Projektmitarbeiter/-in im Österreichischen Volksliedwerk

Für unser Team in zentraler Lage bei der Oper suchen wir ab 15. Jänner 2022 eine Projektmitarbeiter/-in für 25 Wochenstunden (20h fix, 5h befristet), Mo-Fr, Bewerbungsfrist 20. November 2021

Das Österreichische Volksliedwerk ist der Dachverband der Volksliedwerke der Bundesländer mit Standort in Wien. Seit seiner Gründung 1904 zählt zu den Aufgaben Sammeln, Dokumentieren und Vermitteln von Volksmusik, Volkstanz, Liedern und Poesie. Dies beinhaltet die Koordination gemeinsamer Anliegen und Projekte auf regionaler bis hin zu internationaler Ebene. Dabei wird Volkskultur nicht ausschließlich als Traditionspflege verstanden, sondern sie eröffnet der Kreativität breiter Bevölkerungsschichten eine Vielzahl an Ausdrucksformen und lässt Raum für interkulturelle Prozesse. Basis der Arbeit stellen die Sammelbestände der Volksliedarchive dar.

Ihr Tätigkeitsfeld

  • Mitarbeit bei der Konzeptentwicklung, Budgetierung, Planung, Umsetzung, Koordination von Projekten
  • Berichterstattung und Dokumentation von Projekten bzw. Datenaufbereitung für Archiv
  • Vorbereitende Tätigkeiten für Buchhaltung, Rechnungswesen, Abwicklung von Förderanträgen  
  • Akquise und Betreuung von Sponsoren, Partnern sowie Fördermöglichkeiten
  • Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Betreuung und Durchführung von Veranstaltungen
  • Facility Management
  • Vertretung der Geschäftsleitung

Das bringen Sie mit

  • kaufmännische/musikpädagogische/ Projektmanagement Ausbildung oder entsprechende Praxis von Vorteil, Erfahrungen  im Archivbereich
  • Hochschulstudium von Vorteil
  • Musikalische Kenntnisse sowie Interesse an Volksmusik und Kulturarbeit
  • Teamfähig, genaue, organisierte, eigenverantwortliche Arbeitsweise und Freude am Kontakt mit Menschen
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten, gelegentlichen Wochenend- und Abenddiensten sowie Dienstreisen
  • Gute EDV-Kenntnisse (MS-Office), Erfahrung mit Datenbanken und wordpress
  • Gute Deutschkenntnisse

Das bieten wir

  • Mitarbeit in vielfältigen Arbeitsbereichen der Kulturvermittlung, bei Archivprojekten, Publikationen, Veranstaltungen…
  • Wertschätzende Leitung und kollegiales Team
  • Möglichkeit, eigene Projekte zu entwickeln und umzusetzen
  • Teilnahme an österreichweiten bzw. internationalen Projekten, Messen, Tagungen, Gremien und Fortbildungen
  • Unbefristetes Dienstverhältnis

Gehalt € 1374 brutto /Monat für 25h

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen an das Österreichische Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien, office (at) volksliedwerk.at

Marianne Hötzl, Vorsitzende des Kärntner Volksliedwerks.

Neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Lehrende am BG und BRG St. Veit/Glan für Deutsch und Musik, leitet sie seit 2016 die Geschäfte des Volksliedwerks in Klagenfurt. Hötzls Hauptanliegen: die Quellen des Brauchtums, also Volksmusik, Volkstanz, Dichtung und Theater nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das Vereinsarchiv mit Tausenden von musikalischen Quellen, Musikhandschriften und Tonträgern.

Doch neben dem Verwahren und Weitergeben dieses Kulturerbes sowie der wissenschaftlichen Auswertung der Bestände ist es ihr ein Anliegen Schritte Richtung Zukunft zu setzen. Mit dem Crossover-Projekt „Klassik trifft Volksmusik“ werden seit drei Jahren Kompositionsaufträge vergeben, im Vorjahr wurden etwa slowenische Gedichte von Maja Haderlap und Christof Ressi vertont und zur Aufführung gebracht.

