Clemens Hellsberg ist neuer Präsident des Österreichischen Volksliedwerks.

Der ehemalige Vorstand der Wiener Philharmoniker, Prof. Dr. Clemens Hellsberg, ist am 4. Dezember 2023 als Präsident des Österreichischen Volksliedwerks – Verband der Volksliedwerke der Bundesländer gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von LH a.D. Dr. Josef Pühringer an, der 15 Jahre lang die Geschicke des Vereins leitete. Mit Clemens Hellsberg ist das Österreichische Volksliedwerk ein zweites Mal mit der Familie Hellsberg verbunden. Sein Vater, Eugen Hellsberg, war in den 1960er Jahren erster Geschäftsführer des Österreichischen Volksliedwerks. In dieser Funktion prägte der promovierte Musikwissenschafter die Sammlungs-, Forschungs- und Archivierungsaufgaben dieser Institution wesentlich. Er verfasste Fachartikel für Zeitungen, Rezensionen, hielt Vorträge, veröffentlichte Liederbücher und betätigte sich als Dozent in der Erwachsenenbildung.

Sein Sohn, nun Präsident, Clemens Hellsberg erlangte seinen Doktortitel nach einem Studium der Musikwissenschaft und Alten Geschichte an der Universität Wien. Gleichzeitig studierte er Violine an der Musikhochschule Wien (heute: MDW – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien). 1976 erhielt er eine Festanstellung beim Orchester der Wiener Staatsoper, in dem er zwei Jahre später erstmals als Primgeiger agierte. Im Jahr 1980 wurde Clemens Hellsberg bei den Wiener Philharmonikern aufgenommen, deren Vorstand er von 1997 bis 2014 war. Neben seinen musikalischen Aktivitäten im Kreise der Wiener Philharmoniker veröffentlichte er zahlreiche musikwissenschaftliche Bücher und Artikel. „Mein Anliegen als Präsident ist es, mit den Kernkompetenzen des Österreichischen Volksliedwerks Archivieren, Forschen und Dokumentieren wesentlich zur musikalischen Vielfalt im Musikland Österreich beizutragen. Hier an die Arbeit meines Vaters anzuknüpfen, sehe ich im Sinne der Weitergabe von Traditionen, die einen wesentlichen, immanenten Faktor von Volksmusik darstellen.“ 

Um die Archive der Volksliedwerke in die Zukunft zu führen, arbeitet das Österreichische Volksliedwerk im Rahmen des Förderprojekts des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport im Archivdatenbankverbund (www.volksmusikdatenbank.at) an einer Melodierecherche. Mittels Klaviatur sollen in Zukunft speziell Melodien in Musikhandschriften leicht abgefragt werden können. „Das bietet einen niederschwelligen Zugang, Musik aufzufinden und diese dann auch zu praktizieren“, ist der mit Hellsberg nominierte Vizepräsident Dr. Wolfgang Dreier-Andres, Archivleiter des Salzburger Volksliedwerks überzeugt. Dreier-Andres ist ein profunder Kenner im Bereich der „Digital Humanities“.  Er folgt Univ.-Prof. Dr. Konrad Köstlin, der in verdienstvoller Weise neben der Funktion als Vizepräsident auch den Vorsitz der wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerks innehatte. Der langjährige Volkskunde-Forscher und Universitätsprofessor stand diesem Gremium 16 Jahre vor und spielte bei der Gestaltung einer Sommerakademie, welche Wissenschaft und Praxis zusammenführte, eine entscheidende Rolle.

Einerseits mit dieser Neubesetzung, andererseits mit der Besinnung auf die Kernkompetenzen des Verbands, blicken die Mitglieder, die Landesvolksliedwerke, zuversichtlich auf 2024, das 120. Jubiläumsjahr.

Davor bieten die Volksliedwerke in der Adventzeit ein vielfältiges Angebot an offenen Singen, Konzerten, Weihnachtsliederberatungen, Notenmaterial uvm. Details zum Programm unter: http://www.volksliedwerk.at

Alle Mitglieder, Mitarbeiter*innen und Weggefährten des Dachverbands bedanken sich bei ihrem ehemaligen Präsidenten Josef Pühringer und dem Vizepräsidenten Konrad Köstlin, sie wünschen beiden Gesundheit und Glück, dem neuen Präsidenten mit seinem Team alles Gute für die Zukunft.

zum Vorstand

Rückfragen:
Mag.ª Irene Egger (Geschäftsleitung)
T: +43/1/5126335-14 irene.egger (at) volksliedwerk.at

Pressefotos

Der Vorstand des Österreichischen Volksliedwerks, credits: Österr. Volksliedwerk/ Johannes Starmühler
Josef Pühringer und Clemens Hellsberg, credits: Österreichisches Volksliedwerk/ Johannes Starmühler
Eugen Hellsberg am Rednerpult, Archiv des Österreichischen Volksliedwerks


Tradition in Geschichte und Gegenwart.

