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Treffpunkt Operngasse ab 2017


Musikalische Wanderungen

Anfang Mai bis Ende Oktober  2018

Musik wie Musizierende wandern. Mobil sind nicht erst die MusikerInnen von heute. Man denke etwa an die Spielleute im Mittelalter, an die Bänkelsänger, die Nachrichten singend verbreiteten oder die Geschwister Rainer, die seit dem frühen 19. Jahrhundert als Tiroler „Popstars“ auf Welttournee waren. Für heutige MusikerInnen gilt das Reisen als Selbstverständlichkeit. Sie fahren von Festivals über Konzerte und Seminare bis hin zu Brauchveranstaltungen. Mit diesen Reisen gehen musikalische Stile, Repertoires und Spieltechniken auf Wanderschaft. Wandernde Menschen bringen hingegen einen Rucksack musikalischer Erinnerungen mit nach Hause. So wandern viele Lieder wie etwa das Lied „Der Schöckl is mei Heimatland…“ zum Grimming und zum Ötscher. Das erklärt warum viele Volkslieder in verschiedensten Versionen verbreitet sind.
Frühe VolksliedsammlerInnen begaben sich ebenso auf Wanderschaft. Meist in ihrer Sommerfrische durchstreiften sie entlegene Gegenden, um „verlorenes“ Liedgut zu entdecken und auf Papier festzuhalten.
Von den Vorzügen des freiwilligen und naturverbundenen Wanderns erzählen auch die unzähligen Wanderer- und Fahrtenlieder. Viele davon entstanden ab 1900 im städtisch bürgerlichen Milieu, dessen VertreterInnen mit Wandern und Fahrten in die Natur versuchten vor dem grauen städtischen Alltag zu flüchten. Darin projizierten viele eine romantische Naturvorstellung. In der Jugendbewegung des beginnenden 20. Jahrhunderts sollte das Singen von „Volksliedern“ beim Wandern in der Natur darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl stärken. Diese Ideen, das gemeinschaftliche Singen und die Lieder jener Zeit wurden gerade in der NS-Zeit für Propagandazwecke missbraucht.    
 
Hingegen erzählen Auswanderlieder von der Not in der Heimat, dem Abschied von geliebten Menschen und der Angst vor dem Neuen von einer anderen Dimension des Wanderns. Doch Wanderungen, die mit Migration einhergehen, bereichern heute wie damals das musikalische Kulturleben der Menschen anderer Kulturen sowie das der ansässigen Bevölkerung. 
 
Die Verbindung von Singen und Wandern begeistert auch heute ein großes Publikum. Das beweisen die verschiedensten Angebote speziell in Verbindung mit Jodeln und Wandern der österreichischen Volksliedwerke und vieler Einzelinitiativen. Hier geht es um die entschleunigende, heilende, entspannende Wirkung des Bewegens und Singens. 






           


Liederwanderung

Workshop für Kinder im Alter von 4-8 Jahren mit Begleitperson

Donnerstag, 20. September 2018, 16-17.30 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
An diesem Nachmittag begeben wir uns gemeinsam auf eine musikalische Wanderung, gefüllt mit Liedern, Tänzen, Melodien und vielem mehr. Dabei lernen wir lustige Bewegungsspiele und Lieder kennen, die sich als Zeitvertreib für unterwegs und bei längeren Wanderungen eignen. Draußen unterwegs haben wir viel Zeit die Natur und Tiere zu beobachten. Dazu gibt es zahlreiche Lieder, die wir kennen lernen und mit kreativen Bewegungen ausstatten. Wir werden auch selber Musik mit Instrumenten machen und ausprobieren was für Klänge in der Natur zu hören sind, vom Rauschen des Flusses, den Tieren auf der Alm und auf der Wiese, den Vögeln die gemeinsam singen und den Ästen die geheimnisvoll klingen. Musikalisch werden wir den Berg hinaufwandern und dabei verschiedene Pausenstationen mit Musik einlegen, wir werden uns hierfür mit Wanderstöcken, Rucksäcken, Sonnenbrillen einkleiden und neue Pfade beschreiten.

