Di., 26. November 2019,
10:00 – 11:00 Uhr.

Pressekonferenz

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien.


In dieser Pressekonferenz wird das mehrjährige Editionsprojekt „Die Rolle der Volksliedwerke in Österreich“ in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Musiklexikon der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen | Abteilung Musikwissenschaft erstmals präsentiert.

Mehr zum Projekt

em. o. Universitätsprofessor Dr. Konrad Köstlin erhält das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.

Das Österreichische Volksliedwerk gratuliert seinem Vizepräsident em. o. Universitätsprofessor Dr. Konrad Köstlin. Der Bundespräsident hat ihm das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse verliehen. Die Überreichung erfolgte durch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Dienstag, den 29. Oktober 2019, um 12.00 Uhr im Landtagssaal in St. Pölten.

Mit dieser Auszeichnung findet das umfassende Wirken Konrad Köstlins für die Volkskultur und Volkskulturforschung in Österreich eine würdige Anerkennung. Neben seiner universitären Laufbahn als Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Wien, widmet er sich ehrenamtlich zahlreichen Aufgaben und  Projekten, die zur Weiterentwicklung der Volkskultur in Österreich beitragen. Dazu zählen seine Tätigkeiten in der Wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerks und als Präsident (dzt. Kuratoriumsmitglied) im Verein des Volkskundemuseums und im Beirat am Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Tirol. Er war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV), darüber hinaus langjähriger Vorsitzender der Société internationale d’ethnologie et de folklore (SIEF) und im Wissenschaftlichen Beirat im Touriseum, Südtiroler Landesmuseum für Tourismus sowie Gutachter für die österreichische UNESCO-Kommission. Als Programmgestalter der jährlichen Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks, der Kamingespräche der Volkskultur Niederösterreich und der Zukunftsgespräche der Bundesarbeitsgemeinschaft Volkstanz gab er neue Themen und Blickwinkel auf die Volkskultur aus der Perspektive einer modernen Gesellschaft vor. Dazu zählt auch die Wissenschaftliche Leitung des FWF Projekts des Volkskundemuseums Wien gemeinsam mit den Projektmitarbeiterinnen Birgit Johler und Magdalena Puchberger. Hier galt es „Museale Strategien in Zeiten politischer Umbrüche“ des Österreichischen Museums für Volkskunde in den Jahren 1930-1950“ zu beleuchten.

Zahlreiche Artikel  in wissenschaftlichen Fachpublikationen, aber auch in Zeitungen der Volkskultur geben nachhaltig Anregungen und Einblick, dass Volkskultur einen lebendigen Dialog und eine Antwort auf Globalisierung in unserer Gesellschaft darstellt.

Presseinformation Konrad Köstlin

Fotos

Ehrung K_Köstlin_29102019_DSC_4946

Ehrung Konrad Köstlin durch Landeshaupftrau Johanna Mikl-Leitner
copyright: Herbert Zotti

Konrad Köstlin bei seiner Ehrung am 29.11.2019 mit seinem Enkel Jakob
copyright: Herbert Zotti

Sommerakademie „Volkskultur als Dialog“ 2019 und 2018
copyright: Herbert Zotti

Zukunftstagung

Prof. Dr. Konrad Köstlin mit Geschäftsleiterin Irene Egger und Präsident Josef Pühringer bei der Zukunftstagung des Österreichischen Volksliedwerks
copyright: Andi Koepp

Rückfragehinweis:
Mag. Irene Egger, irene.egger(at)volksliedwerk.at
T: +43/1/5126335-14

 

 

 

Interkultureller Dialog macht Volkskultur lebendig!

Das Österreichische Volksliedwerk fördert 2015 mit dem Projekt Inter_Folk 119 Aktionen für 2500 Personen, die sich mit Volkskultur im interkulturellen Dialog auseinander setzen.

Presseunterlagen

Pressetext Inter_folk

Pressefotos


Aktion „Kultis“ Österreichischer Volkstanz trifft die Welt – das macht Spaß“. Workshop gemeinsam mit Hunger auf Kunst und Kultur und Interface (Foto ÖVLW)


„Grenzenlos Tanzen“ Herbstanzfest der ARGE Volkstanz Wien vor dem Schloss Belvedere Foto (Foto ARGE Volkstanz Wien)


Interkultureller Musikworkshop Gosau (Foto ÖVLW)


Die Weltband bei der Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks (Foto ÖVLW)

durchgeführte Projekte
Details zum Projekt Inter_Folk

 

 

„Der Komponist als Volksmusikforscher“: Walter Deutsch feierte am 29. April 2018 mit einem Festkonzert in der Reitschule Grafenegg seinen 95. Geburtstag.