Das über 350 Jahre alte Ischler Krippenspiel ist weit über die oberösterreichischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Dieses historisch bedeutende Spiel ist nicht nur eine Reminiszenz an Europas reiche Tradition, sondern auch erstaunlich aktuell und zeitgemäß.

Der Volkskundler Franz Carl Lipp führte bereits in den 1950er Jahren erste Forschungsarbeiten durch, deren Ergebnisse 1954 veröffentlicht wurden. Doch seitdem ist es ruhig geworden um dieses wertvolle Kulturgut.

Dieser Band, der die älteste erhaltene Quelle des Spiels enthält, schließt nicht nur eine lange Forschungslücke, sondern präsentiert auch den überregionalen Kulturtransfer und den faszinierenden Kontext deutschsprachiger Krippen- und Weihnachtsspiele. Er enthält Beiträge u.a. von Klaus Petermayr, Thomas Hochradner, Eva Maria Hois, Irene Egger, Andreas Lindner

erscheint in der Reihe: Tradition in Geschichte und Gegenwart. Oberösterreichische Schriften zur Volksmusik Band 22

Bestellung: 320 S. € 28, ISBN 978-3-7011-0517-5, Leykam Verlag


Ischler Krippenspiel 2023/2024

Mit sehr viel Freude bereiten sich derzeit über 50 Darsteller und Helfer vor auf die neue Krippenspiel-Zeit vor. Die Vorstellungen finden alle in der Stadtpfarrkirche Sankt Nikolaus in Bad Ischl statt. Kartenvorverkauf

ein Projekt im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024.

Sendung nachhören

Das VOLXFEST zeigt, wie die Kunst und Kraft des Feierns verschiedene Ausdrucksformen von Tanz, Musik, Tracht und Brauch zusammenführen kann. Traditionelle Tänze, Discoplattler, queere Elemente sowie performative und interkulturelle Ausdrucksformen haben im Volxfest ihren Platz – zum gemeinsamen Feiern, als Ausdruck von Freude und Zuneigung, aber auch von Trauer und Wut. Im VOLXFEST wird mit der Koexistenz von traditionellen und zeitgenössischen Formen experimentiert: Geplantes trifft auf Spontanes, Choreografien auf den freien Tanzboden. Diese Folge im Freien Radio Salzkammergut (ausgestrahl t am 30.1.2025) bietet O-Töne von Tänzerinnen und Musikerinnen und Menschen aus dem Salzkammergut sowie den mitwirkenden Künstler*innen, ergänzt durch historische Einblicke aus den Archiven des Österreichischen Volksliedwerks. Eine akustische Reise durch das VOLXFEST ist eine Stunde voller Musik, Tanz, Geschichten und Begegnungen rund um die Themen, „Drahn“, Heimat und miteinander Feiern…

VOLXFEST ist ein Projekt des Choreografen und Performancekünstlers Simon Mayer gemeinsam mit dem Österreichischen Volksliedwerk im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024.

nachhören: https://cba.media/752582

Buchtipp

Irene Egger, Hannah Shakti-Bühler, Hannah Wimmer: Volxfest. Die Kunst und Kraft des Feierns, in: (Hg.) Alexa Färber, Brigitta Schmidt Lauber: Gesellschaftliche Transformation durch Großprojekte von Kulturhauptstädten, Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie, Bd. 54. Wien 2025.

Das Institut für Europäische Ethnologie begleitete und untersuchte in unterschiedlichen Lehrforschungsformaten die Kulturhauptstadtwerdung Bad Ischls und des Salzkammerguts 2024. Zur wissenschaftlichen Einbettung dieser Prozesse versammelt der vorliegende Band Fallstudien zu verschiedenen Großprojekten in Europa und Lateinamerika. Die Beiträge aus der Europäischen Ethnologie, Soziologie, den kritischen Eventstudies, der Regionalökonomie und der Geografie reflektieren über die gesellschaftlichen Transformationen, die mit diesen lange geplanten Großereignissen einhergehen. Sie bringen darüber hinaus viele unterschiedliche Akteur*innen und Interessen über einen längeren Zeitraum in einen Aushandlungsprozess, der zu spürbaren sozio-materiellen und kulturell-symbolischen Veränderungen führt.

