die Rolle der Volksmusik für den Tourismus – Sonderausstellung.

10. Juni bis 27. November 2022.


Tiroler Volkskunstmuseum, Universitätsstraße 2, 6020 Innsbruck


WAS WÄRE DER TOURISMUS IN TIROL OHNE DIE VOLKSMUSIK?

Die Tiroler sind lustig / Die Tiroler sind froh / Sie verkaufen ihr Bettchen / Und schlafen auf Stroh heißt es in einem alten Kinderlied. Es besingt die Tiroler*innen als lustiges, musikalisches und geselliges Volk. Bereits vor 200 Jahren bahnte sich diese Vorstellung ihren Weg in die Köpfe der Menschen und die Welt und machte Tirol als Tourismusdestination attraktiv.

Schon die Epoche der Romantik sowie die sogenannten Tiroler Freiheitskämpfe schärfen das Bild Tirols als imposante Naturlandschaft mit originellem Menschenschlag, insbesondere bei den deutschen Nachbar*innen. Die Tiroler*innen wiederum nutzen die Aufmerksamkeit, um singend Europa zu erobern und locken mit ihren Auftritten zu einem Besuch in der Alpenregion. Bald treten sie von Nordamerika über Skandinavien bis Russland an Königshöfen und in Konzertsälen auf. Doch hier wird nicht nur Gesang geboten. Auf umjubelten Tourneen begeistern die Gruppen mit einem ausgeklügelten publikumstauglichen Programm in optisch auffallender Garderobe. In den Tiroler Abenden des 20. Jahrhunderts setzt sich das Konzept hierzulande fort. Ihre Qualität wird seit 1968 sogar per Gesetz geschützt. Die Volksmusik selbst wiederum prägt nach einer jahrzehntelangen Entwicklung zwischen Inszenierung und Kulturgut bis heute den Tourismus und die Marke Tirol.

Jodeln über die Alpen hinaus

Workshop mit dem Duo Huja

Sa, 30.7. 2022, 13.30 – 16.30 Uhr, Tiroler Volkskunstmuseum, Universitätsstraße 2, 6020 Innsbruck, Kreuzgang

Das Duo Huja (Heidi Clementi und Brigitte Knapp) lädt sie zu einer kleinen Reise in die Welt der Jodler ein. Präsentiert werden Jodler und jodelähnliche Gesänge aus verschiedenen Kulturen. Gemeinsam lernen wir einfache Jodler, üben den typischen Jodelklang, erkennen den Unterschied zwischen einem Muotertoler Jodler aus der Schweiz und einem typischen Tiroler Jodler und lauschen den fremden Klängen eines Pygmäenjodlers oder eines Yoiks der Samen.  Denn gejodelt wird nicht nur in den Alpen, auch in anderen Volksgesängen ist das Jodeln, das feine Spiel mit der Stimme, ein fester Bestandteil der Gesangskultur.

Im Laufe des Workshops ist auch eine Kurzführung in der Sonderausstellung „Wir Tiroler sind lustig“ vorgesehen.

Für Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Kosten: 5 €. Mit Anmeldung (bis Fr. 22.7)
Anmeldung erforderlich (bis Fr. 22.7)

anmeldung@tiroler-landesmuseen.at, +43 512 594 89 – 11
https://www.tiroler-landesmuseen.at/termin/jodelworkshop/?datum=202207301330

Mehr Information, Öffnungszeiten und Preise: Wir Tiroler sind lustig – Tiroler Landesmuseen (tiroler-landesmuseen.at)

Fotos: Tiroler Volkskunstmuseum

Sommer in Volksliedern der Welt.

Mi., 1. Juni 2022.
19.00 – 20.00 Uhr.

Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien.


Gesangsabend von Studierenden des Universitätslehrganges Klassische Operette und des Masterstudiums Oper der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien mit traditionellen Liedern aus ihrer Heimat in Zusammenarbeit mit dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks.


Die Sehnsucht nach dem Süden, nach der Sonne, dem Meer ist in vielen Liedern belegt. Sie werden nicht gesungen, um die südliche Lebenswelt wider zu spiegeln sondern, um ein ganz bestimmtes individuell geprägtes Flair beim Singen entstehen zu lassen. Das kommt, wenn auch aus einer anderen Perspektive u.a. in den Liedern italienischer Auswanderer zum Tragen, die speziell in Vorarlberg bis heute überliefert sind. Studierende des Studienganges Gesang/Oper der MUK gestalten einen Gesangsabend mit Melodien, Arien und Liedern zum Thema Sommer, Sonne und Italien. Dabei wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben sich mit Material aus den Volksliedarchiven auseinander zu setzen und außerhalb ihres Institutes Aufführungserfahrung zu sammeln.

Moderation: Wolfgang Dosch (Univ. Prof., MA Oper, Lehrgang Klass. Operette im Studiengang Gesang/Oper)

Klavier: Greta Benini (Univ. Prof., MA Oper)

György Handl (Univ. Doz., Lehrgang Klass. Operette)

Abuzar Manafzade

Gitarre: Alessandro Traina

Gesang: Miko Abe (Japan) Cosima Büsing (Deutschland), Karen Danger (Azerbaidschan), Yejin Kang (Süd-Korea), Constantin Müller (Österreich), Violetta Vasileva (Russland), Valeriia Dolhik (Ukraine), Olivier Benoit (Canada), Evangelia Giannopoulou (Griechenland), Gaja Pelizzari (Italien)

Es gelten die aktuellen Corona-Regeln der Stadt Wien.

Eintritt: Spende

Hintergrund

Im Februar 2022 wurde mit Univ. Prof. Wolfgang Dosch (MA Oper, Lehrgang Klass. Operette im Studiengang Gesang/Oper) von der MUK Kontakt aufgenommen, um eine Zusammenarbeit zu starten. Studierenden soll es mittels Archivführungen und Vorlesungen ermöglicht werden einen niederschwelligen Zugang für Forschungsarbeiten im Archiv des Österreichischen Volksliedwerkes zu bekommen (Hilfe für wissenschaftliche Arbeiten Bachelor, Master, Doktorat, artistic resaerch). Weiters sind Veranstaltungen angedacht, bei denen Studierende (Volks-)lieder aus ihrer Heimat und ausgesuchte Lieder aus dem Archiv darbieten.  Ziel ist darüber hinaus sich auch mit den Liedbiografien, Verbreitung und soziokulturellen Kontexten von Liedern auseinander zu setzen, um es in ihre Arbeit/Programme einfließen zu lassen. Musik, dargebracht von Studierenden mit unterschiedlichsten Muttersprachen, wird zum vereinenden gemeinsamen Nenner. So treten ihre Gemeinsamkeiten ins Rampenlicht und geben dem Publikum Hoffnung auf ein verständnisvolles Miteinander.

Die erste gemeinsame  Veranstaltung hat den Titel ”O sole mio”-  Sommer in Volksliedern der Welt

Foto: Archiv des Österreichische Volksliedwerkes