ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024.

Termine:

Eindrahn 25. Mai 2024, Gmunden
Aufdrahn 15. Juni 2024, Gössl
Ausdrahn Ende Sommer 2024


Das VOLXFEST lädt im Rahmen der Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut 2024 zu einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe ein. Durch die Kunst und Kraft des Feierns erleben Mitwirkende und Besucher*innen eine Kultur des Miteinander und kulturelle Zugehörigkeiten von unterschiedlichen Perspektiven. Im Volxfest wird mit der Koexistenz von traditionellen Ausdrucksformen sowie zeitgenössischer, experimenteller Kunst experimentiert und gespielt. Egal, ob traditionell oder künstlerisch, Geplantes trifft auf Spontanes, Choreografien auf den freien Tanzboden.

Die Kunst und Kraft des Feierns liegen in der Balance zwischen Regeln, die genaue Festabfolgen definieren und freien spontanen, intuitiven Ausdrucksformen, welche Freude, Zuneigung unter den Feiernden, Hochstimmung, aber auch Trauer und Wut zum Ausdruck bringen. Zwischen diesen Gegenpoolen setzt das Projekt Volxfest des Choreografen und Performancekünstlers Simon Mayer an. Ein Team von acht Künstlerinnen, Künstlern und das Österreichische Volksliedwerk unter der Leitung von Irene Egger kreieren das Volxfest gemeinsam mit Menschen in den Gemeinden der “Kulturhauptstadtregion im Salzkammergut”, Kultur- und Traditionsvereinen, lose Initiativen, Musik- und Tanzgruppen, und Schulen. Dazu treffen sie auch auf Tänzer*innen und Musiker*innen aus den Ländern Norwegen und Estland aus den anderen Kulturhauptstädten 2024.

Das Volxfest versteht sich als ein vielschichtiges Partizipationsprojekt und will den Mitwirkenden und Besucher*innen unterschiedliche Zugänge zu kulturellen wie künstlerischen Ausdrucksformen von Musik, Tanz, Tracht, Brauch und andere Möglichkeiten des Feierns vermitteln. Die Kunst und Kraft des „Feierns“ lädt beim Volxfest ein, den eigenen Bezug zu lokalen, nationalen und globalen Wurzeln zu erleben.

Programm

Volxfeste zum Mitmachen, Mittanzen, Mitspielen, Mitsingen, Zuhören, Umzüge; aufführungen… darüber hinaus finden Workshops mit den Künstler*innen zu Tanz, Singen, Geigen, Jodeln… statt.

Themen

  • Feiern, Tanz, Musik und Brauch im Jahreskreis
  • Tracht, Dialekt, Mundart
  • Generationen
  • Diversität (Glaube, Flucht, Enteignung)
  • Gleichstellung der Geschlechter
  • Volkskunst, Wohlbefinden und Spiritualität

Künstlerisches Team

Farah Deen
Irene Egger
Simon Mayer
Marcus Prieth
Patric Redl
Hannah Shatki-Bühler
Mario* Sinnhofer
Irma Troy
Hannah Wimmer   

Im Rahmen des KlezMore Festivals vom 04. – 19. November 2023 veranstaltet das Österreichische Volksliedwerk in der Operngasse 6, 1010 Wien, wie jedes Jahr Klezmer-Workshops. Durch Singen, Nach- und Mitspielen bringen renommierte MusikerInnen den Teilnehmer*innen am Workshop ihre persönliche Musizierweise und ihr Repertoire näher. Dabei soll das eigene Können der Teilnehmer*innen erweitert werden.


So., 05. November 2023
15.00 – 18.00 Uhr

Foto: Michèle Pauty

Workshop I
Jiddische Protestlieder
Gestaltung: Isabel Frey (AT)

Sie stammen aus der jüdischen Arbeiter*innenbewegung von vor über 100 Jahren und sind nach wie vor für die heutige politische Lage relevant. Die Wiener Sängerin Isabel Frey bietet eine Einführung in das Repertoire – es sind keine Vorkenntnisse in der jiddischen Sprache oder Musik notwendig. Die erlernten Lieder können am nächsten Tag bei der Klezmer-Session im Kukturcafé Max gemeinsam gesungen werden. Lomir zingen far a besere velt!


