Tanzstück von Marcel Leemann & Simon Mayer mit Livemusik und Kompositionen von Christof Dienz (Band „Die Knödel“)

Der künstlerische Mastermind unseres letztjährigen Großprojekts VOLXFEST im Rahmen der Kulturhauptstadt Bad Ischl Salzkammergut, Simon Mayer, hat sich für sein neuestes Projekt zu unseren Kolleginnen vom Tiroler Volksliedwerk, Sonja Ortner und Gerti Heintschel auf Spurensuche begeben. Die Ergebnisse flossen in seine neueste Produktion mit ein, ein Tanzstück am Tiroler Landestheater.

Getanzt wird seit jeher – auf der Straße, auf der Bühne, am Volksfest, im Ballsaal, im Dorf und in der Stadt. Ausgehend von Tirol erkunden Marcel Leemann und der österreichische Choreograf Simon Mayer grenzüberschreitende tänzerische Traditionen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und stellen sich die Frage, wie unsere Herkunft uns alle im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Die Livemusik des Abends leitet der renommierte Innsbrucker Musiker und Komponist Christof Dienz, der mit seinem Ensemble «Die Knödel» spielend den musikalischen Spagat zwischen Tradition und Zeitgenossenschaft meistert. (Zitat Tiroler Landestheater)

Premiere ist am 22.11.2025 um 19.00 Uhr im Tiroler Landestheater
(weitere Termine)

Sujet by Tiroler Landestheater / Philotheus Nisch

Prof. Clemens Hellsberg übergibt Ehrenurkunde an em. Prof. Konrad Köstlin | Foto: Anita Frühwirth

Unser ehemaliger Leiter der Wissenschaftlichen Kommission und Vizepräsident des Österreichischen Volksliedwerks, em. Prof. Dr. Konrad Köstlin wurde am 11.11.2025 zum Ehrenmitglied ernannt. Das Dokument zur Ehrenmitgliedschaft wurde ihm im Rahmen einer Generalversammlung vom Präsidenten des Verbandes Prof. Dr. Clemens Hellsberg überreicht.

Mit dieser Auszeichnung findet das umfassende Wirken Konrad Köstlins für das Volksliedwerk und vor allem die Wissenschaftliche Kommission eine würdige Anerkennung. Neben seiner universitären Laufbahn als Professor für Europäische Ethnologie an der Universität Wien, widmete er sich ehrenamtlich zahlreichen Aufgaben und Projekten, die zur Weiterentwicklung der Volkskultur in Österreich beitragen. Dazu zählen seine Tätigkeiten in der Wissenschaftlichen Kommission des Österreichischen Volksliedwerks, als Präsident im Verein des Volkskundemuseums und im Beirat am Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung, Tirol. Er war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (DGV), darüber hinaus langjähriger Vorsitzender der Société internationale d’ethnologie et de folklore (SIEF) und im Wissenschaftlichen Beirat im Touriseum, Südtiroler Landesmuseum für Tourismus sowie Gutachter für die österreichische UNESCO-Kommission. Als Programmgestalter der jährlichen Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks, der Kamingespräche der Volkskultur Niederösterreich und der Zukunftsgespräche der Bundesarbeitsgemeinschaft Volkstanz gab er neue Themen und Blickwinkel auf die Volkskultur aus der Perspektive einer modernen Gesellschaft vor. Dazu zählt auch die Wissenschaftliche Leitung des FWF Projekts des Volkskundemuseums Wien gemeinsam mit den Projektmitarbeiterinnen Birgit Johler und Magdalena Puchberger. Hier galt es „Museale Strategien in Zeiten politischer Umbrüche“ des Österreichischen Museums für Volkskunde in den Jahren 1930-1950“ zu beleuchten.

Am 11.11.2025 wurde Prof. Dr. Konrad Köstlin das Dokument zur Ehrenmitgliedschaft überreicht. Wir gratulieren herzlich und freuen uns mit ihm!