Eintritt: Normalpreis € 3,- Kinder € 4,- Erwachsene
ermäßigt € 2,- Kinder € 3,- Erwachsene
Um Anmeldung wird gebeten unter: office@volksliedwerk.at

In Kooperation mit wienXtra


Instrumentenschwerpunkt Harfe

Anfang Februar bis Ende April 2018

Im Schauraum des Österreichischen Volksliedwerks werden Bücher, CDs und Notenhefte zur Harfe zum Kauf angeboten. Dazu gibt es die Möglichkeit, im Archiv nach weiteren Raritäten zu stöbern. Weiters finden  ein Harfenbaukurs, Harfenworkshop und Harfenkonzert gemeinsam mit der Weltkulturschule statt. In den Bundesländern gibt es ebenso Kurse mit dem Saiteninstrument. 

Die Harfe ist ein Zupfinstrument, die mit einer sechsseitigen Besaitung bereits bei den Ägyptern um ca. 3.000 v.Chr. gespielt wurde. Ihre Saiten verlaufen senkrecht zwischen Stimmbogen und Klangkörper. Lange Zeit war das Instrument nur diatonisch gestimmt, aber ab 1600 wurden auch chromatische Stimmungen hergestellt. In Österreich ist vor allem die im 18. Jh. entwickelte Tiroler Hakenharfe bekannt. Durch das Anbringen von drehbaren Haken konnte das Instrument umgestimmt werden. Infolge wurden Pedale angebracht, die die Spielmöglichkeiten erweiterten sowie die Handhabung erleichterten, da die Erzeugung von Halbtönen während des Spiels geschwind ermöglicht wurde. In Österreich ist dieser Harfentypus für das Spielen in Tanzmusik- sowie in Stubenmusik -besetzungen beliebt, aber auch als Soloinstrument und Liedbegleitung kommt es zur Anwendung. Als besonderer Typus gilt die 7 kg schwere Hakenharfe der Wandermusiker, die im böhmischen Preßnitz entwickelt wurde. Im 18. und 19. Jh. wurde die Harfe von umherziehenden MusikerInnen gespielt. In Wien wurde das Instrument in Werken zahlreicher Theaterdichter, etwa J. Nestroy oder F. Raimund verewigt. Die Konzertharfe wurde Anfang des 19. Jh. erfunden und umfasst etwa den gleichen Tonumfang wie das Klavier. Sie ist heute als fester Bestandteil im Orchester zu finden.

Im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks finden sich zur Harfe folgende Dokumente: 
  • Bilddokumenten enthalten einige Portraits von HarfenspielerInnen mit deren Musikgruppen und Instrumenten. Darunter etwa eine Harfenspielerin beim Harfenspieltreffen in Mariastein, das seit knapp 50 Jahren jeweils am Palmsonntag in Tirol stattfindet oder die Musikantenharfe des Franz Grasl (1855-1940) – der letzte Tullnerfelder Harfenist, der mit seiner Harfe in der Gegend herumzog und bei Hochzeiten, Heurigen und in Gasthäusern aufspielte.
  • Die Harfe ist vor allem auf zahlreichen CD Aufnahmen zu hören, sowohl als Soloinstrument als auch in verschiedenen Besetzungen sowie auf Feldforschungs- und Schellackaufnahmen.
  • Das Notenmaterial umfasst Stücke für Solo-Instrumentierung, Tanzlmusi-, Saitenmusik- oder Stubenmusikbesetzung, vor allem aus Südtirol und Tirol. So finden sich darunter etwa die Zillertaler Tänze aus der Handschrift von Hans Wurm "Millacher" (1901/02) aus Tirol. Auch Harfen-Schulen sind zu finden, u.a. der Harfenistin und Musiklehrerin Berta Höller.
  • Weitere Druckwerke zur Harfe sind rar, aber umfassen irische Gedichte vom achten Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie Literatur zum Harfenspiel in Tirol und in der Steiermark. Aufsätze behandeln Biografien von Harfenspielenden und Harfenbauer.