Der vorliegende Sammelband beleuchtet diese um vergangene und laufende Großprojekte herum stattfindenden gesellschaftlichen Prozesse. Im Zentrum stehen Kulturhauptstadtwerdungen, aber auch Olympische Spiele und Weltmeisterschaften werden in den Fallstudien aus der Europäischen Ethnologie und Soziologie, den kritischen Event Studies, der Regionalökonomie und Geographie beleuchtet: von Bad Ischl Salzkammergut 2024, über London, Marseille, Rio de Janeiro bis nach Chemnitz, eine der Kulturhauptstädte Europas im Jahr 2025.

zu bestellen


Ausdrahn: „Village Party & Volxfest“, 23. November 2024, Bad Goisern

traditioneller Tanzboden, partizipative Tanz- und Musikperformances, Spielestationen, Überraschungsacts, Filme, Party…

Unter dem Motto „Ausdrahn: Village Party & Volxfest“ gestalten Performer*innen und Musiker*innen des EU-Projekts Village Party und des Projekts Volxfest, mit den drei Europäischen Kulturhauptstädten 2024 Salzkammergut, Bad Ischl, Bodø in Norwegen und Tartu in Estland einen gemeinsamen Abend.

Der Abend ist eine Mischung aus traditionellem Tanzboden, Spiel und Party. Dabei treffen estnischer, norwegische, österreichische und italienische traditionelle Musik und Tänze auf zeitgenössische Formen. Es geht um Elemente und Regeln des Feierns genauso wie um spielerische spontane Momente und Stereotypen. Denn die Kunst und Kraft des Feierns liegt in der Balance zwischen den Regeln, die genaue Festabfolgen definieren und freien spontanen, intuitiven Ausdrucksformen, welche Freude und Zuneigung unter den Feiernden, Hochstimmung, aber auch Trauer und Wut zum Ausdruck bringen. Dabei geht es um europäische Gemeinsamkeiten des Feierns genauso wie um Unterschiede, um persönliche Heimatgefühle und globale Menschlichkeit. Egal, ob traditionell oder künstlerisch – Geplantes trifft auf Spontanes, Choreografien auf den freien Tanzboden.

Das Publikum wird eingeladen bei Spielen, Wettbewerben, rhythmischen und musikalischen Elementen, traditionellen Tänzen und lustigen Bewegungen mitzuwirken. Es werden Formen des Feierns aus der Arktis, Estland und Österreich verwendet, die heute nicht mehr üblich sind. Anhand von Material aus Archivquellen werden sie rekonstruiert und in zeitgenössische, gesellschaftliche Kontexte eingebettet und sollen so zu neuen Entwicklungen – zu einer Future of Folkart – anregen. Unter dem Motto „Die Kunst und Kraft des Feierns“ erleben Mitwirkende und Besucher*innen so eine Kultur des Miteinanders und kulturelle Zugehörigkeiten aus unterschiedlichen Perspektiven. Ziel von „Ausdrahn – Village Party & Volxfest“ ist, Diversität sowie internationale und intersektionale Perspektiven in regionale volkskulturelle Ausdrucksformen einfließen zu lassen. Denn im künstlerischen Prozess werden Fragen zu Herkunft und Entwicklungen in gesellschaftlichen, zeitgenössischen und internationalen Diskursen anders als in herkömmlichen Settings beantwortet. Es werden gegebene Normen des Feierns aufgegriffen, hinterfragt und mit neuen, vielfältigen Ausdrucksformen verbunden. Diese hybriden Formen sollen zu einem besseren Verständnis unterschiedlicher Menschen beitragen, Angst vor Veränderungen nehmen und einen persönlichen Zugang zum Feiern mittels Körpergefühl eröffnen.

Menschen jeglicher Herkunft, Orientierung und nicht Orientierung sind herzlich willkommen, in Festkleidung Deiner Wahl! Für Speis und Trank ist gesorgt.