So., 12. November 2023
15.00 – 18.00 Uhr

Foto Reuben Radding

Workshop II
Making the Klezmer dance! – Klezmertänze gekonnt spielen!
Gestaltung: Jake Shulman-Ment (USA)

Klezmer ist schon immer und ursprünglich Tanzmusik! In diesem Instrumentalworkshop mit dem gefragten Geiger Jake Shulman-Ment lernen wir Tänze wie Freylekhs, Bulgars, Khosidls und langsame Horas zu spielen; mit Fokus auf Tempo, Phrasierung und das gekonnte Verbinden von mehreren Stücke, um mitreißende Tanzsets zu schaffen.
Am nächsten Abend: Tanzparty und Klezmersession im Kulturcafé Max, um das Gelernte in der Praxis auszuprobieren!

Workshop in englischer Sprache, Übersetzung vor Ort vorhanden!


Teilnahmegebühr: Erwachsene € 40,- pro Workshop – wegen bergrenzter TeilnehmerInnenzahl Anmeldung erforderlich!
Anmeldung: office@volksliedwerk.at
oder direkt im Österreichischen Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 512 63 35


Während des KlezMore Festivals können Karten im Österreichischen Volksliedwerk auch für die Konzerte erworben werden.

Programm: KlezMore Festival

im Rahmen der Sommerakademie 2023.

25. August 2023, 17.30 – 20.00 Uhr.

Anlässlich der Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks in Gmunden findet in Kooperation mit den Festwochen Gmunden, der Eröffnung des Töpfermarktes der Stadt Gmunden und Stern & Hafferl eine musikalische Straßenbahnfahrt durch Gmunden statt. Musikalische Klänge ertönen mit der Gruppe „Diatonische Expeditionen“ aus der Straßenbahn, während an ausgewählten Haltestellen Volksmusikgruppen aus der Region spielen.

Haltestellen: Rathausplatz / Kirchengasse und Franz-Josef-Platz / Park
Gruppen: Viechtauer Trio, Huat-Musi, Kuf-Haus-Musi, KnopfSaitenKnopf Musi

Die Musikalische Straßenbahn fährt knapp 3 Stunden lang durch Gmunden zwischen Bahnhof Engelhof und Bahnhof Gmunden. Es bleibt also genug Zeit, immer mal wieder auszusteigen an den oben genannten Haltestellen, um auch die anderen Ensembles anzuhören.

Eingeladen mitzufahren sind alle Menschen aus Gmunden und Umgebung sowie Gäste aus Nah und Fern! In diesem Zeitraum ist die Straßenbahnfahrt durch Gmunden kostenlos.

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Anmeldung zur Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerk: Volkskultur als Dialog: Metamorphosen und andere Konsequenzen
23.– 25. August 2023, Gmunden am Traunsee

Volkskultur als Dialog – Metamorphosen und andere Konsequenzen

23.-25. August 2023, Gmunden am Traunsee.

Die Sommerakademie findet 2023 in Gmunden statt, diesmal vom 23. – 25. August, zum Thema „Volkskultur als Dialog: Metamorphosen und andere Konsequenzen“. Hierbei geht es um das Spannungsfeld zwischen „Back to the roots“ und „Forward to Future“, um Materialtreue und Weiterentwicklung. Diese Pole müssen kein Gegensatz sein, sondern definieren erst das Spannungsfeld. Es geht in der Sommerakademie in Diskussionen, Vorträgen, Workshops dazu um Fragen welche kulturellen, sozialen Dimensionen entfalten sich daraus in der Gegenwart und in der Zukunft?  „Volkslied und Volksmusik sind also zeitgenössisch. Die Position in der Moderne und ihr Zusammenhang mit Gesellschaft sollten bedacht und behandelt werden. Das sollte unsere Aufgabe, unsere Erklärungsmöglichkeiten und die Konzepte unserer Arbeit klären und befördern.“ (K. Köstlin, 2023)

Grafik: Jörg Hoffmann / Traktor41

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Ausgewählte Beiträge der Sommerakademien sind in den jeweils darauf folgenden Jahrbüchern des Österreichischen Volksliedwerks nachzulesen.