Anlässlich dieses Geburtstages führten das Trio Frühstück und das Bläserensemble Pentaklang seine Werke für Bläser und eine Fantasie für Klaviertrio auf. Seine vertonten Lieder u.a. nach Texten von Emil Breisach sangen Agnes Palmisano, der junge Bariton Michael Wieland und „coro siamo“ begleitet auf dem Klavier von Clara Frühstück. Als Festredner sprachen Hausherr Tassilo Metternich-Sandor, Norbert Gollinger (Landesdirektor ORF NÖ), Ursula Hemetek (Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) sowie die Landeshauptleute a.D. Josef Pühringer (Präsident des Österreichischen Volksliedwerks) und Erwin Pröll (Aufsichtsratsvorsitzender der Kultur.Region.Niederösterreich). Im Anschluss folgten volksmusikalische Grüße von vielen Wegbegleitern wie Rudi Pietsch, Volker Derschmidt, Cremser Selection und Wiener Singgemeinschaft. 300 Gäste aus ganz Österreich waren angereist, um mit dem Geburtstagskind zu feiern.
Walter Deutsch, geboren 1923 in Bozen, studierte nach der Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft Komposition bei Alfred Uhl und Dirigieren bei Hans Swarowsky. Zunächst als freischaffender Komponist, dann als Ballettkorrepetitor an der Wiener Volksoper tätig. 1952 kam er das erste Mal mit dem österreichischen Volksliedwerk in Kontakt. Vom „Virus Volksmusik“ infiziert gründete er das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst (vormals Hochschule für Musik und darstellende Kunst) in Wien, das er von 1965 bis 1993 leitete. Von 1992 bis 1999 war Walter Deutsch Präsident des Österreichischen Volksliedwerks, seit 1999 ist er dessen Ehrenpräsident. In dieser Funktion veröffentlicht er die vielbändige Gesamtausgabe der Volksmusik in Österreich „„Corpus Musicae Popularis Austriacae“ und  führt so den 1904 festgelegten Gründungsauftrag des Österreichischen Volksliedwerks weiter, der die Erforschung und Publizierung der regionalen Musik Österreichs zum Inhalt hat.
Neben der lehrenden und forschenden Tätigkeit betreute Walter Deutsch von 1967 bis 1984 das Referat „Volksmusik und Blasmusik“ im ORF-Landesstudio NÖ und verschaffte damit der traditionellen Musik in Österreich eine Plattform. Neben seiner Tätigkeit in der Vermittlung von Volksmusik über Rundfunk u. Fernsehen (u.a. Sendung Fein sein beieinander bleiben) und bei Veranstaltungen (u.a. Begründer Grafennegger Advent), Tagungen, Musikantentagen veröffentlicht er bis heute für den praktischen Gebrauch zahlreiche Sing- und Spielhefte. Er berät bei Fragen zu volksmusikalischen Besetzungsformen und Stimmführung. Für dieses Schaffen erhielt Walter Deutsch zahlreiche Preise und Auszeichnungen der Bundesländer und des Bundes.
Weniger bekannt sind seine zeitgenössischen Kompositionen. Bereits 1955 entstand durch eine Begegnung mit dem Dichter und Schriftsteller Emil Breisach in Graz die Oper „Die Grenze“ und in weiterer Folge begann die Vertonung Emil Breisachs zahlreicher Texte und Gedichte. 2013 erschienen diese Werke auf der CD „Halt es fest das Leben“. Dazu kommen Chorlieder, Kammermusik, Charakterstücke für Klavier, Duos in unterschiedlichen Besetzungen, Kantaten, ein Musical und eine Kinderoper. Zum Geburtstag schenken die Veranstalter Österreichisches Volksliedwerk, das Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und die Volkskultur Niederösterreich dieses Festkonzert, um damit seine Kompositionen zu würdigen.
Bis heute ist Walter Deutsch täglich im Österreichischen Volksliedwerk anzutreffen, um seine Volksmusikforschungen und seine Kompositionen voranzutreiben.

Fotos


copyright: Volkskultur Niederösterreich GmbH


Die Festredner gratulieren


Walter Deutsch stellt das Ensemble Pentaklang vor


„coro siamo“ singt „Im Namen der Liebe“ Text von Emil Breisach

Rückfragehinweis:
Mag. Irene Egger irene.egger(at)volksliedwerk.at
T: +43/1/5126335-14

Hubert von Goisern präsentierte am 26.11.2018 sieben Lieder als Impuls für das gemeinsame Singen an Österreichs Schulen.

