Burgenländisches Familienliederbuch in allen Landessprachen.

Das Burgenländische Volksliedwerk widmet seine jüngste Publikation einer der ältesten Kulturtechniken des Menschen: dem Singen. Der gesellschaftliche Wandel in der Gegenwart hat bewirkt, dass viele Familien das Singen heute „auslagern“, indem sie es ausschließlich zur Angelegenheit von Kindergarten oder Schule machen. Mit Glück schafft man im Familienkreis vielleicht noch ein gemeinsames „Hoch soll er leben“ zu einer Geburtstagsfeier oder ein wackeliges „Stille Nacht“ unter dem Christbaum.

Dabei sind es gerade die Wiegenlieder, Kinderreime oder Fingerspiele, die zu unserem ältesten Kulturgut gehören. Sie schaffen nicht nur Vertrautheit, sondern entwickeln auch das Gefühl für Sprache und Rhythmus und helfen, sich in dieser Welt zu orientieren und zu organisieren. Lieder und Reime der Kindheit wirken im besten Sinne nachhaltig, weil sie Brücken zwischen den Generationen der eigenen Familie schlagen.

Als Herausgeber dieses Liederbuches meinen wir deshalb, dass sich jede Familie ihren ganz besonderen Grundstock an Liedern anlegen sollte, um diese hervorzuholen, wenn sie gebraucht werden. Das kann auch dann der Fall sein, wenn alte und gebrechliche Angehörige nicht mehr durch sprachliche Kommunikation erreicht werden können; dann vermögen gemeinsam erinnerte Lieder noch erhellende Zugänge in dunkelste Regionen herzustellen: Seelen.Töne eben.

Im Burgenländischen Familienliederbuch sind Lieder für die Kleinsten, für das Kindesalter, für den Familienkreis und Lieder für besondere Zeiten versammelt. Und weil gerade das Burgenland reich an ethnisch-kulturellen Traditionen ist, sind in dem Buch neben deutschsprachigen Liedern und Reimen auch Lieder in Kroatisch, Ungarisch, Romanes und sogar jüdische Lieder aus burgenländischer Überlieferung angeboten. Nicht zuletzt sei dies im Jubiläumsjahr des Burgenlandes 2021 als Zeichen von Offenheit und auch von Neugier auf das „Andere“ gesehen, was in seiner Sinnhaftigkeit gar nicht so anders ist. Denn letztlich verbindet all diese Lieder das Wesen der Musik, unser Leben bunter und glücklicher zu machen.

Verkauf über das Burgenländische Volksliedwerk (Hauptstraße 25, 7432 Oberschützen):

€12,- 

Bestellung und Information: Burgenländische Volksliedwerk

Mitsing-CD zum gleichnamigen Liederbuch mit 56 einfachen alpenländischen Kinderlieder. 56 alpenländische Kinderlieder für Kindergarten und Volksschule, zusammengestellt von Brigitte Dumfart. aus dem Inhalt: A Bleamal brock i heut, Bäurin mach d’ Tür auf, Bauernmadl, Bei Bimperlwirt, D’ Bäurin hat d’ Katz verlorn, Die Bedlleut hams guat, Drah di Waberl, Drei Rippn – drei Rappn, Du zuckst – wann i schiaß, Ei – ei – ei – sagt mei Wi, Glückwunschlied,…

Herausgegeben und Bestellung: Oberösterreichisches Volksliedwerk

€ 13.- CD und Liederbuch im Set (zzgl. Versandkosten), € 10 CD, € 5 Liederheft

Rundfunkaufnahmen aus Tirol.

Die Doppel-CD zeigt ein Stück Radiokulturgeschichte: Das ORF-Archiv Tirol hat dem Volksliedarchiv in den Jahren 2007/2008 ca. 1.700 Tonbänder der Sparte Volksmusik übergeben. Die hier vorliegende Auswahl gewährt Einblick in das vielfältige musikalische Spektrum der 1950er- bis 1970er-Jahre – vor dem Hintergrund des aufkeimenden Tourismus und den damals unterschiedlichsten klanglichen Einflüssen.

Neben Volksliedern und Stücken kleinerer Ensembles oder Solisten ist auch Blasmusik zu hören. Originelles wie „Und wiar i ån mein Diandl hänk“ von Veit Mattersberger oder ein Harfenländler von Georg Höpperger steht neben Bühnentauglichem wie „Üba die Ålma“ der Werburger oder einem Walzer des Innsbrucker Saitenspiels. Die Interpreten sind sowohl weniger bekannte als auch seinerzeit sehr populäre Gruppen wie das Duo Gasser-Kerschbaumer, die Familie Schroll, der Ebbser Kaiserklang oder die Engel-Familie.

Doppel CD: € 29 (zzgl. Versandkosten)

Information und Bestellung: Tiroler Volksliedwerk

Wir tragen einen Mund-Nasen-Schutz sind aber nicht mundtot.

Unter diesem Motto haben wir 2 Lieder ausgesucht, die man nun bei uns als Mund-Nasen-Schutz bestellen kann:

Die Gedanken sind frei! Wer kann sie erraten?

