Der Traum von einem großdeutschen Vierburgenland.

Biografie des Neusiedler Anschlusskämpfers Mag. Adalbert Wolf (1879-1950).

Sepp Gmasz.

Als „wichtigen Beitrag zu einer kritischen Geschichtsschreibung des Burgenlandes“ hat der Zeithistoriker Oliver Rathkolb das neue Buch unseres langjährigen Kollegen Dr. Sepp Gmasz bezeichnet. Gmasz, Obmann des Burgenländischen Volksliedwerks, beschäftigt sich als Leiter des Neusiedler Stadtarchivs wiederholt mit kulturhistorischen und volksmusikalischen Themen zur burgenländischen Landesgeschichte. Auch in dieser Publikation, die einem der Gründerväter des Burgenlandes gewidmet ist, spielt ein musikalischer Aspekt eine essenzielle Rolle: Der großdeutsch gesinnte Adalbert Wolf hat vor allem seinen Gesangsverein „Germanennest“ zur „völkischen“ Agitation benutzt und wurde von den Ungarn deshalb als Hochverräter zu drei Jahren Kerkerhaft verurteilt. Wolf war nach dem Anschluss des Burgenlandes an Österreich (1921) Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und Bürgermeister von Neusiedl am See. Nach dem Rückzug aus der Politik gründete er die „Vierburgen-Apotheke“ in Wien, die noch heute existiert.

Das Buch ist im Eigenverlag erschienen (240 Seiten).
Kosten: € 28,-
Erhältlich im Fachhandel oder direkt beim Autor: s.gmasz(at)bnet.at