Eintritt frei

Village Party meets Volxfest ist ein gemeinsames Projekt von Art in Motion/Simon Mayer, Kartellet / Sigurd-Johan Heide, Johanna-Adele Jüssi Estland und Austrian Folk Music and Song Society / Irene Egger.

das Team:

Künstlerische Leitung: Sigurd Johan Heide & Simon Mayer
Musikalische Leitung: Johanna Adele Jüssi
Leitung Produktion und artistic research: Irene Egger
Ko-Kreation und Performance Village Party: Matteo Haitzmann, Sigurd-Johan Heide, Tone Ingvaldsen, Johanna- Adele Jüssi, Simon Mayer, Ole Nilssen, Hannah Shakti Bühler
Ko-Kreation und Performance Volxfest: Farah Deen, Simon Mayer, Markus Prieth, Patric Redl, Hannah Shakti Bühler, Mario* Sinnhofer, Irma-Maria Troy, Hannah Maria Wimmer und Gäste Guy Corneille und Josephine Rheenen aus den Niederlanden.
Produktion: Lisa Anetsmann / Art in Motion, Jo Einar Jansen / Kartellet, Johannes Starmüller / Österr. Volksliedwerk
Musik: Gosinger Geigenmusi
Licht: tba, Jeroen Smith
Ton: Espen Nordheim
Technische Leitung: Jeroen Smith
Kostüm: Nina Erdahl
Projektbegleitung: Karoline Wibmer
Projektleitung Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024: Lisa Neuhuber und Marian Holzmüller


Aufdrahn: 15. Juni 2024, Gößl Veitwirt

16.00 I Eintreffen, Kaffee und Kuchen, Spiele (Heimatschnapser, Brauchspiele) Ausstellung (u.a. der größten Lederhose der Welt lt. Guinnesbuch der Rekorde der Firma Sinnhofer/Henndorf), Installationen, Videoarbeiten und interaktive Konzerte u.a. mit der Salzkammer Groove Machine/Spinnrad, der Volxfestler:innen.
19.00 I AltBadSeer Musi und Grundlseer Geigenmusi spielen abwechselnd zum Tanzen und Zuhören, Vorführungen der Volkstanzgruppe Altaussee, D’Attergauer Volkstanzgruppe und Lederhosengirls, ChrisMooves (Hip Hop), Salzkammerqueer sowie den Volxfestler*innen und Volxfestorchester und offenes Singen des Steirischen Volksliedwerks.
23.00 I Die Süd-Italenische Partyband „Banda Adriatica“ (von italienischer Pizzica bis Balkan Musik) gemeinsam mit dem Volxfest Orchester und allen, die Lust haben zu mitzuspielen und zu tanzen!

Im Rahmen des Volxfest werden anlässlich des 100. Todesjahres von Konrad Mautner künstlerische Zitate zu seinen musikalischen Forschungen in das Programm einfließen, eine Reminiszenz an die vielen künstlerischen und kulturellen Betätigungsfelder der Familie Mautner sowie ihren Sommerfrischeort Gößl.


Eindrahn: 25. Mai 2024, Gmunden Schubertplatz und Traunseetram

Rückblick Volxfest: DIE KUNST & KRAFT DES FEIERNS → „Eindrahn“ in Gmunden mit der Traunseetram

09.45 | Start der musikalischen Traunseetram vom Bahnhof Gmunden zum Franz Josef-Platz
10.08h-10.30 | Umzug vom Franz Josef-Platz zum Schubertplatz
10.30 | Eröffnung am Schubertplatz
anschließend bis 14 | offenes Tanzen, Singen, Vorführungen aus den Bereichen Tanz, Performance und Musik sowie interaktive Stationen mit D’Attergauer Volkstanzgruppe und Lederhosengirls, D´Vöcklataler, Heimat- und Trachtenverein Alt-Gmunden, Viechtauermusikanten, Heimatverein Viechtau, KateRock Verein & ChrisMooves (Hip Hop), Oberösterreichisches Volksliedwerk, Salzkammergut Geigenmusi, Salzkammerqueer, Volxfestler*innen, Volxfestorchester
11.04 & 11.49 | Zweite und dritte Fahrt der musikalischen Traunseetram von Bahnhof Engelhof zur Bezirkshauptmannschaft und retour, Zustieg an allen Stationen der Strecke möglich mit den Viechtauermusikanten
12.00 | Offenes Singen des Oberösterreichischen Volksliedwerk mit Gernot Gföllner
12.34 | vierte Fahrt der musikalischen Traunseetram (Strecke wie oben)
13.19 | fünfte Fahrt der musikalischen Traunseetram mit der Salzkammergut Geigenmusi
13.57 | Abschlussfahrt der musikalischen Traunseetram vom Seebahnhof über Rathausplatz und Franz Josef-Platz zum Bahnhof Gmunden und den Anschlüssen Richtung Attnang-Puchheim und Bad Ischl

