Sangesfreudige Menschen – geübte wie ungeübte – treffen sich zum offenen, ungezwungenen Singen. Dabei geht es nicht so sehr um perfekte gesangliche Leistungen, sondern vielmehr um die Freude am gemeinsamen Singen. Alle sind eingeladen mitzumachen!

Burgenland

Wirtshaussingen

7.10.2021, 18 Uhr Wirtshaussingen s’Schmankerlwelt. Rechte Hauptzeile 5, 7053 Hornstein
20.10.2021, 18.30 Uhr Wirtshaussingen im Dorfmuseum Mönchhof. Bahngasse 62, 7123 Mönchhof

Weitere Information und Anmeldung: Burgenländisches Volksliedwerk

Niederösterreich

Sängerinnen- und Musikantenstammtisch

26.9. I 31.10. I 28.11. I 19.12., jeweils 16 Uhr Sänger- und Musikantenstammtisch Schrattenbach. Gasthaus Zum alten Schlossteich, Schrattenbach 8, 2733 Schrattenbach

9.10. I 13.11. I 11.12., jeweils 19 Uhr Musikantenstammtisch Langenzersdorf. Seeschlachtwirtin Alexandra, Alleestraße 85, 2103 Langenzersdorf

Weitere Information und Anmeldung: Volkskultur Niederösterreich

Oberösterreich

5.11., 17 Uhr Aus dem Liederschatz des Oberösterreichischen Volksliedarchivs. LMS Bad Goisern, Schmidgasse 13 b, 4822 Bad Goisern

Weitere Information und Anmeldung: Oberösterreichisches Volksliedwerk

Salzburg

Sing mit – Offenes Singen

27.9. I 18.10. I 22.11., 19.30 Uhr Pfarrheim Niederalm, 5081 Niederalm

30.9. I 14.10. I 28.10. I 11.11. I 25.11., 16 Uhr Klubraum der Volkshilfe, 5020 Salzburg-Itzling

4.10., 19 Uhr Haus der Musik, 5412 Puch

6.10. I 3.11. I 17.11., 14.15 Uhr Pfarrheim St. Michael, 5163 Mattsee

13.10. I 10.11., 14 Uhr Gasthof Pliemgut, 5026 Salzburg

jeweils am 2. Mittwoch im Monat um 19.15 Uhr Saal der Salzburger Volkskultur, 5200 Salzburg

Weitere Information und Anmeldung: Salzburger Volksliedwerk

Steiermark

Sänger- und Musikantenstammtisch (Auswahl)

jeweils am 1. Montag im Monat, 19 Uhr Buschenschank Thurner, Stein 6, 8282 Loipersdorf

jeweils am 1. Dienstag im Monat, 19 Uhr Buschenschank Strommer, Mantscha 52, 8054 Graz

jeweils am 1. Mittwoch im Monat, 19 Uhr Ardning Alm Hütte, Alm 40, 8904 Ardning

jeweils am 2. Donnerstag im Monat, 19 Uhr Vulkanlandstadl Unger, Pichla 43, 8355 Tieschen

jeweils am 1. Freitag im Monat, 19 Uhr Buschenschank Lärcheggschmölzer, Stiwoll 15, 8113 Stiwoll

jeweils am 2. Samstag im Monat, 14.30 Uhr Musiwirt Anbauer, Hönigsberggasse 8, 8682 Mürzzuschlag-Hönigsberg

jeweils am 1. Sonntag im Monat, 14 Uhr Gashaus Kern, Ottendorf 32, 8312 Ottendorf an der Rittschein

Weitere Termine, Information und Anmeldung: Steirisches Volksliedwerk

Tirol

29.9., 20 Uhr, Singen im Rahmen von Tirol zualosen … Musikantenhoangart Canisiusbrünnl, 6063 Rum

1.10. I 5.11., 20 Uhr Musikantenstammtisch im Gasthof Traube, Pettneu am Arlberg

13.11., 20 Uhr Sänger- und Musikantentreffen beim Stanglwirt, 6353 Going am Wilden Kaiser

Weitere Termine, Information und Anmeldung: Tiroler Volksmusikverein

Wien

Singen im Winter

25.11, 2.,10., 17. 12. 2021, jeweils um 18.00 Uhr, mit Herbert Zotti und Christine Enzenhofer, Liebhartstaler Bockkeller, Gallitzinstraße 1, 1160 Wien

Weitere Informationen und Anmeldung: Wiener Volksliedwerk

Schauraum Anfang September bis Mitte Oktober.

