proben, musizieren, aufführen nach Corona

Die folgenden Informationen basieren auf Empfehlungen des Österreichischen Musikrats. Die Vorgaben ändern sich täglich, sodass die Ausübenden angehalten sind,  die Regeln in Eigenverantwortung nach den jeweiligen Gegebenheiten zu interpretieren. (Interpretationen lassen, wie man in der Musikbranche durchaus weiß, oft auch  spontane Reaktionen zu)

Darstellung der Modalitäten und Abwicklungsprozesse des angekündigten Fonds für gemeinnützige Organisationen mit € 700 Mio. sind erst in Ausarbeitung. Weitere Informationen zur Unterstützung für Musikschaffende wie auch VeranstalterInnen sind unter folgenden Seiten zu finden:

Music Austria (mica)

Veranstalterverband Österreich

Ab 1. Juni gelten folgende Regelungen für die Musikausübung:
+) Beachtung der allgemeinen Abstandsregeln und Sicherheitsmaßnahmen
+) Entfall der Personenobergrenze (dzt. 10)
+) Bei Beachtung der geltenden Abstandsregeln und Sicherheitsmaßnahmen sollten Proben sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen möglich sein. (lockere Verteilung im Raum + Freihaltung von Eingangsbereichen)

Schutzmaßnahmen allgemein

Die Minimierung von Ansteckungsrisiken muss in gleicher Art und Weise erfolgen wie auch im sonstigen öffentlichen Bereich: Sicherheitsabstand, kein Körperkontakt, Hände waschen und desinfizieren, Mund-Nase-Masken, Klarsichtvisiere, eventuell Einsatz von Plexiglasflächen oder sonstigen Trennwänden, ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten, … Sollte ein Mitglied eines Musikensembles covid19 Symptome zeigen, muss das Musizieren bis zum Vorliegen eines Testergebnisses sofort eingestellt werden und die Mitglieder müssten sich unverzüglich in prophylaktische Heimquarantäne begeben.

Spezielle Schutzmaßnahmen bei unterschiedlichen Ensembleformen und Instrumentengattungen

Der Abstand wird bei Streichern mit 1,5m und bei Bläsern mit 2m empfohlen. Dirigent*innen sollten 1,5m entfernt sein, Blechbläser durch geeignete Maßnahmen seitlich abgeschirmt werden. Bei Blasinstrumenten ist zusätzlich noch besondere Sorgfalt auf den seitlichen Abstand und das Entsorgen von Kondenswasser zu legen. Wenn der seitliche Abstand von 2 m nicht eingehalten werden kann, sollen Trennwände oder andere geignete Maßnahmen zwischen den Musiker*innen zum Einsatz kommen. Von den Chorverbänden werden spezielle Probeformen (Einsatz digitaler Medien, Stimmproben, Proben in Kleingruppen, …) und spezielle Hygienemaßnahmen (Einbahnsysteme, Desinfektion, Lüftung) vorgeschlagen. Seitens der Tanzpädagogik (Training und Unterricht im Amateurbereich) werden Maßnahmen wie Verzicht auf Körperkontakt, Einhaltung eines 2 m Abstandes, Sperren von Umkleideräumen und Duschen, Anpassung von Stundenplänen und intensivierte Hygienemaßnahmen vorgeschlagen.

Musik basiert auf Schall (Schwingung von Luftmolekülen). Ein direkter Körperkontakt zwischen Musizierenden findet nicht statt. Abstandsregeln können daher leicht eingehalten werden. Das Singen oder Musizieren erzeugt nach den dem Musikrat vorliegenden Forschungsergebnissen keinesfalls mehr Aerosolbelastung als eine individuelle Konversation einer gleichen Anzahl von Personen im gleichen Raum. „… da die Atemluftmenge bei den Bläsern durchweg deutlich geringer als beim Sprechen ist“.

Sicherheitskonzept

Vereine und Veranstalter sollten im Sinne der Eigenverantwortung ein Sicherheitskonzept erstellen, um jegliche Unterschreitung des gebotenen 1m Abstandes in allen Räumen und in jeder Phase einer Probe oder Veranstaltung zu unterbinden. Durch das Vorliegen und die Einhaltung eines solchen Sicherheitskonzeptes müsste ein Haftungsschutz für den Veranstalter bzw. für die Vereinsleitung entstehen. Gästelisten könnten Quarantänemaßnahmen im Bedarfsfall erleichtern.

Veranstaltungen

Veranstaltungen/Konzerte sind unter Einhaltung von Abstandsregelungen möglich. Publikumsobergrenzen (ab 29. Mai 100, ab 1. Juli 250 innen/Freiluft 500, ab 1. August 500 innen/750 Freiluft). Wenn möglich können Performances im Freien unter Nutzung von größeren öffentlichen Flächen durchgeführt werden. In geschlossenen Räumen muss das Publikum nach dem Schachbrettkonzept platziert werden. Veranstalter sollten sich gegenüber Dritten rechtlich absichern, falls aus Gründen von Covid-19 die Veranstaltung nicht stattfinden kann und damit auch keien Zahlungen getätigt werden können.

Der Abstand wird mit 1 bis 1,5 m empfohlen. Dirigent*innen sollten 1,5m entfernt sein. Bei Blasinstrumenten ist zusätzlich noch besondere Sorgfalt auf den seitlichen Abstand und das Entsorgen von Kondenswasser zu legen. Spezielle Hygienemaßnahmen (Einbahnsysteme, Desinfektion, Lüftung) sollten eingehalten werden. Seitens der Tanzpädagogik (Training und Unterricht im Amateurbereich) werden Maßnahmen wie Verzicht auf Körperkontakt, Einhaltung eines Abstandes, Sperren von Umkleideräumen und Duschen, Anpassung von Stundenplänen und intensivierte Hygienemaßnahmen vorgeschlagen.

Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt