Website des Österreichischen VolksLiedWerkes
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Harfe
Schulprojekt Mit allen Sinnen Kiga Innsbruck

Instrumentenschwerpunkt Harfe und Akkordeon


Anfang Februar bis Ende April,  Mo/Fr 11-14 Uhr, Di/Mi 9 - 17 Uhr, Do 9-19 Uhr 
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6

Im Schauraum des Österreichischen Volksliedwerks werden Bücher, CDs und Notenhefte rund um Akkordeon und Harfe zum Kauf angeboten. Dazu gibt es die Möglichkeit, im Archiv nach weiteren Raritäten zu stöbern. Weiters finden wieder Akkordeon- und Harmonikaworkshops im Rahmen des 19. Akkordeonfestivals und Werkstätten mit der Firma Pigini sowie ein Harfenbaukurs, Harfenworkshop und Harfenkonzert gemeinsam mit der Weltkulturschule statt. In den Bundesländern gibt es ebenso Kurse mit dem Saiteninstrument. 

Die Harfe ist ein Zupfinstrument, die mit einer sechsseitigen Besaitung bereits bei den Ägyptern um ca. 3.000 v.Chr. gespielt wurde. Ihre Saiten verlaufen senkrecht zwischen Stimmbogen und Klangkörper. Lange Zeit war das Instrument nur diatonisch gestimmt, aber ab 1600 wurden auch chromatische Stimmungen hergestellt. In Österreich ist vor allem die im 18. Jh. entwickelte Tiroler Hakenharfe bekannt. Durch das Anbringen von drehbaren Haken konnte das Instrument umgestimmt werden. Infolge wurden Pedale angebracht, die die Spielmöglichkeiten erweiterten sowie die Handhabung erleichterten, da die Erzeugung von Halbtönen während des Spiels geschwind ermöglicht wurde. In Österreich ist dieser Harfentypus für das Spielen in Tanzmusik- sowie in Stubenmusik -besetzungen beliebt, aber auch als Soloinstrument und Liedbegleitung kommt es zur Anwendung. Als besonderer Typus gilt die 7 kg schwere Hakenharfe der Wandermusiker, die im böhmischen Preßnitz entwickelt wurde. Im 18. und 19. Jh. wurde die Harfe von umherziehenden MusikerInnen gespielt. In Wien wurde das Instrument in Werken zahlreicher Theaterdichter, etwa J. Nestroy oder F. Raimund verewigt. Die Konzertharfe wurde Anfang des 19. Jh. erfunden und umfasst etwa den gleichen Tonumfang wie das Klavier. Sie ist heute als fester Bestandteil im Orchester zu finden.

Im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks finden sich zur Harfe folgende Dokumente: 
  • Bilddokumenten enthalten einige Portraits von HarfenspielerInnen mit deren Musikgruppen und Instrumenten. Darunter etwa eine Harfenspielerin beim Harfenspieltreffen in Mariastein, das seit knapp 50 Jahren jeweils am Palmsonntag in Tirol stattfindet oder die Musikantenharfe des Franz Grasl (1855-1940) – der letzte Tullnerfelder Harfenist, der mit seiner Harfe in der Gegend herumzog und bei Hochzeiten, Heurigen und in Gasthäusern aufspielte.
  • Die Harfe ist vor allem auf zahlreichen CD Aufnahmen zu hören, sowohl als Soloinstrument als auch in verschiedenen Besetzungen sowie auf Feldforschungs- und Schellackaufnahmen.
  • Das Notenmaterial umfasst Stücke für Solo-Instrumentierung, Tanzlmusi-, Saitenmusik- oder Stubenmusikbesetzung, vor allem aus Südtirol und Tirol. So finden sich darunter etwa die Zillertaler Tänze aus der Handschrift von Hans Wurm "Millacher" (1901/02) aus Tirol. Auch Harfen-Schulen sind zu finden, u.a. der Harfenistin und Musiklehrerin Berta Höller.
  • Weitere Druckwerke zur Harfe sind rar, aber umfassen irische Gedichte vom achten Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie Literatur zum Harfenspiel in Tirol und in der Steiermark. Aufsätze behandeln Biografien von Harfenspielenden und Harfenbauer.