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Sommerakademie "Volkskultur als Dialog"


Die Sommerakademie "Volkskultur als Dialog" wird seit 1992 mit Unterbrechungen abgehalten. Sie ist eine Diskussionsplattform, die sowohl den praktischen als auch den theoretischen Zugang zur Volkskultur zu hinterfragen und zu überprüfen versucht. Ziel dieser jährlichen Veranstaltungsreihe ist es, das breite Betätigungsfeld der Volkskultur zu reflektieren und Brücken zu schlagen zwischen jenen, die Volkskultur leben, und jenen, die sich wissenschaftlich damit beschäftigen. Denn Volkskultur ist ein lebendiger Dialog zur Selbstvergewisserung unserer modernen Lebenswelt.

Erbschaften II Traditionslinien & Prägungen

22. - 25. August 2018, Gmunden am Traunsee

Der Begriff Erbschaften folgt einer Idee, die in das Denken der Moderne gehört, die heute unter dem Begriff "Heritage" Erinnerungs- und Herkunftsgeschichten dokumentieren. Dazu wird es u.a. einen Beitrag über das Kulturerbe "Wiener Walzer" geben.

2018 stehen die Volksliedwerke und die Neuaufstellung des 1904 gegründeten Unternehmens nach 1945 im Mittelpunkt. Dazu gibt es Beiträge über die Entwicklungen der Ethnomusikologie in Europa um 1900, sowie Vorträge zu wichtigen Persönlichkeiten der frühen Volksmusikforschung. Nach 1945 haben sich TraditionsIinien ausgebildet, die eng an Maß-gebenden Persönlichkeiten orientiert sind und sich regionaler Programmatik verpflichtet fühlen. Gefragt ist daher die Rolle prägender Persönlichkeiten der Volkskultur in der 2. Republik und die Frage, wo und wie es wirklich Neuanfang gab. Dazu wird es Beiträge und Diskussionen zum Heanzenquartett mit Sepp Gmasz und mit den Musikern Peter Moser (T), Peter Windhofer (S), Volker Derschmidt (OÖ) und Hermann Fritz (OÖ, Wien) geben. 

Im Zusammenhang mit dem Thema Erbschaften ist auch die Frage nach dem Einfluss verwandter Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen zu stellen. Dazu gibt es u.a. Beiträge der Österreichischen Mediathek und des Steirischen Heimatwerkes. Auch die Rolle der Musikschulen in diesen Fragen sowie die Stellung des Familienmusizierens werden unter den Aspekten Weitergabe von Wissen, Aufführungspraxen, Orte und ihre Anlässe diskutiert.

Eine Exkursion in die Museen nach Ebensee beschäftigt sich mit dem Umgang von regionalem Erbe im Salzkammergut. Ein Abend mit Musikprogramm und Empfang im Rathaus in Gmunden runden das Programm ab.  



für PädagogInnen

Die Sommerakademie gilt als LehrerInnenfortbildung. Speziell PädagogInnen haben die Möglichkeit sich Wissen über den Umgang mit  Kulturerbe für die schulische Vermittlungsarbeit anzueignen und zu diskutieren. Etwa der Vortrag „Wiener Walzer“ und die Exkursion in das Museum Ebensee verhandeln österreichisches immaterielles Kulturerbe. Den Umgang mit schwierigem kulturellem Erbe veranschaulichen der Vortrag „Mythen, Magie, Männerbund“ und die Exkursion in das Zeitgeschichte Museum & KZ-Gedenkstätte Ebensee. Um das Familienmusizieren im schulischen Kontext geht es im Vortrag des Tiroler Fachinspektors für Musik. Letztlich bietet der Vortrag „Neubeginn oder Fortsetzung?“ einen Einblick in das Musikschulwesen nach 1945.

Stipendien

An junge Studierende, wissenschaftlichem Nachwuchs, jungen Musizierenden bis 27 Jahre vergeben wir für die Sommerakademie Stipendien (kostenlose Teilnahme).  
Die StipendiatInnen haben bei der Sommerakademie die Möglichkeit in das Thema kulturelles musikalisches Erbe einzutauchen. Der Begriff Erbschaften folgt einer Idee, die in das Denken der Moderne gehört, die heute unter dem Begriff "Heritage" Erinnerungs- und Herkunftsgeschichten dokumentieren. Dazu gibt es sowohl  Vorträge aus  der Wissenschaft als auch volkskulturellen Praxis.  
Wissenschaftliche Abhandlungen bieten Ulrich Morgenstern (Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien) über die frühen Jahre des Österreichischen Volksliedwerks sowie Ulrike Kammerhofer-Aggermann (Salzburger Landesinstitut für Volkskunde) über Richard Wolframs Brauchtumsideologie. Weitere  Referate drehen sich um die Volksmusikforscher Georg Kotek (1889-1977), Karl Magnus Klier (1892-1966).
Die Stipendien werden an Personen vergeben die zu genannten Themen wissenschaftliche Arbeiten verfassen oder auf diesem Gebiet musikalisch tätig sind. Wir bitten uns in der Anfrage für ein Stipendium kurz Ihre Arbeit vorzustellen bzw. uns Ihren Anreiz für die Teilnahme darzulegen.

Anmeldung bis 31. Juli 2018. 

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Ausgewählte Beiträge der Sommerakademien  sind in den jeweils darauf folgenden Jahrbüchern des Österreichischen Volksliedwerks nachzulesen.