Symposien, Diskurse, Seminare und mehr zu Volkslied in Österreich

12.-14. Februar 2026 | MMRC Symposium 2026: Between Research and Activism | Futures Of Music And Minority Studies | mdw – University of Music and Performing Arts Vienna | Link

25. März 2026 | Sounding Ljubljana: Identity, Power and the Politics of the Urban Soundscape | Vortrag von Dr. Mojca Kovačič | Kunstuniversität Graz | Institut für Ethnomusikologie | Link

Exkurs | 26. März 2026 | Alle Neun – Lange Nacht der österreichischen Musikhochschulen | Übertragung aus der Stella Privat Hochschule für Musik in Feldkirch | Link

23.-29. September 2026 | The 10th Symposium of the ICTMD Study Group on music and dance in southeastern Europe | mdw – University of Music and Performing Arts Vienna | Call for Papers (due to March 01st, 2026): pdf

01.-02.10.2026 | From here, to there, to everywhere: Translocality and Cosmopolitanism in Music and Dance Practices | Symposium am Institut für Ethnomusikologie, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) | Callfor papers/Submission deadline 15th of March 2026 | Link


Veranstaltungen 2025
Oktober 2025-Jänner 2026 | Kulturen des Klanges – Ringvorlesung 100 Jahre Musikwissenschaft in Innsbruck | Link zu pdf

30.10.2025 | Symposium und Festakt „60 Jahre Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie“ – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien | Link

05.11.2025 | „Weil es immer schon so war“ Braucht – Identität – Tradition? Disskussionsveranstaltung am 05. November 2025 im p.m.k. Innsbruck mit Konrad Kuhn, assoz. Prof. für Europäische Ethnologie an der Universität Innsbruck. | Link

06.-07.11.2025 | Heritage Meets Science: Infrastructures and Research Perspectives in Austria – Symposium an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Weitergabe des Kulturellen Erbes | Link

18.11.2025 | MMRC Lecture: Minority Voices in Civil Society: Exclusion – Inclusion – Solidarity in Music | Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie | Link

28.-28.11.2025 | Binary Harmony in tratditional Music and Beyond | International Symposium at the mdw – University of Music and performing Arts Vienna – Department of Folk Music Resarch and Ethnomusicology | Link



09.12.2025 | Performance Lecture: Ordinary Music. Music Suitable for the Anthropocene | Universität Salzburg | Link

10.12.2025 | Gastvortrag: Michael Bakan: Rhythm-a-ning: Cross-Cultural Perspectives on Rhythm in Practice | Kunstuni Graz | Link

10.-12.12.2025 | Konferenz „Die Natur der Musik“ mit Keynote „Who Asks the Questions? On Collaborative Knowledge Production in Music Studies“ von Anja Brunner und Cornelia Gruber (Forschungsprojekt Reverse Ethnomusicology) | Österreichische Akademie der Wissenschaften Wien | Link

12.-14.12.2025 I Annual Meeting of the National Committee of the ICTMD Austria, Artistic Research: Performing Ethnomusicology I University of Music and Performing Arts Graz I Link

(alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen durch die jeweiligen Veranstalter*innen vorbehalten)

w1 – eine Neuentdeckung in alten Handschriften | Mo., 13. Oktober 2025 | 13.00 – 17.00 Uhr.

Archivprobe mit Simon Wascher und Herman Haertel

„w1“ – so bezeichnet der Drehleierspieler und Musikethnologe Simon Wascher den Melodietypus von harmonisch speziellen Tanzmelodien um 1800, die nach Ländlern und Steirern klingen und zu denen man gut Wickler tanzen, walzen oder auch lustig tanzen kann. Doch es sind keine Ländler – es handelt sich um eine dreischlägige Musik aus Quellen aus Ober- und Niederösterreich, Salzburg und dem inneren Salzkammergut, die nicht so tickt, wie wir sie sonst in Mitteleuropa kennen.

Nach einem Vortrag laden Simon Wascher und Hermann Haertel anhand alter Handschriften aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerk zur musikalisch-praktischen Umsetzung von „w1“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
Anmeldung unter office (at) volksliedwerk.at,
Eintritt: freie Spende


Archivprobe mit Burgi Neubauer | 26. September 2025 | 16.00-18-00 Uhr

NÖ Volksliedarchiv der Volkskultur Niederösterreich

Ländler, Polkas, Menuette, Schleunige …

für zwei Melodieinstrumente, Nachschlag und Bass

Das Volksliedarchiv der Volkskultur Niederösterreich beherbergt einen umfangreichen Fundus an handschriftlichen Notenblättern mit instrumentaler Volksmusik aus dem 19. Jahrhundert. Meist stammen die Niederschriften aus privaten Sammlungen von Musikanten, die den Melodienschatz festhalten und weitergeben wollten. Dieser Archivbestand wird gerne von Volksmusikantinnen und -musikanten herangezogen, um nach bereits vergessenen Melodien zu suchen und sie wieder zum Klingen zu bringen.