Nachlese 2022:
In der Sommerakademie 2022 ging es um gegenwärtige wie historische Formen der Musikwirtschaft, ihre Inhalte, Akteure und Akteurinnen, ihre Lebensformen und Ökonomien.

Vortragende und Diskutierende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sinnierten über Alpenromantik als Inszenierungsfaktor, Instrumentalmusik als tradiertes Gewerbe in der Schweizer Alpsteinregion, betrachteten die Kommerzialisierung des Zitherwesens im Wien des 19. und 20. Jh., sprachen über den Stellenwert von Volksmusik in der kroatischen Volksgruppe Österreichs oder stellten ein aktuelles Projekt zur Fair Pay Debatte im Kunst- und Kulturbereich vor.

mit dem Lehrgang Klassische Operette und Masterstudium Oper zu 150 Jahre Leo Fall

Frauen-Bilder in Volksliedern, Schlagern und Operette

6. Juni  2023 I 19.00 I Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

Anlässlich des 150. Geburtsjahres des Komponisten Leo Falls widmen sich Studierende des Lehrganges Klassische Operette und des Masterstudiums Oper der MUK unterschiedlichen Frauenbildern in traditionellen Liedern aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks sowie ihrer Heimat, im Schlager und in der Operette.

Sänger*innen:
Yechan Bahk, Philip Guirola Paganini, Natasa Josic,
Franz Kauzner, Katharina Linhard, Amane Machida,
Ana Maric, Wenzel Most, Alejo Ruiz, Valentin Trandafir,
Tian Yue, Daria Zhovtobriukh
Moderation: Wolfgang Dosch
Klavier: Greta Benini, László Gyükér
Gitarre: Alessandro Traina


15.Mai 2023 | 19.30 Uhr | Palais Mollard, Salon Hoboken, Herrengasse 9, 1010 Wien

Lecture Concert in Kooperation mit dem Lehrgang Klassische Operette der MUK Privatuniversität
Moderation: Wolfgang Dosch, Choreographie: Gabriel Wanka,
Musikalische Leitung: László Gyükér

Im Jahr 2023 jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag des Operettenkomponisten Leo Fall. Ein umfangreicher Teil seines Nachlasses befindet sich in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Das Jubiläum ist Anlass, dieses eigenständigen, fantasie- und qualitätvollen und dennoch zu Unrecht vernachlässigten österreichischen Komponisten zu gedenken. Bei dem Abend werden SängerInnen des Lehrganges für Klassische Operette der MUK unter anderem anhand von Materialien der Musiksammlung Leben und Werk Leo Falls präsentieren.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

PODIUM OPERETTE – Fall für Fall. 150 Jahre Leo Fall.

22.05.2023 | 18.30 Uhr | MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Leo Fall wurde 1873 als Sohn eines jüdischen k. u. k. Militärkapellmeisters in Olmütz
geboren. Trotz des Misserfolgs seiner ersten Operette Der Rebell 1905 am Theater an der
Wien gelang ihm bereits 1906 mit Der fidele Bauer und 1907 mit Die Dollarprinzessin der
weltweite Durchbruch, der ihn zu einem der führenden Meister der modernen Wiener
Operette machte. Sein Werk verdeutlicht, dass er es wie kein Zweiter verstand, Ironie
und Sentiment kunstvoll in Schwebe zu halten.