Alle Volxfeste zum Mitmachen, Mittanzen, Mitspielen, Mitsingen, Zuhören, Umzüge, Performance, Tanzvorführungen, offenes Tanzen und Singen… darüber hinaus finden im Vorfeld Workshops und Stammtische statt. Vorkenntnisse sind nicht nötig, einzig die Lust am gemeinsamen Feiern und Ausprobieren.


Das VOLXFEST lädt im Rahmen der Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024 zu einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe ein. Durch die Kunst und Kraft des Feierns erleben Mitwirkende und Besucher*innen eine Kultur des Miteinanders und kulturelle Zugehörigkeiten aus unterschiedlichen Perspektiven. Im VOLXFEST wird mit der Koexistenz von traditionellen Ausdrucksformen sowie zeitgenössischer Kunst experimentiert und gespielt. Egal, ob traditionell oder künstlerisch – Geplantes trifft auf Spontanes, Choreografien auf den freien Tanzboden.

Die Kunst und Kraft des Feierns liegt in der Balance zwischen den Regeln, die genaue Festabfolgen definieren, und freien spontanen, intuitiven Ausdrucksformen, welche Freude und Zuneigung unter den Feiernden, Hochstimmung, aber auch Trauer und Wut zum Ausdruck bringen. Zwischen diesen Gegenpolen setzt das Projekt VOLXFEST des Choreografen und Performancekünstlers Simon Mayer an. Ein internationales Team von acht Künstler*innen und das Österreichische Volksliedwerk unter der Leitung von Irene Egger kreieren das VOLXFEST mit Menschen in den Gemeinden der “Kulturhauptstadtregion Bad Ischl Salzkammergut 2024”, Kultur- und Traditionsvereinen, losen Initiativen, Musik- und Tanzgruppen und Schulen. Dazu treffen sie im Herbst auch auf Tänzer*innen und Musiker*innen aus den anderen Kulturhauptstadt 2024-Ländern Norwegen und Estland.

Das VOLXFEST versteht sich als ein vielschichtiges Partizipationsprojekt und will den Mitwirkenden und Besucher*innen unterschiedliche Zugänge zu kulturellen und künstlerischen Ausdrucksformen von Musik, Tanz, Tracht und Brauch vermitteln, ebenso wie andere Möglichkeiten des Feierns. Die Kunst und Kraft des „Feierns“ ermöglicht beim VOLXFEST den eigenen Bezug zu lokalen, nationalen und globalen Wurzeln zu erleben. Menschen jeglicher Identität, Herkunft, aller Orientierung und nicht Orientierung sind herzlich willkommen.

Festkleidung deiner Wahl, für das leibliche Wohl ist gesorgt!

Das Team

Künstlerische Leitung: Simon Mayer, art in motion
Leitung Produktion und artistic research: Irene Egger, Österreichisches Volksliedwerk
Künstlerisches Team: Farah Deen, Simon Mayer, Markus Prieth, Patric Redl, Hannah Shakti-Bühler, Mario* Sinnhofer, Irma-Maria Troy, Hannah Wimmer   
in Zusammenarbeit mit: AltBadSeer Musi, Banda Adriatica, D’Attergauer Volkstanzgruppe und Lederhosengirls, D´Vöcklataler, Heimat- und Trachtenverein Alt-Gmunden, Grundlseer Geigenmusi, Viechtauermusikanten, Heimatverein Viechtau, KateRock Verein & ChrisMooves (Hip Hop), Oberösterreichisches und Steirisches Volksliedwerk, Salzkammergut Geigenmusi, Salzkammerqueer, Volkstanzgruppe Altaussee, Volxfestler*innen, Volxfestorchester
Produktion: Johannes Starmühler, Lisa Anetsmann, Ilona Eggl, Felix Gfällner
Technik und Ton: Jeroen Smith und Lukas Froschauer
Projektbegleitung: Karoline Wibmer
Projektleitung Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024: Lisa Neuhuber
Ethnografische Begleitung: Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien
Dank an: Trachten&Lederhosen Firma Sinnhofer und Firma Waizenauer, Airan Berg (Theaterregisseur und Kulturmanager), Teresa Distelberger (Künstlerin, Filmemacherin) , Elfriede Schweikardt (Verband der Heimat- und Trachtenvereine Salzkammergut), Franz Steinegger (Bgm Grundlsee), Ingrid Schuller (Siebenbürger Sachsen in OÖ und OÖ Forum Volkskultur), Erna Ströbitzer und Teresa Hellweger (Archiv des Österreichischen Volksliedwerks)