Den vollständigen Bericht der Kleinen Zeitung lesen Sie hier:

1954 – 2021

Roswitha Meikl, geboren 1954 in Grödig wuchs seit frühester Jugend in die Salzburger Volkskulturszene. Sie sang bald schon beim Salzburger Volksliedchor und machte nebenbei gemeinsam mit Philipp Meikl und Franz Rinder als „Pongauer Okarinamusi“, „Junge Pongauer“ und „Pongauer Dreigesang“ von sich reden. Okarina und Schwegel blieben ihre bevorzugten Instrumente, geschwegelt hat sie auch auf der Bühne des Salzburger Adventsingens. Auch in ihrer Berufsausbildung suchte sie stets die Musik – nach der Matura am musischen Zweig des BORG Nonntal verband sie ihre Volksschullehrerausbildung mit Nebenstudien in Chorgesang und Klavier an der Universität Mozarteum.

Seit den 1980er-Jahren widmete sich Roswitha verstärkt der musikalischen Früherziehung, dem Singen und Musizieren mit Kindern und vor allem der dahingehenden Ausbildung von LehrerInnen und KindergärtnerInnen. Zahlreiche Initiativen, Veranstaltungen, Lehrbehelfe und Liederbücher – das damals bekannteste davon die Sammlung „Bigga Bogga Besenstiel“ – gingen von ihr und ihrem damaligen Mann Philipp aus. 1997 schließlich wurde sie über Antrag des damaligen Vorsitzenden Harald Dengg in den Vorstand des Salzburger Volksliedwerkes kooptiert. In dieser Zeit oblag ihr unter anderem die Organisation der groß angelegten österreichweiten Arbeitstagung „Mit allen Sinnen“ im Mai 1998 in Salzburg, in deren Rahmen die gleichnamigen Schulprojekte präsentiert und analysiert wurden und neue Impulse, sowie breite Resonanz in der Öffentlichkeit erhielten.

Im Jahr 2000 wurde sie zur Schriftführerin des Salzburger Volksliedwerkes gewählt und trat erstmals nicht nur als Lieder- und Jodlervermittlerin, sondern – bei der Feldforschung Lammertal 2001, in der die dortige musikalische Volkskultur untersucht wurde – auch als Feldforscherin in Erscheinung. Damit geht einher, dass sie über ihre vielfältigen Vermittlungsprojekte hinaus verstärkt Kontakt zur österreichischen Volksmusikforschung suchte, namentlich zu Gerlinde Haid und Rudi Pietsch vom Institut für Volksmusikforschung an der Musikuniversität Wien, mit denen sie über Jahrzehnte hinweg in stetem Austausch stand.

2005 schließlich schlug Harald Dengg sie als seine Nachfolgerin vor und sie wurde von der Generalversammlung zur Vorsitzenden des Salzburger VolksLiedWerkes gewählt – wobei erstmals in der Geschichte der volkskulturellen Landesverbände eine Frau an der Spitze eines Landesverbandes stand. In groß angelegten Arbeitstreffen, zu denen Interessenten und langjährige engagierte Volksliedwerk-Mitglieder gleichermaßen geladen waren, suchte sie zunächst die Richtung für die kommenden Jahre auszuloten, einen Konsens zwischen Forschungs- und Vermittlungsprojekten zu finden und Synergieeffekte auszunutzen. Erstes gelungenes Ergebnis dieser Arbeit als Vorsitzende war das Tobi-Reiser-Symposion 2007, dem u.a. ein „Hiatabuam“-Treffen und Zeitzeugeninterviews vorausgegangen waren, aber auch die Veranstaltungen im Umfeld der Feierlichkeiten „100 Jahre Salzburger Volksliedwerk“ im Jahr 2008, die leise mit „Klingenden Kostbarkeiten aus den Bundesländern“ begannen und im Kongress „Jodeln und Singen“ auf der Festung Hohensalzburg einen klangvollen Höhepunkt erreichten. Parallel dazu brachte sie die heute immer noch erklingende „Salzburger Straßenmusik“ auf den Weg, die prompt mit dem Salzburger Volkskulturpreis ausgezeichnet wurde.