Wien ist seit jeher Ausgangs- und Anziehungspunkt für Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt. Im Gepäck haben sie nicht nur ihre Instrumente, sondern auch spezifische Spielweisen und Melodien. In Wien werden diese musikalischen Gepäckstücke ausgepackt, getauscht, vermischt und unter Umständen auch für Reisen neu gepackt. So wird die regionale Musikgeschichte stetig neu geschrieben. Sie ist also nicht einfach da und auch nicht vorgegeben, sondern im stetigen Dialog mit Entwicklungen in der Welt und jenen Personen, die kommen und gehen (vgl. Konrad Köstlin. 2007. JbÖVLW Bd. 56). Dieses Herbstprogramm ist eine Antwort auf den call vom Herbst 2020, der Kunst- und Kulturschaffende aufrief, sich am Treffpunkt Operngasse mit Formaten zu präsentieren. Zudem können Sie zu unseren Öffnungszeiten im Schauraum Noten, CDs und Lieder erwerben sowie Recherchen im Archiv des Volksliedwerks durchführen.    

Am Treffpunkt Operngasse finden folgende Veranstaltungen statt:

Jodler-Tankstelle

12.10.2021, 18.30-20 Uhr: Jodler, Diesel, Super oder Super+ mit der Gruppe Oanano

Tanz durch die Jahrhunderte

15.10.2021, 18-20 Uhr: Pia Brocza: Mitte 17. bis Mitte 18. Jahrhundert Contredanse und English Country Dance

Die Geige vom Baumstamm über den Tanzboden bis auf die Bühne

20.11.2021, 15-18 Uhr: Workshop mit der Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen und der Geigerin Theresa Aigner


ViolinCocoon Vienna

Handgefertigte Hüllen für Streichinstrumente und Bögen

Der ViolinCocoon wurde von der Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen entworfen, um Ihr Streichinstrument innerhalb des Kastens effektiv vor äußeren Einwirkungen zu schützen. Er reguliert Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit, federt thermische Schocks ab und ummantelt als textile Faltkonstruktion sanft die empfindlichen Oberflächen der Geige. Er wird von Hand gefertigt und besteht aus hochwertigsten Materialen. Nachhaltige und faire Bedingen bei der Produktion in Österreich sind für uns eine Selbstverständlichkeit.

ViolinCocoons werden in vielen verschiedenen Dessins und Materialien angeboten. Jedes Modell garantiert die idealen thermischen Verhältnisse garantieren. Kühlend und luftfeuchtigkeitsregulierend ist das Sommermodell aus zwei Schichten reiner Seide. Das Wintermodell hat eine wärmende Außenschicht aus Wollstoff und ist mit reiner Seide gefüttert. Das Modell Fashion vereint die Vorzüge der Faltkonstruktion mit moderner Ästhetik, das Modell Lotus Deluxe wird aus seltenen Brokaten und Seiden gefertigt. Die Vintage-Linie wird teilweise oder ganz aus Vintage-Stoffen hergestellt. Wir von ViolinCocoon Vienna sind fasziniert von der weltweiten Vielfalt lokaler Textilien. Japanische Stoffe stellen wir den österreichischen Stoffen gegenüber, die für die Herstellung des traditionellen Trachtengewands der Frauen, des Dirndls, verwendet werden. Die Geige, die in vielen verschiedenen Kulturräumen gespielt und geliebt wird, bekommt somit das Festtagsgewand verschiedener Länder auf den Leib geschneidert. Für das Österreichische Volksliedwerk wurde exklusiv eine Reihe von Dirndl-Cocoons entworfen und produziert

ViolinCocoon® produziert in Wien nachhaltig und fair in einem sozialökonomischen Betrieb in der Seestadt. Die Kollektion ist erhältlich bei Baerbel Bellinghausen Violins, Viktorgasse 22/18, 1040  Wien, in ausgesuchten Geigenbauwerkstätten in Europa sowie dem webshop www.violincocoon.com/en/shop und im Österreichischen Volksliedwerk.


Mit freundlicher Unterstützung durch:

vom Baumstamm über den Tanzboden bis auf die Bühne.

mit der Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen und der Geigerin Theresa Aigner

Workshop 20. November 2021, 15-18 Uhr, Österreichisches Volksliedwerk

Ausgehend von einem kurzen Überblick über die Entstehungsgeschichte der modernen Streichinstrumente werden in diesem Workshop die vielen Facetten der Geige vom Bau bis zum einfachen Spiel näher beleuchtet.