Harfenworkshop

21./22. April 2018, 11-16 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

In diesem zweitägigen Workshop werden spielerisch erste Schritte in die vielseitigen Harfenwelten getan. Unter anderem werden zu ausgewählten Liedern – mit dem Schwerpunkt auf österreichische Volkslieder aus Archiv des Österreichischen Volksliedwerks – einfache Begleitmuster erlernt. Außerdem wird die etwa 5000 jährige Geschichte der Harfe und ihre Verbreitung auf der ganzen Welt in kurzen Vorträgen zwischen den Spieleinheiten thematisiert. Gemeinsames Musizieren und Singen ist bei Schönwetter im Anschluss an die Workshopeinheiten im Wiener Burggarten möglich.

Mit: Katharina Hofbauer (geb. in Klagenfurt): Seit ihrem Auszug aus dem beschaulichen Kärnten in die Musikweltstadt Wien und ihrem erfolgreichen Master-Studienabschluss an der KWPU bespielt Katharina Hofbauer – solistisch wie auch in mannigfaltigen Ensemblebesetzungen – unter anderem Bühnen und Gräben der Wiener Staatsoper, des Wiener Musikvereins, des Volkstheaters und des Wiener Konzerthauses. Ihre musikalische und stilistische Vielfalt reicht dabei von Klassik über Volksmusik und Elektronik (u. a. dRUMMERqUEEN) bis hin zur Improvisation und musikalischen Unterstützung am Krankenbett. Ausserdem engagiert sie sich bei diversen Musikvermittlungsprojekten (u. a. Wiener Hoffräulein; Verein Kultur für Kinder in Zusammenarbeit mit dem Wien Museum und den Wiener Sängerknaben) und ist am Zentrum für Musikvermittlung Wien 14 als Harfenpädagogin tätig.

Für AnfängerInnen ohne jegliche Vorkenntnisse sowie leicht Fortgeschrittene, ein begrenztes Kontingent an Leihharfen ist vorhanden.

Kosten: € 130.-

Information + Anmeldung: office@weltkulturschule.at
In Kooperation mit Weltkulturschule





Instrumentenschwerpunkt Zither

November 2017 - Jänner 2018

Im Rahmen unseres Instrumentenschwerpunkts zur Zither finden sich  Noten, speziell die Neuerscheinungen von Prof. Paul Hertel und CD Aufnahmen zur Zither.
Zu den Themen Zither und Weihnacht kann man  auch im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks recherchieren.

Die Zither ist ein Saiten-Zupfinstrument, das in vielen Kulturen der Welt zu finden ist. In Österreich ist das Instrument für Tanzmusik und Liedbegleitung bekannt, wurde in die Stubenmusik-Besetzung integriert und kommt auch in der zeitgenössischen Musik vor. Die Zither schafft es Melodie und Bass in einem Instrument zu vereinen. Als ihr Vorgänger sind das Raffele auch als Kratzzither bekannt. Je nach Besaitung und Spielweise spricht man von Münchner oder Wiener Zither. Das Zitherspiel erfreute sich speziell im 19 und Anfang des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit. Rasch entstanden Zitherschulen und –vereine und damit wurde speziell die Wiener Stimmung und Spielweise der Zither zum Masseninstrument der Arbeiterklasse. Mit dem Film „Der 3. Mann“ erlangte die Wiener Stimmung und Spielweise der Zither Weltberühmtheit.