Das 150. Geburtstagsjubiläum dieses österreichischen Operettenmeisters ist Anlass für
den Universitätslehrgang Klassische Operette und dessen szenischen Leiter Wolfgang Dosch,
der auch einer der Autoren der Leo Fall-Biografie Der spöttische Rebell der Operette
(Edition Steinbauer) ist, dieses fantasie- und qualitätsvollen Komponisten zu gedenken.

Mit Philip Guirola Paganini, Natasa Josic, Katharina Linhard, Amane Machida, Michaela Mayr,
Daniel Menczigar, Alejo Ruiz, Valentin Trandavir, Elisabeth Zeiler und Yichi Xu (alle Universitäts-
lehrgang Klassische Operette).

Inszenierung & Moderation: Wolfgang Dosch
Choreografie: Gabriel Wanka
Klavier: László Gyükér, Christian Koch

Eintritt frei – Zählkarten (max. 2 Karten/Person) ab Mo, 15. Mai 2023 bei den
Portier*innen der MUK in der Johannesgasse 4a erhältlich.


vergangene Veranstaltungen

Jeden 2. Di im Monat (außer Juli/August).

Di., 11. November 2023.
18.30 – 20.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien.

Jodler, Diesel, Super oder Super+


weitere Termine: 14.11. | 12.12.2023


Bei der Jodler-Tankstelle mit dem Jodeltrio Oanano kann man: neue Jodler kennen lernen, bekannte Jodler auffrischen und festigen, ganz gezielt an bestimmten Jodlern arbeiten, verschiedene Besetzungen ausprobieren, in Kleingruppen jodeln. Das Programm bestimmen die Teilnehmenden selbst. Zusätzlich gibt es jeweils einen neuen Jodler aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks

Teilnahmegebühr: € 15.-

Die Jodler-Tankstelle ist eine Idee von Herbert Krienzer aus dem Steirischen Volksliedwerk.

Weitere Jodeltermine unter: www.oanano.at

WeXel oder Die Musik einer Landschaft. Das Weltliche Lied: Jodler, Jodler-Lied, Gstanzl und Tanz”.

9. September 2022, 15 Uhr, Kahlenbergerdorf 1


Programm

Dank und Segen in der Pfarrkirche St. Georg mit Diakon OStR Mag. Peter Schwarz
im Anschluss in der Buschenschank Taschler, Geigeringasse 6
Die Joglerischen (St. Lorenzen am Wechsel)
Drah ma’s auf (Sascha Niemann / Irmgard Stelzer, Wien)
Putz & Stingln (Aspang am Wechsel)
Sabine Scheybal (Tiefenbach, Krumbach, Bucklige Welt)
Anton Straka (Edlitz, Bucklige Welt)

Zum Buch

Bild: Abstieg vom Wettekoglerhaus zur Vorauer Schwaig“ – Copyright Irene Porsche

Sommer in Volksliedern der Welt.

Mi., 1. Juni 2022.
19.00 – 20.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien.


Gesangsabend von Studierenden des Universitätslehrganges Klassische Operette und des Masterstudiums Oper der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien mit traditionellen Liedern aus ihrer Heimat in Zusammenarbeit mit dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks.


Die Sehnsucht nach dem Süden, nach der Sonne, dem Meer ist in vielen Liedern belegt. Sie werden nicht gesungen, um die südliche Lebenswelt wider zu spiegeln sondern, um ein ganz bestimmtes individuell geprägtes Flair beim Singen entstehen zu lassen. Das kommt, wenn auch aus einer anderen Perspektive u.a. in den Liedern italienischer Auswanderer zum Tragen, die speziell in Vorarlberg bis heute überliefert sind. Studierende des Studienganges Gesang/Oper der MUK gestalten einen Gesangsabend mit Melodien, Arien und Liedern zum Thema Sommer, Sonne und Italien. Dabei wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben sich mit Material aus den Volksliedarchiven auseinander zu setzen und außerhalb ihres Institutes Aufführungserfahrung zu sammeln.