Fotocredits: J. Starmühler


mit dem Lehrgang Klassische Operette und Masterstudium Oper zu 150 Jahre Leo Fall

Frauen-Bilder in Volksliedern, Schlagern und Operette

6. Juni  2023 I 19.00 I Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

Anlässlich des 150. Geburtsjahres des Komponisten Leo Falls widmen sich Studierende des Lehrganges Klassische Operette und des Masterstudiums Oper der MUK unterschiedlichen Frauenbildern in traditionellen Liedern aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks sowie ihrer Heimat, im Schlager und in der Operette.

Sänger*innen:
Yechan Bahk, Philip Guirola Paganini, Natasa Josic,
Franz Kauzner, Katharina Linhard, Amane Machida,
Ana Maric, Wenzel Most, Alejo Ruiz, Valentin Trandafir,
Tian Yue, Daria Zhovtobriukh
Moderation: Wolfgang Dosch
Klavier: Greta Benini, László Gyükér
Gitarre: Alessandro Traina


15.Mai 2023 | 19.30 Uhr | Palais Mollard, Salon Hoboken, Herrengasse 9, 1010 Wien

Lecture Concert in Kooperation mit dem Lehrgang Klassische Operette der MUK Privatuniversität
Moderation: Wolfgang Dosch, Choreographie: Gabriel Wanka,
Musikalische Leitung: László Gyükér

Im Jahr 2023 jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag des Operettenkomponisten Leo Fall. Ein umfangreicher Teil seines Nachlasses befindet sich in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Das Jubiläum ist Anlass, dieses eigenständigen, fantasie- und qualitätvollen und dennoch zu Unrecht vernachlässigten österreichischen Komponisten zu gedenken. Bei dem Abend werden SängerInnen des Lehrganges für Klassische Operette der MUK unter anderem anhand von Materialien der Musiksammlung Leben und Werk Leo Falls präsentieren.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

PODIUM OPERETTE – Fall für Fall. 150 Jahre Leo Fall.

22.05.2023 | 18.30 Uhr | MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Leo Fall wurde 1873 als Sohn eines jüdischen k. u. k. Militärkapellmeisters in Olmütz
geboren. Trotz des Misserfolgs seiner ersten Operette Der Rebell 1905 am Theater an der
Wien gelang ihm bereits 1906 mit Der fidele Bauer und 1907 mit Die Dollarprinzessin der
weltweite Durchbruch, der ihn zu einem der führenden Meister der modernen Wiener
Operette machte. Sein Werk verdeutlicht, dass er es wie kein Zweiter verstand, Ironie
und Sentiment kunstvoll in Schwebe zu halten.

Das 150. Geburtstagsjubiläum dieses österreichischen Operettenmeisters ist Anlass für
den Universitätslehrgang Klassische Operette und dessen szenischen Leiter Wolfgang Dosch,
der auch einer der Autoren der Leo Fall-Biografie Der spöttische Rebell der Operette
(Edition Steinbauer) ist, dieses fantasie- und qualitätsvollen Komponisten zu gedenken.

Mit Philip Guirola Paganini, Natasa Josic, Katharina Linhard, Amane Machida, Michaela Mayr,
Daniel Menczigar, Alejo Ruiz, Valentin Trandavir, Elisabeth Zeiler und Yichi Xu (alle Universitäts-
lehrgang Klassische Operette).

Inszenierung & Moderation: Wolfgang Dosch
Choreografie: Gabriel Wanka
Klavier: László Gyükér, Christian Koch

Eintritt frei – Zählkarten (max. 2 Karten/Person) ab Mo, 15. Mai 2023 bei den
Portier*innen der MUK in der Johannesgasse 4a erhältlich.


vergangene Veranstaltungen

Mucks die Feste-Maus ist auf Reisen und findet ihr neues Zuhause ausgerechnet im Kindergarten. Gut, dass dort das ganze Jahr über Feste gefeiert werden. Ob Neujahr, Begrüßungsfest, Ernte Dank oder Weihnachten – Mucks lässt sich das nicht entgehen und feiert die Feste, wie sie fallen.