Im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks finden sich zur Zither folgende Dokumente:
  • Bilddokumenten Portraits von Zitherspielern, darunter eine Postkarte aus dem Jahr 1904, Abbildungen aus der Zwischenkriegszeit vom Ensemblemusizieren zu Hause, in der Wirtshausstube oder bei Tanzveranstaltungen.
  • Die Zither wird bei Dokumentation von Feldforschungen genauso wie auf professionellen Schallplatten und CD Aufnahmen gespielt.
  • Notenmaterial mit Kompositionen von Herzog Maximilian in Bayern, der der Zither zu einem enormen Aufschwung verhalf. Präludien und Konzerte mit Orchesterbegleitung, religiöse und Advent-Lieder, Jodler und Wiener Lieder, Schulen und Lehrgänge für die Zither, spezifische Tonsatz- und Akkordlehren, Transcriptionen von Papageno-Arien bis hin zu Operetten-Arrangements sowie eine große Zahl an traditionellen Tänzen und Märschen.
  • Druckwerke mit Tipps zu Wartungsarbeiten wie Stimmtechniken und Saitenwechsel sowie über die Eigenheiten der verschiedenen Spielweisen.
  • Sämtliche Literatur stammt überwiegend aus dem Alpenraum, wobei die Dokumentation der Zither im Alpenraum genauer ist, als die Auseinandersetzung mit den Böhmischen, Mährischen und Schlesischen Traditionen. Die Verschiedenheit der Instrumente (Streichzither, Elegiezither, griffbrettlose Zither, Waldzither, Scheitholz, Kratzzither,…) und deren Entwicklungen ist punktuell in Beiträgen von verschiedenen Fachzeitschriften dargestellt. Des Weiteren findet sich Informatives zur Zither in Schriften von Vereinen, Kreisen und Zentren von Zitherspielern aus den verschiedensten Regionen.
In unmittelbarer Nachbarschaft am Karslplatz findet von 17. November bis 23. Dezember 2017 ART ADVENT statt. Dieser Adventmarkt am Karslplatz bietet täglich von 12 - 20 Uhr allerlei Kunsthandwerk mit einer Schauwerkstatt, Kulinarisches, Kinderprogramm und Konzerte. Informationen zu den Ausstellern und Programm sind am Treffpunkt Operngasse erhältlich.

In Kooperation mit

                                                 Weihnachtsmarkt

Zitherspiel Archivprobe

Donnerstag, 30. November 2017, 18.30 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

An diesem Abend spielt Prof Wilfried Scharf auf der Zither im ersten Teil Kostproben mit Walzer und Tango aus den neuen Noteneditionen des Komponisten Prof. Paul Hertel.

Im zweiten Teil gibt Prof. Walter Deutsch einen Einblick zur Zither in der Volksmusik, Zithernoten und Aufzeichnungen aus dem Archiv des Österreichischen Volksliedwerks. Kostproben für das Publikum zum Mitsingen werden das Zitherspiel begleiten.

Der Abend liefert einen Einblick in die vielen Facetten dieses Instruments und seine Klänge. 

Im Anschluss Umtrunk
Eintritt: freie Spende

„Ausgezeichnete Traditionen“

Ausstellung Oberösterreich und seine UNESCO Schätze

Anfang März bis Anfang Mai 2017

Was verbindet den Liebstattsonntag in Gmunden, den Innviertler Landler und die Erzeugung der Mollner Maultrommel? Sie alle gehören zu dem von der UNSECO ausgezeichneten immateriellen Kulturerbe Oberösterreichs. Im Schauraum des Österreichischen Volksliedwerks werden diese „Ausgezeichneten Traditionen“ in einer Ausstellung auf 24 Schautafeln präsentiert. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem musikalischen Kulturerbe. Abgesehen davon sind Musik und Tanz wichtige Bestandteile in Bräuchen und bei handwerklichen Tätigkeiten. Gerade letztere bilden, wenn auch oft zweideutig formuliert, textliche und  musikalische Grundlagen von Liedern und Tänzen. Begleitend zur Ausstellung gibt es Publikationen und CDs aus und über die Regionen Oberösterreichs und zum Kulturerbe zu erwerben sowie Archivmaterial zum Nachschlagen im Archiv des Österreichischen Volksliedwerks.