Eines ihrer Hauptanliegen blieb jedoch weiterhin die Vermittlung von Volkslied und Volksmusik an den Schulen – im Rahmen der österreichweiten „Mit allen Sinnen“-Projekte war sie verantwortlich für die Salzburger Schulen und konnte mit diesem gemeinsam viele Tonträger- und Liederbuchprojekte umsetzen, von denen noch heute etwa Liederbuch und CD „Bin a  kloans Schlankale“ (2007), das Lungauer Liederbuch und die CD „Sing mar oans“ (2014–2016) oder das „Loigamer Liederbuch“ (2017) Zeugnis ablegen.

Neben zahlreichen weiteren Vermittlungsprojekten, Veranstaltungen und Fortbildungen (Voixtronik, Fit für Kathrein u.v.m.) hatte sie immer auch im Blick, dass der Arbeitsauftrag des Volksliedwerkes über reine Vermittlungstätigkeit hinausgehen und gleichwertig auch Sammlung und wissenschaftliche Dokumentation beinhalten muss. So war einer ihrer ersten Schritte im Jahr 2005, die bis dato ehrenamtlich abgewickelte „Archivleitung“ des Salzburger Volksliedwerkes in ein Angestelltenverhältnis zu überführen, was wesentlich zur notwendigen Vernetzung mit den anderen österreichischen Volksliedarchiven und zur Professionalisierung der Arbeit beitrug. Bei allen wissenschaftlichen Projekten war sie stets kritische Begleiterin, mahnte auch aus der Sicht der Praktikerin pädagogisch-didaktische Seiten von Symposien und wissenschaftlichen Publikationen ein.

Mit diesen zahlreihen Projekten und Aktivitäten wirkte sie weit über die Salzburger Landesgrenze hinaus. Als Vorstandsmitglied im Österreichischen Volksliedwerk war sie Ideen- und Ratgeberin für österreichweite Aktivitäten. Sie setzte Impulse für das österreichweite Schulprojekt „Komm, wir singen!“ unter der Schrimherrschaft von Hubert von Goisern. Sie war als Lied- und Jodlervermittlerinnen für viele eine Lehrmeisterin und erwirkte faire Abwicklungen von Tarifordnungen mit der AKM sowohl für Musikerinnen als auch Musikveranstalter.

Am 29. Juli ist Roswitha Meikl nach längerer Krankheit von uns gegangen. Doch wir werden uns Deine Kraft zum Vorbild nehmen, Deine Aktivitäten weiterführen und Deine Stimme wird so in uns weiterklingen.

Quelle: Wolfgang Dreier-Andres Salzburger Volksliedwerk

gleich zwei Petitionen unterzeichnen!

Dr. Josef Pühringer, Präsident des Österreichische Volksliedwerks, Landeshauptmann a.D.  blickt angesichts der ungeklärten Situation über die Öffnungsschritte im Musikleben, besorgt auf die Vielfalt der Musikszenen Österreichs.  Unabdingbar müssen deshalb rasche und gezielte Öffnungsschritte in diesem sehr breiten Feld berücksichtigt, sowie die Musikbildung gestärkt werden. Denn das Singen und Musizieren erfüllt im gesellschaftlichen Zusammenleben vorrangig soziale Funktionen.