Die Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen erklärt Bauteile und wichtige Arbeitsschritte, die den Klang der Geige wesentlich beeinflussen. Ein kurzer Abriss über die physikalische Funktionsweise und die Eigenschaften eines perfekten Set-ups (Steg und Stimme) helfen, das Faszinosum Geige leichter zu verstehen. Zusätzlich führt die Geigenbauerin in die Pflege der Geige und worauf man als Spielerin achten sollte ein.  Wichtige Tipps zur richtigen Lagerung des Instruments dürfen dabei ebenso nicht fehlen. Alle Teilnehmerinnen  haben dann die Gelegenheit, einen kurzen Arbeitsschritt, der wichtig für den Bau eines Instrumentes ist, unter Anleitung selber durchzuführen.

Im zweiten Teil des Workshops kann man mit der Geigenlehrerin Theresa Aigner anhand von einfachen Liedern erste Schritte auf der Geige erproben und geringfügige Kenntnisse auffrischen. Alle, die schon etwas mehr Können, dürfen sich auf die Suche nach der zweiten Stimme und einer Begleitung machen. Mitsingen ist an diesem Nachmittag ebenfalls erlaubt.  Theresa Aigner in der klassischen Musik genauso zu Hause wie in der Wiener Musik und am Tanzboden gibt zusätzlich Einblicke in das „vielsaitige“ Berufsfeld einer Geigerin.

Anmeldung unter office(at)volksliedwerk.at

Bild: Bellinghausen Geigenbau, Bech Poulsen


ViolinCocoon Vienna

Handgefertigte Hüllen für Streichinstrumente und Bögen

Der ViolinCocoon wurde von der Geigenbauerin Bärbel Bellinghausen entworfen, um Ihr Streichinstrument innerhalb des Kastens effektiv vor äußeren Einwirkungen zu schützen. Er reguliert Schwankungen in der Luftfeuchtigkeit, federt thermische Schocks ab und ummantelt als textile Faltkonstruktion sanft die empfindlichen Oberflächen der Geige. Er wird von Hand gefertigt und besteht aus hochwertigsten Materialen. Nachhaltige und faire Bedingen bei der Produktion in Österreich sind für uns eine Selbstverständlichkeit.

ViolinCocoons werden in vielen verschiedenen Dessins und Materialien angeboten. Jedes Modell garantiert die idealen thermischen Verhältnisse garantieren. Kühlend und luftfeuchtigkeitsregulierend ist das Sommermodell aus zwei Schichten reiner Seide. Das Wintermodell hat eine wärmende Außenschicht aus Wollstoff und ist mit reiner Seide gefüttert. Das Modell Fashion vereint die Vorzüge der Faltkonstruktion mit moderner Ästhetik, das Modell Lotus Deluxe wird aus seltenen Brokaten und Seiden gefertigt. Die Vintage-Linie wird teilweise oder ganz aus Vintage-Stoffen hergestellt. Wir von ViolinCocoon Vienna sind fasziniert von der weltweiten Vielfalt lokaler Textilien. Japanische Stoffe stellen wir den österreichischen Stoffen gegenüber, die für die Herstellung des traditionellen Trachtengewands der Frauen, des Dirndls, verwendet werden. Die Geige, die in vielen verschiedenen Kulturräumen gespielt und geliebt wird, bekommt somit das Festtagsgewand verschiedener Länder auf den Leib geschneidert. Für das Österreichische Volksliedwerk wurde exklusiv eine Reihe von Dirndl-Cocoons entworfen und produziert

ViolinCocoon® produziert in Wien nachhaltig und fair in einem sozialökonomischen Betrieb in der Seestadt. Die Kollektion ist erhältlich bei Baerbel Bellinghausen Violins, Viktorgasse 22/18, 1040  Wien, in ausgesuchten Geigenbauwerkstätten in Europa sowie dem webshop www.violincocoon.com/en/shop und im Österreichischen Volksliedwerk.

Marianne Hötzl, Vorsitzende des Kärntner Volksliedwerks.

Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Lehrende am BG und BRG St. Veit/Glan für Deutsch und Musik, leitet sie seit 2016 die Geschäfte des Volksliedwerks in Klagenfurt. Hötzls Hauptanliegen: die Quellen des Brauchtums, also Volksmusik, Volkstanz, Dichtung und Theater nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Vereinsarchiv mit Tausenden von musikalischen Quellen, Musikhandschriften und Tonträgern.

