Das Rudolstadt-Festival in Thüringen ist „ein Festival, das Weltmusik, Dancefloor-Feeling und lauschige Hofkonzerte vereint“ (Zitat Rudolstadt Festival). Der heurige Länderschwerpunkt ist Österreich gewidmet. Künstler*innen aus Österreich kommen in Scharen (z.B. 5 8erl in Ehren, Agnes Palmisano, Tanzhausgeiger, Baba Yaga, Der Nino aus Wien, die knoedel, Ramsch & Rosen, um nur einige zu nennen). Unter Künstler*innen-Schar ist auch Simon Mayer, der kreative Kopf und Choreograph unseres gemeinsamen Projektes VOLXFEST aus dem Jahr 2024.
Auch Vertreter*innen der Volksliedwerke werden zugegen sein, so etwa mit Beiträgen bei der Konferenz zum Länderschwerpunkt Irene Egger (Geschäftsleiterin Österreichisches Volksliedwerk), Florian Wimmer (Steirisches Volksliedwerk), Evelyn Fink-Mennel und Thomas Nußbaumer (Wissenschaftliche Kommission des Österreichischen Volksliedwerks).
Wir kommen in Scharen und bringen ein spannendes, vielseitiges, überraschendes und abwechslungsreiches Programm, mit Workshops, Vorträgen und natürlich ganz vieeel Musik aus Österreich!
Wir freuen uns schon sehr auf Rudolstadt!
Fotos: Ulrike Rauch, Johannes Starmühler, Aaron Sutterlüty
Mitteleuropäische Städte sind seit langem kulturelle Schnittstellen, an denen nicht zuletzt die jüngsten Migrations- und Flüchtlingsbewegungen zu erheblichen und schnellen Veränderungen in der Demografie, der Zusammensetzung von Gemeinschaften und Identitäten geführt haben. Das Symposium „Sound in the City“, veranstaltet vom Steirischen Volksliedwerk, der Kunstuniversität Graz und der pädagogischen Hochschule Augustinum rückte die Musik und Klänge solcher Städte in den Mittelpunkt. Im nun veröffentlichten Symposiumsband werden diese in neun Beiträgen auf vielfältige Weise thematisiert.
Den Ausgangspunkt bilden zwei Keynotes: Kay Kaufman Shelemay von der Harvard University beleuchtet die Geschichte und methodische Herausforderungen der urbanen Musikforschung, während Eva Becher Einblicke in kultur- und generationenverbindende „best practice-Projekte“ aus ihrer Tätigkeit im Kulturreferat der Stadt München gibt. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit dem Aufsteirern in Graz und seiner Musik, der Irish-Folk-Szene in Graz und deren Verbindungen zum „Mutterland“ Irland, dem Einfluss der chilenischen Exil-Musik-Community auf das Berlin der DDR-Zeit und heutige Nachwirkungen, dem Soundmapping-Projekt „Grazer Klang“, Musiziergewohnheiten von Kindern und Jugendlichen in der Steiermark in Stadt und Land sowie städtischen Liedern und Sprüchen aus dem 19. Jh., die der sexuellen Sphäre zuzuordnen sind.
Durch die Vielfalt der Beiträge wird deutlich, dass sich der Klang einer Stadt aus einer Vielzahl von Stimmen und Tönen zusammensetzt, die unterschiedliche örtliche, historische und kulturelle Bezüge aufweisen, sich wechselseitig beeinflussen und konstant an die aktuellen Lebensrealitäten anpassen. Erst durch diese Dynamik wird – und bleibt – der Klang einer Stadt lebendig.
Sound in the City: Musik in mitteleuropäischen Städten. Hg. von Florian Wimmer, Sarah Weiss und Dietmar Bresnig im Auftrag des Steirischen Volksliedwerks, Graz 2025, 131 S. Mit freundlicher Unterstützung des Landes Steiermark