Covid-19 hat die Regeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens stark verändert und der Virus diktiert nun seit 15 Monaten die Musikausübung in Beruf, Bildung und Freizeit. Alle Formen des Musizierens, sind seit 15 Monaten so gut wie verboten. Doch wir singen, um uns zu freuen, um jemanden hoch leben zu lassen, aber auch um Trauer und Wut auszudrücken. Sprich Musik spiegelt unsere Emotionen wider, was besonders in Zeiten der Krise eine wichtige Funktion einnimmt. Musikalischer Stillstand herrscht nicht nur im Freundes- und Familienkreis, sondern auch im sogenannten Amateurmusikbereich, der neben Vereinen, Chören und Musikkapellen auch kleinere Musikgruppen, Sängerrunden, Stammtische und lose Zusammenkünfte betrifft. In Seniorenheimen und anderen betreuten Einrichtungen, in Kindergruppen, in Pfarren trägt Singen zur psychischen und physischen Gesundheit bei. Vergessen wird dabei auch der wirtschaftliche Schaden von MusikerInnen, Vereinen und regionalen Kleinveranstaltern, die zwar nicht ausschließlich von Musik leben, aber dennoch auf diese Einkünfte angewiesen sind.

Mit dem Musikverbot durch Corona und der seit Jahren stetigen Verschlechterung in der Musikbildung im Allgemeinen kommt es immer mehr zu starken Defiziten: Das betrifft sowohl die formale Bildung in Schulen, als auch den informellen Bereich in der Erwachsenenbildung. Nur durch das Sicherstellen einer qualitativ hochwertigen Musikbildung kann die Vielfalt des Musiklebens in Österreich auch nach der Krise bestehen bleiben.

„Deshalb rufe ich als Präsident des österreichischen Volksliedwerks dazu auf, die Petitionen zu unterzeichnen, um gemeinsam sinnvolle Zukunftsperspektiven für diese vielfältigen und auch sehr unterschiedlichen Bereiche und Szenen entwickeln zu können.“

https://mein.aufstehn.at/petitions/lasst-uns-wieder-musizieren
https://www.openpetition.de/petition/online/musik-braucht-eine-stimme-im-bildungswesen

Ein online Adventkalender mit 24 Fenstern zum Anhören und Mitsingen auf YouTube.

 Unterschiedliche Personen aus ganz Österreich und angrenzenden Gebieten sind einem Aufruf des Österreichischen Volksliedwerks gefolgt und haben ihre selbst angefertigten Musikvideos mit ihren persönlichen Liedern und Stücken zur Weihnachtszeit eingereicht. Daraus ist ein klingender Adventkalender entstanden, der auf dem YouTube-Kanal des Österreichischen Volksliedwerks zu hören ist. Von 1.-24. Dezember öffnet sich jeden Tag ein Türchen mit einem neuen musikalischen Stück und inspiriert zum gemeinsamen Singen und Musizieren über die Weihnachtszeit hinaus. Die 24 Fenster beweisen, dass sich die Bandbreite des vorweihnachtlichen Musizierens nicht nur auf „Leise rieselt der Schnee“ und „O Tannenbaum“ beschränkt. Unter den Einsendungen finden sich traditionelle Weihnachtslieder und Bearbeitungen genauso, wie Stücke und Eigenkompositionen aus der heutigen Zeit. Volksmusik wird in den Beiträgen dabei als ein variabler Begriff verstanden, der sowohl in persönliche Musizierformen als auch in gemeinschaftliches Musizieren und in vorweihnachtliche Bräuche als selbstverständlicher Bestand integriert ist. Die Musikerinnen und Sänger musizieren in Gruppen, in bestehenden Ensembles, im Familienverband zu Hause, auf öffentlichen Plätzen und in Kirchen und auch virtuell.  Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen professioneller Musikbranche und Amateurbereich. So vielfältig wie die Musikstücke sind, so unterschiedlich ist auch die Gestaltung der Videos. Sie reichen von Inszenierungen im privaten Bereich bis hin zu professionellen Musikvideos.

Die Videos mit Liedtexten und Noten werden im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks archiviert und können dort auch zur weiteren Verwendung recherchiert werden. Sie geben langfristig einen Einblick und Querschnitt in das weihnachtliche Musizieren in diesem speziellen Jahr 2020. Ein Jahr, das von Sing- und Aufführungsverboten geprägt ist.