Die Lieder

  • O du lieber Augustin

Die Melodie dieses Tanzliedes ist im deutschen Sprachraum bis in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurückzuverfolgen. Bei der Geschichte des „lieben Augustin‘s“ handelt es sich um eine Legende rund um den Dudelsackpfeifer und Bänkelsänger Augustin Marx oder Marx Augustin (1643 – 1705). Erst der Wiener Sagensammler Moritz Bermann verband 1865 Melodie und Text zum heute bekannten Lied und veröffentlichte es in Alt und Neu Wien in Geschichten und Sagen für die reifere Jugend. .

  • Der Weg zu mein’ Dirndle is stoanig

Dieses im ganzen süddeutschen Raum verbreitetes Gstanzllied gehört zu den Liebesliedern. Ein Großteil der österreichischen Volkslieder – sehr oft in Verbindung mit der Beschreibung des Almlebens – hat die Liebe in scherzhaftem Ton zum Inhalt. Schon Peter Rosegger kannt das Lied aus seiner Jugend und hat es 1872 erstmals mit dem Text: „Ich woaß nit, sull ich auffi, sull ich owi?“ veröffentlicht.  

  • Hätt i di (Jodler)

Dieser Jodler ist in vielen Varianten, unter vielerlei Namen (Hätt i di, håb i di“, „He i ti“, als „Hålterbua Jodler“ oder auch als „Hålt’ s Maul“) und zwei- bis mehrstimmig bekannt: Als „Echojodler“ bezeichnet gibt er am treffendsten die akustische Wahrnehmung wieder: Die 2. Stimme folgt wie bei einem Kanon prompt nach dem Starten der 1. Stimme. Die Jodlersilben unterstützen die Lautmalerei.  

  • Lära Brett (Jodler)

Dieser Jodler wurde erstmals im Ausseerland 1899 von dem Industriellen Konrad Mautner aufgezeichnet und in seiner Liedsammlung „Steirisches Raspelwerk“ veröffentlicht. Der Jodler ist heute im ganzen Salzkammergut, in der Heimat von Hubert von Goisern und darüber hinaus verbreitet. Der Titel bezieht sich auf ein Brett aus Lärchenholz (lärchenes oder lära Brett). 

  • Und jetzt gang i ans Petersbrünndele

Petersbrünndele ist eine im deutschen Sprachraum auftretende Bezeichnung für Gasthäuser, Heilquellen oder öffentliche Brunnen. Für das Scherzlied kursieren sehr viele oft spontane Textvarianten. Als Stanabründl“ oder „D‘ Schiffleut“ wurde das Lied in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts von der Wienerliedsängerin Ady Rothmayer interpretiert. Unter dem Titel „When an Austrian went jodeling in the mountain so high“ ist heute auch eine englische Textfassung bekannt. Zum Lied gesellen sich unterschiedliche rhythmische Begleitungen durch Schnipsen, Schenkel schlagen, Stampfen oder Ellbogenstöße.

  • Gstanzlsingen nach verschiedenen Melodien

Bei Gstanzl, Schnaderhüpfl und Vierzeiler handelt es sich um einen zwei- oder vierzeiligen Einstropher. Als eine der häufigsten Grundformen des Volksliedes in Österreich können Gstanzln ironisierte Weisheiten bzw. Empfehlungen beinhalten oder Begebenheiten und Personen aufs Korn nehmen.  Scherz und Spott sind dabei wesentlicher Bestandteil. Manchmal wird es von einem Ansinger spontan gedichtet und mit anschließendem Refrain von allen gesungen. Auch viele Liedtexte von Hubert von Goisern sind als Vierzeiler verfasst. In dieser Versform zu dichten und zu singen ist nicht nur in anderen Musikgattungen (Rapp, Kunstlied, Kabarett, Couplet…) weit verbreitet, sondern auch in anderen Kulturen.

  • Amazing grace – A so a Segen (Text Hubert von Goisern)

John Newton veröffentlichte seinen Text „Amazing Grace“ gemeinsam mit  William Coper 1779 in „The Olney Hymns“.  John Newton war Theologe, der vor seiner Berufung sich als Seefahrer und Sklavenhändler sein Geld verdiente. Der Text verbreitete sich anfangs mit unterschiedlichen Melodien als Kirchenlied. Seine Berühmtheit erlangte es im 19. Jahrhundert in den USA. Der Text „Amazing Grace“ in Verbindung mit der heute bekannten Melodie wurde das erste Mal unter dem Titel „New Britain“ 1835 in „The Southern Harmony and Musical Companion“, hg. von William Walker veröffentlicht. Heute ist das eines der bekanntesten Lieder im englischsprachigen Raum, tausendfach interpretiert; mehrfach ideologisch für die Durchsetzung von politischen, religiösen, herrschenden und unterdrückten Interessen verwendet, gilt es als Sinnbild für die Werte der christlichen, westlichen Welt. Doch seine Botschaft ist eine universelle, ein Aufruf zum Frieden unabhängig von Nation und Religion. Diese Botschaft findet sich auch im Text „A so a Segen“ von Hubert von Goisern wieder.   