Mit’n Mund schweigt sie still, mit die Aug‘n redt sie viel

Wenn schon kein Lied auf den Lippen erlaubt ist, so zumindest als Mundschutz im Gesicht zu tragen, zu bestellen unter office(at)volksliedwerk.at

€ 9,- zzgl. Versandkosten

Auf Grund der aktuellen Lage betreffend Covid-19 hilft der Mund-Nasen-Schutz gegen Ansteckung. Nur so können die Infektionszahlen sinken und wir hoffentlich bald wieder gemeinsam singen, tanzen, lachen….

Neuerscheinung: Band 2 – Sängerinnen und Sänger mit ihren Liedern

Bernhard Gamsjäger und † Walter Deutsch

Volksmusik in Niederösterreich, Pielachtal. Sängerinnen und Sänger mit ihren Liedern, Bernhard Gamsjäger und Walter Deutsch

Der 14. Band der volksmusikalisch-wissenschaftlichen Reihe „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ beleuchtet die musikalische Volkskultur im niederösterreichischen Pielachtal. Der bereits 2001 erschienene 1. Teil mit dem Schwerpunkt auf musikalischen Brauchformen wird nun mit dem vorliegenden 2. Teilband über die Sängerinnen und Sänger des Pielachtales mit ihren Liedern erweitert. Der Fokus der nun vorgelegten Forschungsergebnisse liegt auf den Personen und ihrem Lebensumfeld, in das ihr Singen eingebettet ist. Dabei speist sich das jeweilige Repertoire aus privaten handgeschriebenen „Liederbücheln“ ebenso wie aus der Klangwelt der gegenwärtigen Medien. In der Zusammenschau der Einzelbelege und deren Herkunft und Verbreitung entsteht ein unverwechselbares Klangbild des vorwiegend spontanen Singens im Pielachtal.

Das zweistimmige Singen in geselliger Runde oder für sich selbst hat in der niederösterreichischen Region Pielachtal, das auch als „Dirndltal“ bekannt ist, eine langjährige Tradition. Im vorliegenden 2. Teil des 14. Bandes der Reihe „Corpus Musicae Popularis Austriacae“ stellen Bernhard Gamsjäger und Walter Deutsch in der Region bekannte und anerkannte Sängerinnen und Sänger mit ihren Liedern vor. Mehr als 640 im Zuge der Forschung zusammengetragene Belege entwerfen ein unverwechselbares gesangliches Klangbild der Region. Angaben über die Herkunft sowie Verbreitung der Lieder kontextualisieren die Forschungsergebnisse.

€ 124.- Bestellung als e-book oder Printausgabe unter: Böhlau Verlag

Buchpräsentation

Die Buchpräsentation findet am 14. Oktober 2025, 14.00-17.00 Uhr, in der Landesbibliothek St Pölten statt, Details auf der Website der NÖ Volkskultur.


Band 1 – Musikalische Brauchformen.

Walter Deutsch und Bernhard Gamsjäger, Wien 2001.

Unter Mitarb. v. Benz, Nicola; Draxler, Dorli; Gamsjäger, Monika; Gschwandtler, Annemarie; Lechleitner, Gerda; Mack, Erna Maria.
Der 14. Band der volksmusikalischen Enzyklopädie Corpus Musicae Popularis Austriacae dokumentiert in drei Teilen das volkstümliche Musikleben in einer niederösterreichischen Region: das Pielachtal. Im vorliegenden ersten Teil werden in Wort, Bild und Ton die musikalischen Brauchformen vorgestellt, die wesentlich das kulturelle Antlitz dieser Landschaft mitbestimmen. Aus historischen Quellen, aber vor allem durch die zwischen 1978 und 1999 erfolgten Forschungen wurde ein Material zusammengetragen, das – nach inhaltlichen und formalen Kriterien geordnet – das Musikleben in diesem Tal so darstellt, wie es sich in der Wirklichkeit des Alltags und der Feste zeigt. In der subtilen Mischung von Alt und Neu, von Tradition und Innovation wird das Bild einer ländlich orientierten Kulturlandschaft nachgezeichnet, sichtbar und hörbar gemacht, in der seit etwa 200 Jahren das Musikleben allen Einflüssen ausgesetzt war, die von der Kirchenmusik, von der Schule, vom Chorwesen und Blasmusikwesen ausgingen. Dadurch präsentiert sich das Pielachtal – wie viele ähnliche Landschaften auch – als ein musikstilistisch weites Feld des Volkstümlichen, bei der die traditionsgebundene Eigenheit einen wesentlichen Teil des vielstimmigen Spektrums repräsentiert.
Auf 450 Seiten mit 280 Fotos und 160 Melodien werden die musikalischen Brauchformen anschaulich dargestellt, wie diese im Pielachtal aus Geschichte und Gegenwart erfassbar waren. Ihre Bezeugung durch musikalische Menschen mit großem Erinnerungsvermögen oder durch Notenhandschriften und Druckwerke erhellt das Geben und Nehmen im Generationswechsel und dokumentiert zugleich das Beharrliche wie das sich Wandelnde im Gefüge des Singens und Musizierens auf der Basis traditioneller Brauchformen.

€ 80,50.-
derzeit vergriffen