Der klingende Adventkalender des Österreichischen Volksliedwerks unter: https://www.youtube.com/channel/UC_eD7DMuYd0cegGGUxx5hZw?view_as=subscriber

Pressefoto

Sujet des Klingenden Adventkalenders

Kontakt für Rückfragen

Mag.a Irene Egger (Geschäftsleitung)
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien,
Telefon: +43 (0)1/512 63 35, Handy +43 (0)664 5319757
irene.egger(at)volksliedwerk.at

Pressetermin

Musikalische Straßenbahnfahrt durch Gmunden.

27. August 2021, 17.30, Straßenbahnhaltestelle Engelhof Gmunden

im Anschluss Einladung zur Straßenbahnfahrt und zum Gasthof Engelhof

Mit:
Dr. Josef Pühringer (Landeshauptmann a.D.), Präsident des Österreichischen Volksliedwerks
Mag. Stefan Krapf, Bürgermeister der Stadt Gmunden

im Rahmen von:

„Volkskultur als Dialog: Volksmusik und Volkslied und / als Moderne“

25. – 28. August 2021 in Gmunden.

2021 geht es anhand von Vorträgen, Diskussionen und Workshops bei der Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks um das weite Feld der Beziehungen von Volksmusik und/als Moderne. „Traditionelle“ musikalische Ausdrucksformen stehen ganz offenbar nicht im Gegensatz zu unserer Moderne, sondern gehören zu ihr, sind also zeitgenössisch.

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Kontakt für Rückfragen:

Mag.a Irene Egger (Geschäftsleitung)
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien,
Telefon: +43 (0)1/512 63 35, Handy +43 (0)664 5319757
irene.egger(at)volksliedwerk.at, www.volksliedwerk.at

1.1.1967 – 11.7.2020.

Herbert Krienzer stimmt an, gibt uns Tempo und Töne vor, wir stimmen ein und lassen uns von ihm tragen.
Herbert Krienzer verstand es als ausgebildeter Pädagoge (Hauptschullehrer für Musik und Mathematik) Menschen für das Lernen zu begeistern. Seinen Lehrberuf tauschte er gegen die Mitarbeit im Steirischen Volksliedwerk. Von 1996 bis 2013 war Herbert als fester Mitarbeiter, später als freier Mitarbeiter, Referent und Vereinsbeirat beim Steirischen Volksliedwerk tätig. In zahlreichen Kursen und Seminaren gab er das Wissen und die Begeisterung für seine beiden großen Leidenschaften Natur und Musik an Interessierte jeden Alters weiter. Mit viel Empathie verstand er es die Menschen für das Singen, Jodeln, Musizieren und Tanzen, speziell in der freien Natur zu begeistern und sie zu einer mehrstimmigen Melodie zusammenzuführen. Stets entwickelte er dafür neue Vermittlungsmethoden und Formate, die weit über die Steirischen Landesgrenzen hinaus angenommen wurden und auch Nachahmung fanden, so zum Beispiel die Jodler-Tankstelle von Oanano in Wien. Auch im Team des internationalen Jodelfestes OU war er Impulsgeber und fixes Teammitglied. Als Musikant, Wanderführer und Freund hat er viele begleitet und viel gegeben.
Nun ist am 11.7. Deine Stimme verklungen, doch wir sind uns sicher, das Echo Deines Wirkens wird uns entgegen hallen und uns viele Wege weiter begleiten.