In den kommenden beiden Schuljahren 2018-2020 sind alle österreichischen Schulstufen und -typen eingeladen, die Lieder musikalisch im Rahmen von Musik-, Tanz-, Rhythmus- oder Musiktheaterprojekten einzustudieren. Dabei können die Lieder mannigfaltig interpretiert, sowie in verschiedenen Sprachen, gestalterisch und kulturgeschichtlich erarbeitet werden. Mit dem Singen der Lieder sollen Beziehungen zu anderen Kulturen, Kunst- und Kulturformen, neuen Medien und zu außerschulischen Einrichtungen hergestellt, sowie Begegnungen zwischen Generationen und zu Menschen mit besonderen Bedürfnissen geschaffen werden.
Die Volksliedwerke der Bundesländer unterstützen bei der Umsetzung der Projekte mit Vermittlungsmaterial, ReferentInnen und finanziellen Mitteln.
Kontakte unter: www.mit-allen-sinnen.at. Anregungen zu Interpretations- und Vermittlungsformen finden sich unter www.volksmusikland.at/lernen.


copyright Österr. Volksliedwerk

Presseinformation „Komm, wir singen!“

Ein neues Online-Portal versammelt 14.000 historische Liedflugdrucke und macht sie einem breiten Publikum zugänglich

Ein zentrales Online-Portal für 14.000 historische Lieddrucke: Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (ZPKM), das Archiv des Österreichischen Volksliedwerks und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz hat das Projekt „VDLied – Das Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugdrucke“ abgeschlossen. Die Plattform macht erstmals ein musikalisches und kulturelles Repertoire, das sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert erstreckt, einem breiten Publikum zugänglich. Das Portal soll Forscherinnen und Forschern weltweit eine umfangreiche Datenbank bieten. Unter anderem ermöglicht es die Plattform, nach dem Liedanfang, aber auch nach Refrain und Melodienverweisen sowie Strophen- und Zeilenzahl zu suchen. Zusätzlich können Interessierte über eine Volltextsuche in allen im Projekt erfassten Daten recherchieren. Das Material steht nun für eine musikalische und wissenschaftliche Auseinandersetzung einer breiten Öffentlichkeit uneingeschränkt und kostenlos zur Verfügung.

Lange Zeit, bevor es Notendrucke und Schallplatten gab, wurden populäre Lieder durch Flugschriften verbreitet, die an Straßenecken oder auf Jahrmärkten feilgeboten wurden. Manchmal erklang eine Drehleier, eine Drehorgel oder Harfe, um auf die Medien aufmerksam zu machen und sie gewinnbringend zu verkaufen. „Die Liedinhalte umfassen die ganze Spannbreite des privaten und des öffentlichen Lebens: Sex, Crime und Action sind genauso vertreten wie politische und religiöse Lieder“, sagt Dr. Dr. Michael Fischer, Geschäftsführender Direktor des ZPKM. Die historische Bedeutung der digitalisierten Stücke erstreckt sich jedoch nicht nur auf die besungenen Inhalte, die Aufschluss über Vorstellungsweisen und Mentalitäten früherer Generationen geben, sondern auch auf die mediale Darbietung. Durch die Beigabe von Bildern und Zierleisten versuchten die Produzenten, die Lieddrucke aufzuwerten. Spätere Liedflugschriften enthalten mitunter Noten zum Mitsingen.

Bei dem nun im Internet frei zugänglichen Repertoire sind viele Drucke vertreten, die lediglich in einem einzigen Exemplar erhalten geblieben sind. „Durch die Digitalisierung dieser Bestände wird europäisches Kulturgut von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne öffentlich zugänglich gemacht“, hebt die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, hervor. Die Zusammenarbeit zwischen der Staatsbibliothek und dem damaligen Deutschen Volksliedarchiv – dem heutigen ZPKM – begann in den 1930er Jahren und wird jetzt auf einer neuen inhaltlichen und technischen Grundlage fortgeführt.

