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Sommerakademie "Volkskultur als Dialog"


Die Sommerakademie "Volkskultur als Dialog" wird seit 1992 mit Unterbrechungen abgehalten. Sie ist eine Diskussionsplattform, die sowohl den praktischen als auch den theoretischen Zugang zur Volkskultur zu hinterfragen und zu überprüfen versucht. Ziel dieser jährlichen Veranstaltungsreihe ist es, das breite Betätigungsfeld der Volkskultur zu reflektieren und Brücken zu schlagen zwischen jenen, die Volkskultur leben, und jenen, die sich wissenschaftlich damit beschäftigen. Denn Volkskultur ist ein lebendiger Dialog zur Selbstvergewisserung unserer modernen Lebenswelt.

Call: Volkskultur als Dialog: Wirkungen, Funktionen und Kontexte

21.- 24. August 2019, Gmunden
Auf der Sommerakademie wollen wir nach Feldern fragen, in denen Volkslied und Volksmusik, Volkskultur überhaupt, wirksam werden, wo sie mit Emotionen verknüpft, Haltungen ausdrücken wollen und begleiten. Wir wollen über Bereiche der Anwendung, den lebenspraktischen Gebrauch im Alltag, über Ausdrucksformen für jede Gelegenheit reden, auch fragen, was es bedeutet, wenn sie kindheitsvertraut sind. Beispiele in Vergangenheit und Gegenwart zielen auf Hoffnungen und auf Vorhaben, die in die Zukunft weisen oder mit der Vergangenheit hantieren. Etwa dort, wo eine Idee von Gemeinschaft durch Ab- und Ausgrenzung, ja Abschottung, rekonstruiert werden soll, weil Vielfalt und zunehmende Individualisierung als Bedrohung verstanden werden. Volkskultur, wie immer man sie versteht, spielt sich nicht im luftleeren Raum, sondern in der Mitte der Gesellschaft ab. Sie wird in einer Welt der Vielfalt und der Individualisierung von Kulturen als das beschrieben, was uns verbindet, als das, wo das „Wir“ noch erfahren werden kann. In der Tat: Es geht um Veränderungen unseres Lebens, die wir als oft als Verluste registrieren.
Wir wollen fragen, welche Bedeutungen „Volkskultur“ für Menschen hat und haben kann, vielleicht auch haben soll. Wir fragen, wo Lieder etwa tröstend das Leben erleichtern oder aber Menschen einengen. Wenn wir fragen, wer am Einen wie am Anderen Interesse haben kann, geht es um den Umgang mit Volkskultur. Es geht um Erwartungen und Hoffnungen, um Nutzungen zur kreativen Selbstherstellung als der „Identität“ verheißenden Selbstdarstellung, und es geht um Instrumentalisierungen. Nichts geschieht ‚bloß so‘, absichtslos: Wer tut was, wann und in welchem Interesse?
Gefühle, Signale, Wirkungen und Stimmungen im vermeintlich Eigenen, im Nahbereich: Ein in mehrfachem Sinne offenes, weites Feld historischer wie gegenwärtiger Beispiele im sozialen Gebrauch, auch im therapeutischen Bereich, ist auszuloten.
Wir rufen daher Personen aus der Volkskultur, aus dem Sozial-, Musik- und Bildungsfach auf, Projekte aus Wissenschaft und Praxis einzureichen, die sich mit Wirkungen, Funktionen von Volkskultur befassen, die mit Vergangenheit hantieren jedoch in die Zukunft weisen, Volkskultur in einen Dialog und in Kontexte setzen. Wir freuen uns auf Einreichungen bis zum 31. März 2019 unter sommerakademie@volksliedwerk.at. 


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Ausgewählte Beiträge der Sommerakademien  sind in den jeweils darauf folgenden Jahrbüchern des Österreichischen Volksliedwerks nachzulesen.