 

Quelle: Steirisches und Österreichisches Volksliedwerk

Foto: Herbert Krienzer bei der Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks „Volkskultur als Dialog – Formen der Vermittlung Konzepte für morgen“ bei seinem Workshop   „Jodeln: zwischen Tradition und Wellness 2011, Herbert Zotti

musizieren auf der Hüttenbank, jodeln auf der Bergspitze, Geige spielen an der Weinstraße, Burgkonzerte bei Sonnenuntergang, musikalische Kräuterwanderungen, Klängen am Wasser lauschen, auf der taufrischen Wiese tanzen…


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Auf dieser Seite finden sich Kurse, Seminare und Workshops zum Singen, Musizieren, Tanzen, Jodeln sowie Festivals mit Volksmusik, verwandten Musiksparten und im interkulturellen Austausch an unterschiedlichen Orten in Österreich und in angrenzenden Gebieten. Die Angebote reichen von Singen in Kleingruppen, Tanzen im Generationenverband über Musiziertage für unterschiedliche Instrumente und Ensemblebesetzungen bis hin zum Einzelunterricht.

Sie richten sich an Erwachsene, Kinder, Familien, bestehende Ensembles und Menschen, AnfängerInnen wie Fortgeschrittene, die auf der Suche sind gemeinsam zu musizieren und musikalische Erlebnisse zu teilen.

Die VeranstalterInnen sind die Volksliedwerke der Bundesländer, sowie ihre Mitglieder und Partner, verwandte Einrichtungen und private AnbieterInnen, die unseren Qualitätsanforderungen entsprechen und eng mit uns zusammenarbeiten. Spezifisches Können und die jeweiligen Schwerpunkte der ReferentInnen geben den Veranstaltungen ihre individuelle Prägung. Die unterschiedlichen Beherbergungsbetriebe und -arten sowie die Gemeinden fungieren dabei als Partner. Gemeinsam mit allen werden die musikalischen Reisen zu einem einmaligen Erlebnis.

Zur Online Plattform Volksmusikreisen mit dem Programm für 2020 / 2021

Wir freuen uns bei den Kursen über Kommentare zu den jeweiligen Erlebnissen.


anbieten

AnbieterInnen und Beherbergungsbetriebe von Kursen, Seminaren, Workshops und Festivals sind ab sofort herzlich eingeladen, nach Registrierung ihre Angebote hier einzutragen. Wir freuen uns auch, wenn bereits eingegebene Veranstaltungen von den Einzelnen überarbeitet werden. Dabei ist zu beachten: die Veranstaltungen müssen zu den beschriebenen Kriterien passen und eine Reise wert sein. Bei Unklarheiten helfen wir gerne, auch Anregungen sind jederzeit willkommen.

Zur Eingabe von Veranstaltungen

Diese Seite wurde vom Österreichischen Volksliedwerk zusammen mit dem Veranstalter Verband Österreich, unter Mitwirkung von ReferentInnen und KursteilnehmerInnen entwickelt.

 

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Ausschreibung 2021.

Die Vergabe des Hubert von Goisern Kulturpreises erfolgt einmal jährlich. Gemeinsam mit einer Jury wählt Hubert von Goisern Künstlerinnen und Künstler aus, deren Schaffen und Streben Förderung verdient und nötig hat. Die finanzielle Unterstützung durch den Kulturpreis soll die Preisträger ermutigen, ihre Arbeit fortzusetzen, ihre Kreativität auszuleben, die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen und Anderen eine Inspiration zu sein.

Der großen, jährlich ansteigend Anzahl von Einreichungen geschuldet, hat sich der Preisstifter schweren Herzens entschlossen, einige Einschränkungen vorzugeben. Zum einen sind ab nun ausschließlich Bewerber/innen mit österreichischem Hauptwohnsitz zugelassen und zum anderen nur mehr solche aus dem Bereich Musik. Die Bereiche Bildende Kunst, Tanz, Film, Literatur… können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Nach wie vor preiswürdig sind Veranstaltungs- und sozialpädagogische Initiativen im Bereich Musik.

Bewerbungen für den Hubert von Goisern Kulturpreis 2021 werden zwischen 1. Oktober 2020 und 31. März 2021 entgegengenommen. Aus organisatorischen Gründen bitte ausschließlich über untenstehenden Link. Physische Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Sollten sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: kulturpreis@hubertvongoisern.com

Details


Die junge Musikerin und Intendantin Julia Lacherstorfer gewinnt mit ihrem neuen Solo-Debüt Spinnerin den Hubert von Goisern Kulturpreis 2020.