Doch neben dem Verwahren und Weitergeben dieses Kulturerbes sowie der wissenschaftlichen Auswertung der Bestände ist es ihr ein Anliegen Schritte Richtung Zukunft zu setzen. Mit dem Crossover-Projekt „Klassik trifft Volksmusik“ werden seit drei Jahren Kompositionsaufträge vergeben, im Vorjahr wurden etwa slowenische Gedichte von Maja Haderlap und Christof Ressi vertont und zur Aufführung gebracht.

Den vollständigen Bericht der Kleinen Zeitung lesen Sie hier:

Band 70 ist erschienen.

Artikel im Rahmen der Sommerakademie 2020 „Volkskultur als Dialog. Migrationen und Ortswechsel, Kultur als Gepäck“

  • Irene Egger: Zum Sujet und Programm der Sommerakademie 2020
  • Konrad Köstlin: Volkskultur als Dialog: Migrationen und Ortswechsel, Kultur als Gepäck
  • Katharina Pecher-Havers: Devise Zither: Kulturelles Kapital als Fremdwährung

Artikel im Rahmen des Projekts „Die Rolle der Volksliedwerke in Österreich“

  • Sonja Ortner: Zur Geschichte des Tiroler Volksliedarchivs – Ein historischer Abriss anhand der Korrespondenz. Teil 2: Vom Anschluss bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs – Die Zeit des Nationalsozialismus (1938-1945)
  • Irene Egger: Hans Gielge zum 50. Todesjahr (9. Juni 1901 – 16. Jänner 1970). Eine regionale Spurensuche durch das 20. Jahrhundert

Beiträge aus Forschung und Praxis

  • Thomas Hochradner: Volksmusik und Schule – Zur Geschichte einer Idee. Eine Zeitreise bis in die 1920er Jahre (mit Beispielen aus Salzburg)
  • Walter Meixner: Der Volksmusik-Wettbewerb des Landes Tirol im Jahr 1950
  • Paolo Vinati: „Moia, Moia Pfeife“ – Instrumente aus Baumrinde in Südtirol
  • Simon Wascher: Beispiele für „Stream-Segregation“ in dreischlägigen Tanzmelodien des 18. und frühen 19. Jahrhunderts aus Archiven in Österreich

Im Kapitel Personalia nehmen wir Abschied von einigen wichtigen Vertretern der heimischen Musikszene, wie Rudi Pietsch, Herbert Krienzer, Max Rosenzopf, Herbert Schönfeldinger Franz Födermayr und Brunno Nettl. Diesem Teil folgen die Berichte der Volksliedwerke in den Bundesländern und verwandter Institutionen. Insgesamt geben 19 Einrichtungen aus ganz Österreich einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten zur Forschungs- und praktischen Vermittlungsarbeit in musikethnologischen und volksmusikalischen Kontexten und deren Ausbildungsschwerpunkte. Der abschließende Rezensionsteil bietet Einblick in interessante Neuerscheinungen.

Das Jahrbuch erscheint im Verlag Bibliothek der Provinz, ISBN: 978-3-99126-028-8
Kosten: € 33.-
Bestellungen: office(at)volksliedwerk.at

mehr zum Jahrbuch, Paketpreise und Abos

27. August 2021, 18.00 – 20.00 Uhr.

Anlässlich der Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks in Gmunden findet in Kooperation mit den Festwochen Gmunden und der Eröffnung des Töpfermarktes der Stadt Gmunden eine musikalische Straßenbahnfahrt durch Gmunden statt. Musikalische Klänge ertönen mit der Gruppe „Aniada a Noar“ aus der Straßenbahn, während an ausgewählten Haltestellen Volksmusikgruppen aus der Region spielen.

An den Haltestellen Franz-Josef-Platz/Park, Rathausplatz/Kirchengasse, Klosterplatz und Englhof spielen folgende Gruppen auf: Sepp’n Brass, Zupf-Fiedl-Quetschmusi, Heimathausmusi, Hausmusik Pascuttini, Traunstoana-Musi und Zupft wia Zogn.

Eingeladen mitzufahren sind alle Menschen aus Gmunden und Umgebung sowie Gäste aus Nah und Fern!