Walpurga „Burgi“ Neubauer leitet die Archivprobe. Als Musikpädagogin unterrichtet sie Geige an der Regionalmusikschule Kreuzenstein und beschäftigt sich vor allem mit Kammermusik und mit Volksmusik.

Teilnahme kostenlos! Das Instrument bitte mitbringen.

Das Notenmaterial wird zur Verfügung gestellt.

Instrumente: Geige, Harfe, Bratsche, Kontrabass, Harmonika

Um Anmeldung wird gebeten! office@volkskulturnoe.at oder Tel.: 02732 85015

NÖ Volksliedarchiv der Volkskultur Niederösterreich
c/o NÖ Landesbibliothek
Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten
archiv@volkskulturnoe.at
Tel.: 02742 9005 12878

Eintritt frei, Anmeldung erbeten!

Offenes Singen I Schnuppereinheit in den Chor

03. Juni 2026 I 18.30 Uhr I Österreichisches Volksliedwerk I Operngasse 6 I 1010 Wien

Vogellieder aus dem alpenländischen Raum und in den musikalischen Traditionen östlicher Nachbarländer sind Inhalt des Offenen Singens mit dem Chor Vox Slavena mit Nataša Mirković und Ruth Hosp. Diese Schnupperprobe am 03. Juni 2026 bietet auch die Gelegenheit, den Chor kennenzulernen und sich ihm anzuschließen, besonders Männerstimmen sind herzlich am Treffpunkt Operngasse eingeladen.

Das Repertoire – zwei musikalische Welten:
Musik aus Südosteuropa: Traditionelle und arrangierte bis neu komponierte Gesänge und Kostbarkeiten aus Montenegro, Serbien, Kroatien, Bosnien, Kosovo, Mazedonien, Bulgarien u.v.m.     

Musik aus Wien und Österreich: Schwerpunkt auf „neuer Volksmusik und Wienerlied; Musik junger österreichischer Künstler:innen in Mundart und Deutsch; Volksmusikalische Schätze aus allen Bundesländern;

Proben: jeden Mittwoch, 18:30 – ca. 21:00 Uhr

Wenn du Freude am Singen hast, Lust auf musikalische Vielfalt verspürst und Teil so einer lebendigen Chorgemeinschaft sein möchtest, melde dich bei: info (at) natasa-mirkovic.com

Nataša Mirković & Ruth Hosp freuen sich auf ihre Stimme und das Österreichische Volksliedwerk über diese schöne, neue Partnerschaft.

Foto: Ilona Eggl

Wenn die Vögel Hochzeit halten

Im Mai 2026 schreibt Irene Egger in der Kolumne über das Singen von Liedern mit Vögeln. Gerade im Frühling zwitschern, tirilieren, plustern sie ihr Gefieder und buhlen um Gunst. Sie sind damit dem menschlichen Verhalten nicht unähnlich. Doch Vorsicht! Nicht hinter jedem Pfeifen verbergen sich ehrbare Absichten. Darum prüfe genau, mit wem Du „Vogelhochzeit im grünen Wald“ hältst.Von Vögeln singen geht auf alle Fälle bei jedem Beziehungsstatus.

Das Magazin vom Jänner 2026 enthielt ihre zweite Kolumne, in der sie erläuterte, warum in den Heischebräuchen deutlich wird, dass Geben seliger denn Nehmen ist. In ihrem ersten Beitrag (Ausgabe September 2025) verriet sie, warum Singen nicht perfekt, sondern einfach echt sein sollte: „Wer singt, hat mehr vom Leben“.

Das Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes bietet einen umfassenden Einblicke auf Heische- und andere Bräuche.