Mit ihrem neuen Solo Debüt Spinnerin begibt sie sich auf eine musikalische Spurensuche nach einer weiblichen Perspektive im österreichischen Liedgut und wirft zunächst Fragen auf: Wo sind all die Lieder, die von Verlusten und Überforderungen, Sehnsüchten und vom stillem Ertragen einerseits, andererseits von Verführung, Wut und Verweigerung erzählen?

In der österreichischen Volksmusik wimmelt es zwar von Liebesliedern, in denen schöne Mädchen besungen und umworben werden. Beschrieben wird dann das herzige Dirndl, das bestenfalls kokettiert. Erotische Lieder erzählen wie der weibliche Körper in einem Feldzug erobert wird. In vielen Volksliedern wird das alltägliche Leben aus einer männlichen, aktiven Perspektive geschildert – die weibliche Rolle bleibt eindimensional, beobachtend, passiv. Weniger bekannte Balladen, Küchen- Spinnstuben- und Schlaflieder berichten von der Lebensrealitäten der Frauen, ihrer Arbeit, ihren Ängsten, ihren Sehnsüchten und ihrer Fürsorge. Wer sich also auf die Suche nach einer weiblichen Perspektive im österreichischen Liedgut macht, muss sich wie Julia Lacherstorfer seinen Weg erst ebnen. Für dieses Solo Debüt durchforstete sie die vielfältigen Materialien der Volksliedarchive, um Vergangenheit und vergessen Geglaubtes sowohl musikalisch, als auch narrativ in die Gegenwart zu transferieren. Ihre musikalischen Mittel sind dabei so vielfältig, wie die Lebensrealitäten jener Frauen, deren Geschichten sie erzählt.

Julia Lacherstorfer

Aufgewachsen in Bad Hall, Oberösterreich, begann sie schon früh in ihrem familiären Umfeld zu musizieren. Julia Lacherstorfer studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. Sie schloss Ihren Bachelor of Arts im Bereich Jazz und improvisierte Musik sowie Violine mit Auszeichnung ab und arbeitet seit 2011 als freischaffende Musikerin und Komponistin mit der Gruppe ALMA und Ramsch und Rosen. Unter anderem ist sie auch gemeinsam mit Simon Zöchbauer Intendantin des Musikfestivals Wellenklaenge in Lunz am See. Das aktuelle Programm geht in Kürze Online.

Foto: Daliah Spiegel

Hubert von Goisern Preis

Dieser Preis wird jährlich zur Förderung von Talent und Beharrlichkeit vergeben für außerordentliches Engagement und Leistungen im Bereich Kunst und Kultur im Allgemeinen, insbesondere aber der Musik. Zur Unterstützung inspirierter und inspirierender Menschen sowie zur Förderung innovativer Lösungen und Ideen die dem Gemeinwohl zugutekommen. Die Auszeichnung ist mit jährlich 15.000 Euro dotiert und für zehn Jahre ausgelobt.

Dieser Preis ist gemeinsam mit dem Schulprojekt „Komm, wir singen!“ des Österreichischen Volksliedwerks ein Beitrag von Hubert von Goisern junge Menschen für das Musizieren zu begeistern. Sein gesellschaftliches Engagement  den öffentlichen Kürzungen in der Musikausbildung und den oft prekären Situationen von Musikschaffenden entgegen zu wirken.

Weitere Informationen

https://www.julialacherstorfer.at/
https://www.hubertvongoisern.com/kulturpreis/index.html

Flüchtig ist der erste Roman aus der Feder von Hubert Achleitner, vielen besser bekannt als der Musiker Hubert von Goisern. Das Buch ist bei Zsolnay im Mai 2020 erschienen.