In diesem Zeitraum ist die Straßenbahnfahrt durch Gmunden kostenlos.

zum Nachschauen und nachhören auf you Tube:

und im YouTube Channel des Oberösterreichischen Volksliedwerks

1954 – 2021

Roswitha Meikl, geboren 1954 in Grödig wuchs seit frühester Jugend in die Salzburger Volkskulturszene. Sie sang bald schon beim Salzburger Volksliedchor und machte nebenbei gemeinsam mit Philipp Meikl und Franz Rinder als „Pongauer Okarinamusi“, „Junge Pongauer“ und „Pongauer Dreigesang“ von sich reden. Okarina und Schwegel blieben ihre bevorzugten Instrumente, geschwegelt hat sie auch auf der Bühne des Salzburger Adventsingens. Auch in ihrer Berufsausbildung suchte sie stets die Musik – nach der Matura am musischen Zweig des BORG Nonntal verband sie ihre Volksschullehrerausbildung mit Nebenstudien in Chorgesang und Klavier an der Universität Mozarteum.

Seit den 1980er-Jahren widmete sich Roswitha verstärkt der musikalischen Früherziehung, dem Singen und Musizieren mit Kindern und vor allem der dahingehenden Ausbildung von LehrerInnen und KindergärtnerInnen. Zahlreiche Initiativen, Veranstaltungen, Lehrbehelfe und Liederbücher – das damals bekannteste davon die Sammlung „Bigga Bogga Besenstiel“ – gingen von ihr und ihrem damaligen Mann Philipp aus. 1997 schließlich wurde sie über Antrag des damaligen Vorsitzenden Harald Dengg in den Vorstand des Salzburger Volksliedwerkes kooptiert. In dieser Zeit oblag ihr unter anderem die Organisation der groß angelegten österreichweiten Arbeitstagung „Mit allen Sinnen“ im Mai 1998 in Salzburg, in deren Rahmen die gleichnamigen Schulprojekte präsentiert und analysiert wurden und neue Impulse, sowie breite Resonanz in der Öffentlichkeit erhielten.

Im Jahr 2000 wurde sie zur Schriftführerin des Salzburger Volksliedwerkes gewählt und trat erstmals nicht nur als Lieder- und Jodlervermittlerin, sondern – bei der Feldforschung Lammertal 2001, in der die dortige musikalische Volkskultur untersucht wurde – auch als Feldforscherin in Erscheinung. Damit geht einher, dass sie über ihre vielfältigen Vermittlungsprojekte hinaus verstärkt Kontakt zur österreichischen Volksmusikforschung suchte, namentlich zu Gerlinde Haid und Rudi Pietsch vom Institut für Volksmusikforschung an der Musikuniversität Wien, mit denen sie über Jahrzehnte hinweg in stetem Austausch stand.

2005 schließlich schlug Harald Dengg sie als seine Nachfolgerin vor und sie wurde von der Generalversammlung zur Vorsitzenden des Salzburger VolksLiedWerkes gewählt – wobei erstmals in der Geschichte der volkskulturellen Landesverbände eine Frau an der Spitze eines Landesverbandes stand. In groß angelegten Arbeitstreffen, zu denen Interessenten und langjährige engagierte Volksliedwerk-Mitglieder gleichermaßen geladen waren, suchte sie zunächst die Richtung für die kommenden Jahre auszuloten, einen Konsens zwischen Forschungs- und Vermittlungsprojekten zu finden und Synergieeffekte auszunutzen. Erstes gelungenes Ergebnis dieser Arbeit als Vorsitzende war das Tobi-Reiser-Symposion 2007, dem u.a. ein „Hiatabuam“-Treffen und Zeitzeugeninterviews vorausgegangen waren, aber auch die Veranstaltungen im Umfeld der Feierlichkeiten „100 Jahre Salzburger Volksliedwerk“ im Jahr 2008, die leise mit „Klingenden Kostbarkeiten aus den Bundesländern“ begannen und im Kongress „Jodeln und Singen“ auf der Festung Hohensalzburg einen klangvollen Höhepunkt erreichten. Parallel dazu brachte sie die heute immer noch erklingende „Salzburger Straßenmusik“ auf den Weg, die prompt mit dem Salzburger Volkskulturpreis ausgezeichnet wurde.

Eines ihrer Hauptanliegen blieb jedoch weiterhin die Vermittlung von Volkslied und Volksmusik an den Schulen – im Rahmen der österreichweiten „Mit allen Sinnen“-Projekte war sie verantwortlich für die Salzburger Schulen und konnte mit diesem gemeinsam viele Tonträger- und Liederbuchprojekte umsetzen, von denen noch heute etwa Liederbuch und CD „Bin a  kloans Schlankale“ (2007), das Lungauer Liederbuch und die CD „Sing mar oans“ (2014–2016) oder das „Loigamer Liederbuch“ (2017) Zeugnis ablegen.

