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"Der Volkstyp"


Musikalien der Volksliedarchive und Anzengruber Keramik Wien werden in einer Ausstellung im Österreichischen Volksliedwerk gezeigt. 

Anlässlich des 100. Geburtstages des Keramikkünstlers Leopold Anzengruber werden am Treffpunkt Operngasse des Österreichischen Volksliedwerks in Wien Figuren des Künstlers aus der Privatsammlung Ceramicum und Archivmaterialien aus den Volksliedarchiven zu sehen sein.  Sie repräsentieren als Skulpturen, als Sujets auf Druckwerken und Bildern sowie auf Fotos die unterschiedlichen Facetten des Volkstypen. Denn er ist stilistisches Element in Kunst und kulturellen Ausdrucksformen.

 Die naturalistischen Keramikskulpturen des in Steyr geborenen Leopold Anzengruber (30.3.1912 – 20.7.1979) stammen aus der privaten Sammlung Ceramicum der Niederösterreichischen Kunsthistorikerin Uta M. Matschiner. Sie zeigen Musikantenszenen, Vagabunden, Handwerker, Nachtwächter, Vogelhändler und Trachtengruppen. Anzengruber stilisierte diese Figuren im Geschmack der 1930er bis 1950er-Jahre.
Anhand einer Auswahl von Flugblättern, Trachtenmappen, Covern von Liederbüchern, Fotos und Tondokumenten von Feldforschungen  aus den Volksliedarchiven werden unterschiedliche Illustrationen und Interpretationen von Volkstypen gezeigt. Die Materialien reichen von frühen Sammelleistungen aus dem 19. Jahrhunderts bis hin zu Abbildungen vom Volkstyp von heute. Ein Augenmerk wird dabei auch auf den jeweiligen Sammler, seine Intentionen eingebettet in den historischen Kontext gezeigt.  
 
Der Volkstyp ist stets Ausdruck sozialer, regionaler und gesellschaftlicher Gegebenheiten. Seine Darstellung entspricht meist der Mode und dem Zeitgeist der jeweiligen Epoche. Mit Ende des 18. Jahrhunderts bis heute beginnt ein zunehmendes Interesse der Bildungsschicht am einfachen Volksleben. Damit verschafft man auch dem sich wandelnden Volkstyp Denkmäler auf Bildern, als Skulpturen aber auch in Liedern, Sprüchen und im Volksschauspiel.
Die ausgestellten Materialen bieten einerseits eine kunstgeschichtlich-ästhetische Betrachtung des Volkstypen an, andererseits wird eine sozial- bzw. kulturgeschichtliche Auseinandersetzung mit der vorwiegend musikalischen Volkskultur angeregt. Darüber hinaus reichen die Themenbereiche und Objekte von der bildenden bis zur darstellenden Kunst, die letztlich künstlerisches Schaffen von einem neuen Blickwinkel präsentieren. Es wird dabei auch durchaus ein kritisches Augenmerk auf Darstellungsart bzw. Sammelintensionen gelegt. Themen wie Vorurteile und Kategorisierung werden angesprochen.
 
30.3. bis 30.6.2012
Öffnungszeiten: Mo, Fr* 11-14 Uhr, Di-Mi 9-17 Uhr, Do 9-19 Uhr
*nicht am 6.4.
Eintritt: frei, zur Ausstellung erscheint ein Führer € 18.-
Ort: Österreichisches Volksliedwerk, Operngasse 6, 1010 Wien
www.volksliedwerk.at/office@volksliedwerk.at, www.ceramicum.at
 

Programm


„Die Welt steht auf kan Fall mehr lang“

Mittwoch, 20. Juni 2012, 18 Uhr
anlässlich des 150. Todestages von Johann Nepomuk Nestroy werden Lieder und Couplets aus Nestroystücken vorgetragen und gemeinsam mit Agnes Palmisano und Georg Wagner gesungen.

 

Biografie Leopold Anzengruber

Leopold Anzengruber, geboren 30. oder 31. März 1912 in Steyr, Oberösterreich
Er lernte nach Schulzeit bis 1942 die Keramik und ihre Techniken in Florenz kennen
1948 übernahm Leopold Anzengruber die Keramikwerkstatt von Gusti Mundt-Amann in Wien 2
1958 beschäftigte die Firma 96 Personen
Es wurden handmodellierte Figurengruppen, Tiere und Kleinplastiken hergestellt
20. Juli 1979 unerwarteter Tod Leopold Anzengrubers - führte zum raschen Ende der Firma.
Detailinfo: www.ceramicum.at

Pressetext word
 

Kontakt

Mag. Irene Egger
Österreichisches Volksliedwerk
Operngasse 6, 1010 Wien
T: 01/5126335-14
irene.egger@volksliedwerk.at, www.volksliedwerk.at

Pressefotos

Anzengruber Keramik Wien Mod.Nr.51 - Lumpazivagabundus ab 1949, 20 cm 
Anzengruber Keramik Wien Mod.Nr.52 - Heurigentrio, ab 1949, 20 cm                           
Flugblatt "Die Steirischen Leut" Volkslied mit Jodler von Eduard Wagnes