Moderation: Wolfgang Dosch (Univ. Prof., MA Oper, Lehrgang Klass. Operette im Studiengang Gesang/Oper)

Klavier: Greta Benini (Univ. Prof., MA Oper)

György Handl (Univ. Doz., Lehrgang Klass. Operette)

Abuzar Manafzade

Gitarre: Alessandro Traina

Gesang: Miko Abe (Japan) Cosima Büsing (Deutschland), Karen Danger (Azerbaidschan), Yejin Kang (Süd-Korea), Constantin Müller (Österreich), Violetta Vasileva (Russland), Valeriia Dolhik (Ukraine), Olivier Benoit (Canada), Evangelia Giannopoulou (Griechenland), Gaja Pelizzari (Italien)

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln der Stadt Wien.

Eintritt: Spende

Hintergrund

Im Februar 2022 wurde mit Univ. Prof. Wolfgang Dosch (MA Oper, Lehrgang Klass. Operette im Studiengang Gesang/Oper) von der MUK Kontakt aufgenommen, um eine Zusammenarbeit zu starten. Studierenden soll es mittels Archivführungen und Vorlesungen ermöglicht werden einen niederschwelligen Zugang für Forschungsarbeiten im Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes zu bekommen (Hilfe für wissenschaftliche Arbeiten Bachelor, Master, Doktorat, artistic resaerch). Weiters sind Veranstaltungen angedacht, bei denen Studierende (Volks-)lieder aus ihrer Heimat und ausgesuchte Lieder aus dem Archiv darbieten.  Ziel ist darüber hinaus sich auch mit den Liedbiografien, Verbreitung und soziokulturellen Kontexten von Liedern auseinander zu setzen, um es in ihre Arbeit/Programme einfließen zu lassen. Musik, dargebracht von Studierenden mit unterschiedlichsten Muttersprachen, wird zum vereinenden gemeinsamen Nenner. So treten ihre Gemeinsamkeiten ins Rampenlicht und geben dem Publikum Hoffnung auf ein verständnisvolles Miteinander.

Die erste gemeinsame  Veranstaltung hat den Titel ”O sole mio”-  Sommer in Volksliedern der Welt

Foto: Archiv des Österreichische Volksliedwerkes

den Süden Italiens tanzen mit Sonja Kieser (visuelle Musikanthropologin, forscht zu Musik in Süditalien).

Do., 12. Mai 2022.
18.30 – 20.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien.


weitere Termine: 12. Mai 2022, Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien


Tanz ist weite Enge, sich kontrahierende Dehnung und ruhende Bewegung.
Im Workshop lernen wir traditionelle Tanzformen Süditaliens kennen. Jeder Ort hat eine eigene
Form. In Kampanien wird zum pulsierenden Rhythmus der Trommel während der
Madonnenfeiern rund um den Vesuv getanzt. In den kalabrischen Bergen erklingen Hirtenlieder
gespielt auf Dudelsäcken. In Sizilien ist Tanzen ein Gemeinschaftsritual. In Apulien erinnert die
Pizzica an den Biss der Tarantel, der nur durch Musik geheilt werden kann.
Die Tänze des Südens werden frei getanzt. Tanzschritte und Figuren werden improvisiert
kombiniert. Stilistisch geht es darum, einen eigenen Ausdruck zu finden. Viele Tanzfiguren
werden ohne Körperkontakt getanzt, deshalb ist die dialogische Interaktion zentral. Es wird
tanzend miteinander gespielt und gescherzt. Die süditalienische Tanzmusik wird von frenetischer,
mediterraner Polyrhythmik angetrieben. Gemeinsam tauchen wir in ihren Klang ein. Tanzend
erkunden wir den Bewegungsfluss, hoch über die Berge hinaus und tief hinein in die
unbekannten Weiten des Meeres, zum Wesen unseres Seins.

Teilnahmegebühr: € 15/ für beide Termine € 28

Foto: Fest in Salignano, Provinz Lecce, Sonja Kieser