In das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt wurden zudem die Bestände aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks in Wien eingebettet. „Sie ergänzen die Berliner und Freiburger Bestände in hervorragender Weise, weil sie den süddeutschen-österreichischen Kulturraum inklusive der Kronländer der ehemaligen k.u.k. Monarchie abdecken“, erklärt Irene Egger, Geschäftsleiterin des Österreichischen Volksliedwerks.

Das von der Staatsbibliothek zu Berlin zusammen mit der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes entwickelte Portal soll weiter wachsen und steht Ergänzungen aus anderen einschlägigen Sammlungen offen. Bereits heute eröffnet die inhaltliche Erschließung der Flugdrucke den Zugang zu etwa 30.000 Liedern.

Online Portal: www.vd-lied.de

Honorarfreie Abbildungen
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000E00400000005
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000EEC600000005
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000933500000009
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000D6C400000005
http://archiv.onb.ac.at:1801/webclient/DeliveryManager?pid=2645691&custom_att_2=simple_viewer
Titelbild Archiv des Österreichischen Volksliedwerks

Presseinformation_Flugschriften_deutsch
Presseinformation_Flugschriften_engl

Kontakt:
Michael Fischer
Zentrum für Populäre Kultur und Musik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: +49 (0)761/70503-15
E-Mail: michael.fischer(at)zpkm.uni-freiburg.de
www.zpkm.uni-freiburg.de
Jeanette Lamble
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Tel.: +49 (0)30 266 431444
E-Mail: jeanette.jamble(at)sbb.spk-berlin.de
http://staatsbibliothek-berlin.de
Irene Egger
Österreichisches Volksliedwerk
Tel.: +43 (0)15 126335-14
E-Mail: irene.egger(at)volksliedwerk.at
www.volksliedwerk.at

Ein Veranstaltungsschwerpunkt anlässlich 200 Jahre Sonnleithner Sammlung

Unter dem Motto „track Europe 1819-2019“ rückt das Österreichische Volksliedwerk mit einem Veranstaltungsreigen im Frühjahr 2019, anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Sonnleithner Sammlung“, aktuelle Sammler*, ihre Aufzeichnungen, traditionelle Musikinstrumente und deren Herstellung, Spieltechniken und Repertoires in den Vordergrund. Ausgehend von der Musik um 1800 wird nach Kontinuitäten und musikalischen Brüchen in der 200-jährigen volksmusikalischen Überlieferung nachgespürt, mit musikalischen Schwerpunkten zu Rumänien, Tschechien, Ukraine (Motzenland, Böhmen, Mähren und Bukovina). Dabei sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowohl auf musikalischer als auch methodischer Ebene aufgezeigt werden.
mehr zum Schwerpunkt und zu „200 Jahre Sonnleithner Sammlung“ >

„From the hamlets of Ţara Moţilor…“
Musik und Fotografie aus dem Motzenland
Ausstellung: 7. März bis 9. Mai 2019
Finissage: Donnerstag, 9. Mai, 18.30 Uhr
mit Musik, Tanz und Kulinarik aus dem Motzenland
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
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„Lieder und Melodien älterer Art“
Archivprobe mit Michael Vereno
Freitag, 3. Mai 2019, 17.30 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

Ausgehend von der Sonnleithner Sammlung, mit Handschriften aus Salzburg und Böhmen sowie ersten Tanzhandschriften aus Bayern, begibt sich der Musiker Michael Vereno auf eine Zeitreise zur Musik um 1800. Dabei stehen ein Dudelsack um 1800 aus Südböhmen und andere Borduninstrumente im Vordergrund.
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Tanzworkshop GrundsubsTanz
Schritte zum Tanzen mit Simon Wascher und Hermann Haertel (Geige)
26. Mai 2019, 14 -18 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Kennenlernen und Erweiterung des „europäischen“ Grundrepertoires

200 Jahre Sonnleithner-Sammlung
Festvortrag mit Doc. PhDr. Lubomír Tyllner (Prag)
29. Mai 2019, 18.30 Uhr
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Rennweg 8, Alter Konzertsaal, 1030 Wien
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„So nimmt dich ein schönes Hochland auf, das reich an mannigfachen Formen…“
Musiktraditionen der Ukraine
6. Juni 2019, 18.30 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
MusikerInnen aus der Ukraine spielen traditionelle Musik aus der nördlichen Bukowina, neu interpretiert.
mehr Information>

Pressefotos


„Lieder und Melodien älterer Art“, Michael Vereno mit Dudelsack um 1800,
Foto: Matthias Passer


„From the hamlets of Ţara Moţilor…“ Musik und Fotografie aus dem Motzenland

Traditionelle Musik aus der nördlichen Bukowina (UA), entlang des Flusses Prut