In Kooperation mit





Kulturland OÖ., Forum Volkskultur Oberösterreich
Österreichische UNESCO Kommission
Verein der OÖ. in Wien

Maultrommel Spiel

Archivprobe mit Albin Paulus
30. März 2017, 18 Uhr

Das Maultrommelspiel zählt zu den ältesten Musikpraktiken der Menschheit. Die Mundhöhle bildet den Resonanzraum, durch deren Veränderung verschiedene Teiltöne aus dem Obertonspektrum favorisiert werden, wobei der Grundton als Bordun immer mitklingt. Dynamik und Rhythmus werden durch den Atemstrom bestimmt, während mit Hilfe von Lippen und Zungen klangliche Nuancen, d.h. Melodien erzeugt werden.
 
Je nach lokaler Gegebenheit haben sich in vielen Regionen der Erde sowohl spezielle Herstellungsmethoden als auch eigenständigen Charakteristiken von Spielweisen herausgebildet.
In Österreich ist das Maultrommelspiel bis heute besonders durch die Wechseltechnik charakterisiert. Dabei verwendet ein/e SpielerIn zwei bis vier unterschiedlich gestimmte Maultrommeln entweder als Soloinstrument, im Duett oder als Trio, am häufigsten jedoch in Verbindung mit anderen Instrumenten. Im Alpenraum spielte die Maultrommel eine wichtige Rolle bei der Liebeswerbung am Kammerfenster (Fensterln). Aufgrund der jahrhundertelangen Tradition der Eisenverarbeitung im Steyrtal konzentrierte sich seit dem 15. Jahrhundert dort auch die Maultrommelproduktion. Nachdem die Maultrommel von der Mundharmonika verdrängt wurde, erlebte sie eine Renaissance ab den 1960er Jahren.
Der Musiker Albin Paulus zeigt in dieser Archivprobe die Facetten der Bordunmusik speziell auf der Maultrommel. Dabei geht es darum, das traditionelle Maultrommelspiel anhand von Material aus dem Volksliedarchiv mit zeitgenössischen Klängen zu verweben. Es geht um das Ausprobieren und Experimentieren an diesem Instrument, um dabei ganz im Sinne der traditionellen Anwendung mit „Fensterlliedern“ erste Frühlingsgefühle erwachen zu lassen.
 
Sowohl die Maultrommelerzeugung als auch das Maultrommelspiel ist im Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Österreichs vertreten.


Verzeichnetes Kulturerbe

Diskussion

Mittwoch, 15. März 2017, 18 Uhr
Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien

Diskussionsabend mit Mag. Gabriele Detschmann, BA (Österreichische UNESCO-Kommission, Immaterielles Kulturerbe), Dr. Alexander Jalkotzy (Amt der OÖ. Landesregierung, Kultur, Referat Volkskultur), Univ. Prof. Konrad Köstlin (Vizepräsident des Österreichischen Volksliedwerks) dazu musikalische Begleitung und Informationen zum Landlerspiel in OÖ.  sowie Umtrunk gemeinsam mit dem Verein der Oberösterreicher in Wien.
 
Im Rahmen der 32. Generalversammlung der UNESCO im Jahr 2003 wurde ein Übereinkommen zum Schutz des Immateriellen Kulturerbes beschlossen. 2009 hat Österreich das Abkommen ratifiziert. Bis dato sind 96 überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen immateriellen Kulturerbes im Österreichischen Verzeichnis eingetragen. Was bedeutet das für das jeweilige Kulturerbe selbst und ihre TrägerInnen? Welche Auswirkungen hat das auf Kulturleben, Tourismus und regionales Zusammenleben; wird Kulturerbe als Markenzeichen für den Tourismus genutzt, gibt es Konkurrenz? Welche Aufgaben übernehmen dabei volkskulturelle Institutionen, Archive und Kulturwissenschaften, beobachtende und sammelnde oder lenkende Teilhabe? Diese und weitere Fragen werden in der Diskussion erläutert. Speziell geht es dabei um „Ausgezeichnete Traditionen“ Oberösterreich und seine UNESCO Schätze. Wissenswertes dazu gibt es an diesem Abend und darüber hinaus in der gleichnamigen Ausstellung (21.2.- 27.4.2017) mit 24 Schautafeln  aus allen Vierteln Oberösterreichs im Österreichischen Volksliedwerk.