Unserer Geschäftsleiterin Irene Egger schreibt seit 2025 regelmäßig gemeinsam als Servus Musikquartett mit Conny Bürgler, Thomas Gansch und Erich Riegler vom Österreichischen Blasmusikverband unter der Rubrik Servus Musi für die Zeitschrift Servus in Stadt & Land.

Servus Magazin in Stadt & Land

Titelfoto: Johannes Starmühler

Schauen, Staunen, Schmökern im September

Der Treffpunkt Operngasse des Österreichischen Volksliedwerkes im Herzen von Wien lädt ein zum Schauen, Stöbern und Schnäppchenjagen: Bücher, Noten, Liederhefte und CD’s rund um die Themen Volkskultur, traditionelle Musik und Tanz − Schätze aus dem Archiv und neuere Publikationen zum Minipreis!


Öffnungszeiten:
Di, Mi 09-17 Uhr
Do 09-19 Uhr
Fr 11-14 Uhr

Ort:
Österreichisches Volksliedwerk
Operngasse 6
1010 Wien

Foto: Ilona Eggl

Auf geht’s, sing ma oans! – Volksmusikalische Liedesammlung für junge Sängerinnen und Sänger.

Herausgegeben von Elisabeth Eder, Elisabeth Radauer und Roland Mayer-Sams.
im Rahmen des Schulprojekts „Mit allen Sinnen“ des Österreichischen Volksliedwerks
Salzburg 2025. ISBN: 978-3-200-10394-8, erhältlich im Salzburger Volksliedwerk. Preis: € 10.-

Auf geht’s, sing ma oans! | E. Eder, E. Radauer, R. Mayer-Sams (Hg.) | Salzburger Volksliedwerk

zum Inhaltsverzeichnis
weitere Informationen zum Projekt Mozarteum und zu den Volkstanzvideos
Der Siebenschritt aus dem Heft findet sich mit Video, Informationen zum Tanz sowie mit Anregungen zur Vermittlung unter: www.volksmusikland.at/lernen

Aus dem Inhalt

Sommerakademie „Volkskultur als Dialog“.

Susanne Schedtler: Volkskultur als Dialog: Metamorphosen und andere Konsequenzen. Eine Nachlese zur Sommerakademie des Österreichischen Volksliedwerks 2023
Ulrich Morgenstern: Volksmusik in der Zeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Praxis und Diskurs
Edgar Niemeczek: Volkskultur and more. Die Kamingespräche der Volkskultur Niederösterreich von 2005 bis 2022
Katharina Pecher-Havers: Volksmusik in der Sackgasse? Cultural Mapping und seine Auswirkungen am Beispiel der Zither

Beiträge aus Forschung und Praxis

Ulrich Morgenstern: Walter Deutsch als europäischer Volksmusikforscher
Dorli Draxler: Ein Leben für die Volksmusik: zehn Dekaden – zehn Komponenten. Dorli Draxler im Gespräch mit Walter Deutsch
Gerhard Stradner: Trauermusik für Naturtrompeten
Evelyn Fink-Mennel: Der Bludenzer Zeichnungslehrer Josef Strolz (1799-1874) alias Spielmann Josef Martin Strolz aus Lech/Omesburg. Zum Autor der Handschrift Alte Bregenzerwälder und Montafoner Tänz 1812-1818 im familiären Netzwerk um Basil Beiser und August Schmitt

Personalia

Bettina Srienz: In Gedenken an Professor Helmut Wulz. Volkskundler, Musiker, Journalist, Autor
Clemens Hellsberg: Grußwort vom neuen Präsidenten des Österreichischen Volksliedwerks

Berichte aus den Volksliedwerken

Berichte der Volksliedwerke und fachverwandter Institutionen

Rezensionen

Thomas Nußbaumer u. Raymond Ammann (Hg.): Alpenstimmen. Beiträge zum Jodeln und mehrstimmigen Singen
Sandra Hupfauf: Der „Tiroler Abend“. Nationalkonzert, Volkstumsarbeit, Touristenattraktion


Bestellung: Bibliothek der Provinz, 33 €
24×16,5 cm, 238 Seiten, zahlr. S/W-Abb., graph. Darst., Notenbeisp., Klappenbroschur
ISBN 978-3-99126-367-8

Zur Reihe und weiteren Jahrbüchern