„Mucks die Maus im Feste-Braus“ ist ein Kinderbuch von Susa Hämmerle. Die Geschichte und Inhalte wurden gemeinsam mit Expertinnen der Sprachförderung des Österreichischen Integrationsfonds und mit Irene Egger vom Österreichischem Volksliedwerk entwickelt. So kombiniert das Buch Sprachförderung mit Werte- und Musikvermittlung. Zusätzlich zum gereimten Kinderbuch ist auch ein Notenheft und eine CD mit 12 Liedern ältere, überlieferte genauso wie komponierte aus unserer Zeit enthalten. Denn Feste und Bräuche geben Menschen Orientierungen auch in weniger vertrauten Lebenswelten. Unterschiedliche Melodien, Rhythmen, Taktarten und Inhalte unterstützen den Spracherwerb und so bekommen die jeweiligen Fest einen besonderen Charakter. Es sind Lieder, die die kindliche Welt widerspiegeln, aber auch über das Kindergartenalter hinaus noch gemeinsam in den Familien gesungen werden können. Ein umfangreiches pädagogisches Praxismaterial mit lustigen Spielen und Aktivitäten zu den Festen runden das Vermittlungsangebot ab.

Produktdetails:
Altersempfehlung: für Kinder von 3 bis 8 Jahren
Seitenanzahl: 36 Seiten
Format: 281×251 Querformat

Inhalte:
Kinderbuch „Mucks die Maus im Festebraus“
Pädagogisches Praxismaterial A5
CD mit 12 Liedern
Kostenloses zusätzliches Lernmaterial auf www.sprachportal.at

Zielgruppe:
Pädagog/-innen in elementaren Bildungseinrichtungen, Kinder, Eltern

Kosten: € 15
Bestellung: Österreichischer Integrationsfonds oder am Standort des Österreichischen Volksliedwerks Operngasse 6, 1010 Wien

Publikationen zum Singen mit Kindern
Publikationen des Österreichischen Integrationsfonds für Kinder

Im Rahmen des KlezMore Festivals vom 5. – 20.11.2022 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien jährlich Workshops. Durch Singen, Nach- und Mitspielen bringen renommierte MusikerInnen den Teilnehmer*innen am Workshop ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher. Dabei soll das eigene Können der Teilnehmer*innen erweitert werden.


So., 06. November 2022
15.00 – 18.00 Uhr

Workshop I
Jiddisches Lieder-Schmuggeln
Gestaltung: Daniel Kahn (USA)

Ein Workshop für vielsprachige Darbietungen, Tradaptierungen, multi-musikalische Mischungen und andere grenzüberschreitende Pfade zeitgenössischer jiddischer Liedarbeit. Lerne auf kreative Weise Lieder zu übersetzen, umzuformen und nach euren Wünschen zu Formen- am Beispiel von Daniel Kahns eigenen Arrangements. Kommt mit euren Stimmen, euren Sprachen, euren Köpfen und Phantasien!


So., 13. November 2022
15.00 – 18.00 Uhr

Workshop II
Style und Repertoire
Gestaltung: Esther Wratschko (AT)

Spielfreudigen, Klezmer und jiddischem Lied interessierten Instrumentalist*innen wie auch Sänger*innen bietet dieser Workshop die Möglichkeit, Grundkenntnisse zu erlangen und zu vertiefen. Hier wird in die Bandbreite des Klezmerrepertoires hineingeschnuppert, dazu das Tanzbein geschwungen und auch das eine oder andere Lied gelernt. Das erlernte Repertoire kann bei der montäglichen Klezmer Session (14.11.) im Cafe Max ausprobiert werden, in diesem Sinne: Kimt, alemen, un lomir shpiln Klezmer!


Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,00 á Workshop – Anmeldung erforderlich!
Anmeldung: office@volksliedwerk.at
oder direkt im Österreichischen Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 512 63 35


Während des KlezMore Festivals können Karten im Österreichischen Volksliedwerk auch für die Konzerte erworben werden.

