzer und Erna Ströbitzer
Volkskultur – Volkspoesie – Volkslied
Konrad Köstlin
Mucks, die Maus im Feste-Braus
Österreichischer Integrationsfonds

Nach einer langen coronabedingten Pause freuen sich einige Schulklassen im Rahmen vom Schulprojekt „Mit allen Sinnen“ Konzerte und größere Singveranstaltungen am Ende des Schuljahres abhalten zu dürfen. Diese sollen den Kindern ein Musikerlebnis in einer großen Gemeinschaft ermöglichen. Jede/r ist herzlich eingeladen zu kommen und sich gleich auf das große Konzert „Komm, wir singen!“ mit Hubert von Goisern im Rahmen des Bundesjugendsingens Ende Juni 2023 einzustimmen.

Niederösterreich

28. Juni 2022, 17-18 Uhr I Hauptplatz Herzogenburg

Singen mit Aussicht

eine Initiative der NMS Herzogenburg. Schulchöre der regionalen Volksschulen, die Schüler:innen der NMS Herzogenburg, zahlreiche Chöre der Umgebung und sangesfreudige Menschen sind in Herzogenburg zu einem „Singen mit Aussicht“ eingeladen.
Information: Volkskultur Niederösterreich

Vorarlberg

1. Juli 2022, 18 Uhr I CASHPOINT Arena, Altach

Sing mit

Auftritt des größten Vorarlberger Kinderchor mit dem Ziel, jungen Menschen zwischen 8 und 14 Jahren das „Erlebnis Singen“ zu vermitteln.

Tirol

4. Juli 2022, 10 – 11.30 Uhr I Innenhof der Hofburg Innsbruck

Tirol singt!

Tiroler Musikvolksschulen & Musikmittelschulen feiern gemeinsam ein Singfest

Steiermark

25. Mai 2022 I Grazer Landhaushof

Meistersingerfest

Das 4. Meistersingerfest konnte am 25. Mai im Grazer Landhaushof gleich zweimal stattfinden. Rund 1300 Jugendliche haben bei diesem Fest des Singens teilgenommen. Eine begeisternde Birgitta Wetzl führte durch das Programm, leitete die Jugendlichen an und sorgte für gute Stimmung. Dank der Unterstützung durch das Steirische Volksliedwerk konnte allen jungen Sängerinnen und Sängern das Meistersinger-Liederheft 2022 zur Verfügung gestellt werden, das auch die Lieder der österreichweiten Aktion „Komm, wir singen“ enthält.

Bilder und weitere Informationen: Meistersinger

zum Konzert „Komm, wir singen“ 2023 mit Hubert von Goisern
zum Schulprojekt Mit allen Sinnen

Bild: Meistersinger, copyright Mias Photoart


ein Projekt gefördert durch:

Lieder als Spiegel historischer Ereignisse,

Ö1 Radiokolleg, 13. Juni 2022, 9.45 Uhr.

Gestaltung: Richard Brem.


Lieder erzählen gerne Geschichten – manchmal aber auch Geschichte. Große Schlachten, Revolutionen, Naturkatastrophen haben oft auch einen Niederschlag in Liedform gefunden. Dabei wurden nicht nur die Geschehnisse selbst beschrieben und so der Nachwelt überliefert, sondern auch die durch sie erzeugten Gefühle und Stimmungen in der Sprache der Musik festgehalten. Nicht selten sind solche Lieder aber auch erst viele Jahre, mitunter Jahrhunderte nach einem historischen Ereignis entstanden. Sie taugen somit nicht als Zeitdokument, verraten aber viel über die, in die Vergangenheit projizierten Werte und Ideen einer späteren Zeit.

Auch die Pop- und Rockmusik hat sich immer wieder geschichtlicher Ereignisse angenommen: So hat etwa PJ Harvey den Ersten Weltkrieg („Let England Shake“) und Orchestral Manoeuvres in the Dark den Atombombenabwurf auf Hiroshima („Enola Gay“) besungen, während Neil Young in seinem Song „Let’s Roll“ die dramatischen Szenen an Bord eines entführten Flugzeugs am 11. September 2001 schilderte. Einen Meilenstein der musikalischen Geschichtsschreibung setzten 1977 auch die heimischen Schmetterlinge mit ihrer „Proletenpassion“. Und die schwedische Heavy Metal-Band Sabaton hat sich in ihren Songs sogar ausschließlich auf historische Themen spezialisiert – von der Türkenbelagerung Wiens bis zur Panzerschlacht von Kursk.

Das von Richard Brem gestaltete „Radiokolleg“ begibt sich anhand von Liedern und Liedtexten durch die Weltgeschichte und geht dabei der Frage nach, inwieweit diese als historische Quellen und zur Vermittlung von geschichtlichem Wissen dienen können, Irene Egger vom Österreichischen Volksliedwerk berichtet aus der Sicht der Volkslieder.