Neben zahlreichen weiteren Vermittlungsprojekten, Veranstaltungen und Fortbildungen (Voixtronik, Fit für Kathrein u.v.m.) hatte sie immer auch im Blick, dass der Arbeitsauftrag des Volksliedwerkes über reine Vermittlungstätigkeit hinausgehen und gleichwertig auch Sammlung und wissenschaftliche Dokumentation beinhalten muss. So war einer ihrer ersten Schritte im Jahr 2005, die bis dato ehrenamtlich abgewickelte „Archivleitung“ des Salzburger Volksliedwerkes in ein Angestelltenverhältnis zu überführen, was wesentlich zur notwendigen Vernetzung mit den anderen österreichischen Volksliedarchiven und zur Professionalisierung der Arbeit beitrug. Bei allen wissenschaftlichen Projekten war sie stets kritische Begleiterin, mahnte auch aus der Sicht der Praktikerin pädagogisch-didaktische Seiten von Symposien und wissenschaftlichen Publikationen ein.

Mit diesen zahlreihen Projekten und Aktivitäten wirkte sie weit über die Salzburger Landesgrenze hinaus. Als Vorstandsmitglied im Österreichischen Volksliedwerk war sie Ideen- und Ratgeberin für österreichweite Aktivitäten. Sie setzte Impulse für das österreichweite Schulprojekt „Komm, wir singen!“ unter der Schrimherrschaft von Hubert von Goisern. Sie war als Lied- und Jodlervermittlerinnen für viele eine Lehrmeisterin und erwirkte faire Abwicklungen von Tarifordnungen mit der AKM sowohl für Musikerinnen als auch Musikveranstalter.

Am 29. Juli ist Roswitha Meikl nach längerer Krankheit von uns gegangen. Doch wir werden uns Deine Kraft zum Vorbild nehmen, Deine Aktivitäten weiterführen und Deine Stimme wird so in uns weiterklingen.

Quelle: Wolfgang Dreier-Andres Salzburger Volksliedwerk

eine neue Workshopreihe des Vereins zeitenTANZ und des Österreichischen Volksliedwerks.

Fr., 15. Oktober 2021
18.00 – 20.00 Uhr.

Weitere Termine/Themen:

10.9.2021 I Pia Brocza: Ende 16. Jahrhunderts. Schwerpunkt italienische und französische Tanzquellen mit Reigen- und Paar-Tänzen wie Branle, Pavane und Gaillard
15.10.2021 I Pia Brocza: Mitte 17. bis Mitte 18. Jahrhundert Contredanse und English Country Dance
3.12.2021 I Else Schmidt und Pia Brocza: Mitte 18. Jahrhundert bis 1800 Vierpaar-Tänze Quadrillen mit ersten Walzerfiguren, wechselseitige Beeinflussung zwischen höfischem Tanz und Volkstanz
25.2.2022 I Simon Wascher und Pia Brocza: 1800 bis 1850 Ecossaise Galopp Ländler und Walzer Gesellschaftstanz im Ballsaal – Volkstanz am Tanzboden

jeweils 18.00-20 Uhr, Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

In dieser Reihe werden die besten Gustostückerl aus dem Repertoire des Gesellschaftstanzes aus verschiedensten Jahrhunderten einstudiert, ganz nach dem Motto: „gemeine oder gesellschaftliche Tänze sind zum gesellschaftlichen Vergnügen erfunden worden; mehrere Personen tanzen gemeinschaftlich nach einer kurzen Melodie, die in Bewegung (Takt) ihren eigenen bestimmten Karakter hat, nach bestimmten Figuren eine bestimmte Anzahl zusammengesetzter Schritte und wiederholen diese so lange, als sie Lust dazu haben.“
So beschreibt Tanzmeister Mädel in seinem Lehrbuch über „Die Tanzkunst für die elegante Welt (Erfurt 1805) das Wesen des Gesellschaftstanzes! Anhand diesem, anderer historischer Tanzbücher und Quellen aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks wird in dieser Workshopreihe vergangenen Tanzformen nachgespürt und diese tanzend in die heutige Zeit übersetzt.

Keine Vorkenntnisse erforderlich
Kosten: Pro Kurs € 18, alle Kurse: € 65

Information auch unter: www.zeitentanz.at/

Es gelten die aktuellen Bestimmungen betreffend Corona, ein Eintritt ist nur mit einem der 3 Gs möglich.

Foto: Martin Heller