Programm: KlezMore Festival

Singen mit Senior*innen

Im Frühjahr 2022 hat das Österreichische Volksliedwerk eine Kooperation mit dem Berliner Startup media4Care gestartet. Media4care stellt pflegebedürftigen Senioren ein tabletbasiertes Assistenzsystem mit unterschiedlichen Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung, welches einfach und barrierefrei für jede*n zu nutzen ist und immer wieder mit neuen Inhalten befüllt wird. Das soll Senior*innen dabei unterstützen, sich geistig fit zu halten und im Kontakt mit Ihren Liebsten zu bleiben. Die angebotenen Aktivitäten können einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden und richten sich sowohl an Senior*innen mit und ohne Demenzerkrankungen.

Gerade das Singen eignet sich besonders für die Arbeit in Gruppen, aber auch für einzelne Personen, falls die Gruppenteilnahme nicht möglich ist. Für das Tablet wurden nun in Kooperation mit dem Österreichischen Volksliedwerk zehn Lieder zusammengestellt, welche in Österreich verbreitet sind. Die Auswahl der Lieder greift auf die Expertise anhand von Liederbüchern zum Singen mit Senior*innen im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks zurück. Es wurden daher Lieder zum Mitsingen ausgewählt und eingespielt, die in älteren Generationen weit verbreitetet, in Tonhöhe, Tempo und Schwierigkeit auch für ungeschulte oder eingeschränkte Sänger*innen geeignet sind, um alle zum Mitsingen aber auch zum Erzählen anzuregen.

Lieder

Am Brunnen vor dem Tore
Ein Vogel wollte Hochzeit machen
Es wird scho glei dumpa
Fein sein beinander bleib’n
Guten Abend gut‘ Nacht
I hab die gern: Noten und weiterführende Informationen
In die Berg bin i gern
O du lieber Augustin: Noten und weiterführende Informationen
Und jetzt gang i ans Petersbrünndele: Noten und weiterführende Informationen
Wahre Freundschaft

alle anderen Noten können unter archiv (at) volksliedwerk.at angefragt werden.

Arrangements, Aufnahmen, Mastering: www.musikdesign.at
Gesang: Annika und Wolfgang Veith, Bernd und Karin Kronowetter, Irene Egger
Klavier: Clemens Schaller
Gitarre: Bernd Kronowetter
Flöte: Irene Egger
Harmonika: Reinhard Pilz

Zu den Liedern und den Angeboten von media4care

ist nun öffentlich zugänglich.

Das Österreichische Volksliedwerk hat 2018 einen Teilnachlass vorwiegend Noten aus dem vom Volkskundemuseum Wien an die Familie Mautner restituierten Bestand Anna und Konrad Mautner angekauft. Dieser wurde dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks/Abteilung der Österreichischen Nationalbibliothek übergeben. Nun ist dieser katalogisiert, großteils mit ABCs sowie Fingerprints versehen und auch digitalisiert.

Weiterführende Informationen im Lexikon der Österreichischen Provenienzforschung

Musik aus den Regionen – Neue Chancen für neue Talente.

Mittwoch, 5. Oktober 2022, ab 12 Uhr.
Conference Center Laxenburg, 2361 Laxenburg


Schlager aus Österreich und Volksmusik als ursprünglichste Form der Musik, aus der sich Genres wie volkstümliche Musik, Blasmusik oder Wienerlied ableiten, erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit in der Bevölkerung und werden bei Veranstaltungen gerne gespielt. Doch seit einigen Jahren kommen diese Musikgenres in den Rundfunkprogrammen des Landes immer weniger vor.

Wie kann dieser Trend aufgehalten werden? Welche Ressourcen sind erforderlich, damit dieses spezifische Marktsegment neu belebt wird? Welche Ideen liegen vor, um Talente für eine musikalische Karriere zu begeistern?

Darüber diskutieren Expertinnen und Experten aus der Branche in thematischen Panels mit Key Playern und Multiplikatoren.


Wir freuen uns auf Beiträge von: Andreas Gabalier * Die Mayerin * Herbert Pixner * Monika Ballwein * Christof Straub * Rudi Schedler * Harald Huber * Maria Grossbauer * Irene Egger * Sepp Adlmann * Günter Loibl * Gustl Viertbauer * Dietmar Lienbacher * und viele weitere Gäste


Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ladet die AKM I austro mechana Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen und mitzudiskutieren. Das Österreichische Volksliedwerk ist mit einem Beitrag dabei.

Anmeldung und Details unter: AKM I austro mechana